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Einflussfaktoren auf die Beziehungszufriedenheit auf Basis von Austausch- und Equitytheorie: Eine quantitative Analyse mit dem pairfam-Datensatz

Bachelorarbeit 2012 57 Seiten

Soziologie - Individuum, Gruppe, Gesellschaft

Leseprobe

2.1 Austauschtheorie

Die Brücke zwischen Rational-Choice- und Austauschtheorie ergibt sich durch die Annahme, dass Akteure ihre materiell und immateriell beschränkte Ressourcenausstattung durch Tauschhandlungen überwinden können. Da jedem Einzelnen jeweils nur bestimmte Ressourcen zur Verfügung stehen, sind Akteure auf den Ressourcenaustausch mit anderen Akteuren angewiesen um eine Steigerung des Nutzenniveaus zu erreichen. Innerhalb der verschiedenen, austauschtheoretischen Ansätze stehen somit vor allem soziale Interaktionen im Mittelpunkt, welche als Tauschhandlungen interpretiert und aus einem ökonomischen Blickwinkel betrachtet werden: Jede Handlung verursacht Kosten und schafft gleichzeitig einen Nutzen[1] ; der Netto-Nutzen ergibt sich aus der Differenz dieser beiden Größen und kann sowohl positiv als auch negativ sein. Da Menschen danach streben ihren Gewinn zu maximieren, werden Interaktionen nach Kosten und Nutzen bewertet und vor allem solche Beziehungen eingegangen und verdichtet, von denen erwartet werden kann, dass sie belohnend sind (Mikula 1992: 69 f.; Hill / Kopp 2004: 107). Auf mikrosoziologischer und sozialpsychologischer Ebene geht die Austauschtheorie primär auf Arbeiten von Homans, Blau sowie Thibaut und Kelley zurück (Hill / Kopp 2004: 103). Bevor in den folgenden Abschnitten genauer auf die für die Hypothesenableitung relevante Version von Thibaut und Kelley und das darauf aufbauende Investmentmodell von Rusbult eingegangen wird, soll zunächst geklärt werden, was unter Tauschbeziehungen zu verstehen ist und wie diese mit Partnerschaften in Verbindung stehen:

Blau differenziert Tauschbeziehungen in den ökonomischen und den sozialen Tausch. Beim ökonomischen Tausch sind die Tauschgüter und der Tauschzeitraum fest definiert: Bei der festgelegten Leistung und Gegenleistung handelt es sich meist um den Tausch von Ware gegen Ware oder Ware gegen Geld. Dieser erfolgt zeitgleich beziehungsweise innerhalb eines vorab definierten Zeitraumes. Für Partnerschaften dürfte er eine wesentlich geringere Rolle spielen als der soziale Tausch, mit dem weit weniger Handlungssicherheit einhergeht, da weder Gegenleistung noch Zeitpunkt und Quantität dieser Gegenleistung näher spezifiziert sind. Trotz dieser Unbestimmtheit gilt für soziale Tauschhandlungen das Reziprozitätsprinzip, welches den Tausch mit bestimmten Erwartungen verknüpft: Der Geber erwartet eine angemessene Gegenleistung und der Nehmer fühlt sich zu dieser verpflichtet (ebd: 103 f.). Bleibt die Gegenleistung aus, wird sich auf Seiten des Gebers Verärgerung und Enttäuschung einstellen (ebd: 110). Zwar können im Laufe längerer Partnerschaften Gefühle der Verpflichtung entstehen, die Individuen gegenüber zeitweiligen Ungleichheiten toleranter werden lassen (Ahrens et al. 1991: 76), ein gerechter Tausch ist – laut Homans (1972: 64) – jedoch nur dann gegeben, wenn sich das Verhältnis von Kosten und Nutzen beider Tauschpartner entspricht. In diesem Fall entsteht ein profitabler Austausch, der zu Zufriedenheit und somit zur Stabilisierung und Vertiefung einer sozialen Beziehung führt. So finden sich hier bereits Parallelen zu den Annahmen der Equitytheorie (Hill / Kopp 2004: 110).

Prinzipiell kann der soziale Tausch sowohl materielle als auch immaterielle Güter umfassen[2] (Glowsky 2011: 32). Kennzeichnend für soziale Tauschakte in affektiven Sozialbeziehungen wie Partnerschaften sind jedoch vor allem immaterielle Güter wie beispielsweise Zuneigung, Liebe und Verständnis (Hill / Kopp 1990: 216). Anders als bei materiellen Gütern, auf die das Prinzip des abnehmenden Grenznutzens angewendet werden kann, welches mit zunehmendem Konsum eines Gutes ein absinkendes Interesse an diesem Gut voraussagt, ist davon auszugehen, dass bei sozialen Grundbedürfnissen wie Zuneigung und Liebe ein dauerhafter Bedarf besteht (Becker 2008: 25 f.). Der wechselseitig belohnende Tausch dieser affektiven Ressourcen spielt deshalb eine entscheidende Rolle für die nutzenstiftende Interaktion in Partnerschaften.

Zusammengefasst sind Partnerschaften im Sinne der Austauschtheorie also vor allem durch soziale Tauschbeziehungen und den Austausch immaterieller Güter geprägt. Das Zustandekommen und Bestehen von Beziehungen ergibt sich gemäß der Austauschtheorie durch die Wiederholung und Verdichtung belohnender Interaktionen zur reziproken Nutzensteigerung. In dauerhaften Beziehungen profitieren somit beide Partner von den Interaktionen, während schon bestehende Beziehungen dann gelockert beziehungsweise beendet werden, wenn unbefriedigende Interaktionen auftreten. Werden Tauschbeziehungen als unzufriedenstellend wahrgenommen, kommt es zur schrittweisen Auflösung des Interaktionsgefüges, da „Rückzahlungen“ mit zunehmendem Widerwillen verbunden sind und Tauschalternativen gesucht werden (Hill / Kopp 2004: 104). Die Aufnahme und das Bestehen von engen, persönlichen Beziehungen ist also von den gegenseitig belohnenden Erträgen innerhalb der Beziehung abhängig (Ahrens et al. 1991: 76). Neben der Stabilität ist somit auch das Ausmaß der Zufriedenheit in Partnerschaften davon abhängig, inwieweit die Partner in der Lage sind ihre jeweiligen Bedürfnisse zu befriedigen und sich gegenseitig zu belohnen. Je mehr die Belohnungen gegenüber den Kosten überwiegen, desto zufriedener ist die Beziehung (Grau / Bierhoff 2003: 51). Belohnungen können im Allgemeinen als Freuden, Befriedigungen und Annehmlichkeiten definiert werden, die aus der Beziehung resultieren (ebd.). Kosten umfassen dagegen den physischen und psychischen Aufwand wie zum Beispiel investierte Zeit und Opportunitätskosten, also den durch die Festlegung auf eine Handlung entstandenen Verzicht auf Alternativen. Die Qualität und Quantität der Alternativen ist dabei rein subjektiv, weshalb die Entscheidung eines Akteurs für oder gegen eine Handlung beziehungsweise einen Tausch für einen Außenstehenden nicht rational erscheinen muss – wie bereits in den Grundzügen der Rational-Choice-Theorie beschrieben (Hill / Kopp 2004 : 108).

Interdependenztheorie von Thibaut und Kelley

Thibaut und Kelley entwerfen mit ihrer Interdependenztheorie einen austauschtheoretischen Ansatz, der den Vergleich von Alternativen besonders in den Fokus nimmt. Neben der Analyse komplexer Beziehungsgefüge in Gruppen mit mehreren Akteuren, treffen Thibaut und Kelley auch Aussagen zur Interaktion in Zweierbeziehungen. Die Interdependenztheorie setzt die der Austauschtheorie zugrundliegende Kosten-Nutzen-Kalkulation mit zwei weiteren Aspekten in Verbindung. Es wird zwischen zwei Vergleichsniveaus unterschieden, die als eine Art Bewertungsmaßstab Einfluss auf die Evaluation von Belohnungen und Kosten aus der Interaktion nehmen. So steht die Zufriedenheit mit der Beziehung[3] in Relation zum comparison level – dem Vergleichsniveau, das den Erwartungen des Individuums entspricht und das repräsentiert, was das Individuum meint verdient zu haben. Die Entscheidung darüber, ob die Beziehung aufrecht erhalten werden soll, orientiert sich dagegen am comparison level for alternatives – dem Vergleichsniveau für Alternativen.

Zufriedenheit und Stabilität einer Beziehung orientieren sich somit an unterschiedlichen Bewertungsmaßstäben. Die Zufriedenheit resultiert aus der Bewertung von Belohnungen und Kosten, die sich vor dem Hintergrund eigener Erwartungen durch die Beziehung ergeben: Liegt das eigene Ergebnis über dem Vergleichsniveau, ist die Beziehung befriedigend und attraktiv; liegt das eigene Ergebnis unter dem Vergleichsniveau ist die Beziehung unbefriedigend und unattraktiv. Das Vergleichsniveau ergibt sich aus den Erfahrungen, die man bereits gemacht hat sowie aus den Beobachtungen von Erfahrungen anderer Personen (Thibaut / Kelley 1959: 21).

Die Stabilität beziehungsweise Aufrechterhaltung einer Beziehung hängt dagegen vom Vergleichsniveau für Alternativen ab, welches als das geringste Nutzenlevel der Beziehung definiert werden kann, das gegenüber anderen verfügbaren Alternativen noch akzeptiert wird. Sobald der Nutzen aus der Beziehung unter dem Vergleichsniveau der Alternativen liegt, wird die Beziehung verlassen. Das Vergleichsniveau der Alternativen entspricht somit der Qualität der besten verfügbaren Alternative, die der momentanen Beziehung gegenübersteht. Unter Alternativen, mit denen die aktuelle Beziehung verglichen wird, fallen dabei sowohl andere Beziehungen als auch das Alleine leben. Auch der Nutzen der Alternativen ergibt sich wiederum aus der Bewertung erlebter oder vermuteter Belohnungen und Kosten (ebd.: 21 f.). Eine Bedingung für die Existenz von Zweierbeziehungen ist deshalb die gegenseitige Abhängigkeit vom Verhalten des Anderen, welches zur Erzielung von Belohnungen notwendig ist. Da in der Zweierbeziehung der Nettonutzen einer Person durch das Verhalten der anderen Person beeinflusst wird und somit beide Akteure die Belohnungen und Kosten des jeweils Anderen kontrollieren, kann der Gewinn aus der Beziehung gegenüber einer Alternative nur dann für beide Partner höher sein, wenn das Verhalten des einen Akteurs jeweils zur Belohnung des anderen Akteurs beiträgt – ohne gleichzeitig hohe Kosten zu verursachen (ebd.). Das Ausmaß, zu dem der Nettonutzen der Beziehung das Vergleichsniveau verfügbarer Alternativen übersteigt, bestimmt somit auch die Abhängigkeit von der Beziehung. Je höher diese Abhängigkeit ist, desto höher ist der Nettonutzen gegenüber Alternativbeziehungen und dementsprechend die Stabilität der Beziehung.

Da die Abhängigkeit von der Beziehung sich an einem anderen Vergleichsmaß orientiert als die Zufriedenheit, ist es nicht zwingend notwendig, dass mit hoher Abhängigkeit auch hohe Anziehung beziehungsweise Zufriedenheit gegenüber der Beziehung verspürt wird. So ist das Vergleichsniveau verfügbarer Alternativen relevant, wenn es um die Stabilität beziehungsweise Abhängigkeit von der Beziehung geht und das Vergleichsniveau der Bewertungsmaßstab, welcher die Anziehung gegenüber der Beziehung bestimmt und die Zufriedenheit beeinflusst (ebd.: 23).

Investmentmodell von Rusbult

Auch das Investmentmodell von Rusbult unterscheidet zwischen Beziehungszufriedenheit und Beziehungsstabilität. Es basiert größtenteils auf schon bestehenden psychologischen und soziologischen Ansätzen und beinhaltet Konzepte, die in ähnlicher Form bereits von Becker, Schelling, Rubin und Blau vorgestellt wurden (Rusbult 1980: 175). Als eine Erweiterung der Interdependenztheorie bewertet das Investmentmodell die Zufriedenheit einer Beziehung ebenfalls anhand des Ausmaßes von Belohnungen, Kosten und Ansprüchen. Die Prädiktoren für eine glückliche Partnerschaft sind hohe Belohnungen, niedrige Kosten und geringe Erwartungen (ebd: 173 f.):

„Thus, if individuals share many common interests with their romantic partner (i.e., derive numerous rewards) with whom they seldom argue (i.e., incur few costs), and expect little from their romantic involvements more generally (i.e., have a low comparison level), then they should be relatively satisfied with their involvement” (Rusbult 1983: 102)

So bilden gemeinsame Interessen eine wichtige Grundlage für belohnende Interaktionen, die bestenfalls mit möglichst geringen Meinungsverschiedenheiten einhergehen und sich an einem niedrigen Vergleichsniveau messen[4]. Die Einflussfaktoren auf die Beziehungs zufriedenheit sind somit identisch zur Interdependenztheorie von Thibaut und Kelley. Zur Vorhersage der Beziehungs stabilität werden die bereits bekannten Annahmen der Interdependenztheorie um zwei zusätzliche Faktoren erweitert: Innerhalb des Investmentmodells wird die Stabilität der Partnerschaft direkt durch das so genannte „Commitment“ bestimmt. Dieses wird als Tendenz verstanden die Beziehung aufrecht zu erhalten und psychologisch an diese gebunden zu sein. Das Commitment sinkt mit abnehmender Beziehungszufriedenheit sowie hoher Qualität verfügbarer Alternativen zur bestehenden Beziehung[5] (ebd: 102):

„For example, if individuals are relatively dissatisfied with their relationship (i.e. experience low satisfaction) and really enjoy spending time on their own (i.e. have a good alternative), they should be less committed to maintaining their relationship” (ebd: 102).

Zusätzlich wirken als dritter Faktor die Investitionen in die Beziehung auf das Commitment. Unter Investitionen werden Faktoren verstanden, die als eine Art Trennungsbarriere fungieren, da sie beim Verlassen der Partnerschaft verloren gehen. Diese Investitionen können intrinsischer und extrinsischer Art sein. Während erstere direkt in die Beziehung investiert werden – wie beispielsweise Zeit, emotionale Bemühungen und die Offenlegung von persönlichen Gedanken – umfassen letztere materielle und symbolische Werte in Form von Besitztümern, gemeinsamen Freunden, Aktivitäten, Erinnerungen und Ähnlichem, die unauflösbar an die Beziehung geknüpft sind. Dass Investitionen gleichzeitig als Belohnungen oder Kosten empfunden werden können, schließt Rusbult nicht aus. So können beispielsweise gemeinsame Freunde als Belohnung und finanzielle Investitionen als Kosten angesehen werden – der vage Unterschied der Konstrukte besteht darin, dass Investitionen beim Verlassen der Beziehung stärker an Wert verlieren und nicht ohne Weiteres aus der Beziehung entfernt werden können (ebd: 102 f.).

Das Ausmaß des Commitments wird also von drei verschiedenen Faktoren bestimmt. Neben der Beziehungszufriedenheit ist es sowohl von den Investitionen, als auch der Qualität verfügbarer Alternativen abhängig. So reicht eine hohe Beziehungszufriedenheit allein nicht aus um eine Partnerschaft zu stabilisieren. Eine Beziehung, die mit großen Investitionen oder wenig anderen Alternativen verbunden ist, kann von einem hohen Commitment und somit hoher Stabilität geprägt sein, obwohl Unzufriedenheit vorherrscht. Genauso kann eine relativ zufriedenstellende Beziehung zu Gunsten einer attraktiveren Alternative verlassen werden, wenn zusätzlich wenig Investitionen mit der aktuellen Beziehung in Verbindung stehen (Rusbult 1980: 175; 1983: 102 f.).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Investmentmodell nach Rusbult (Quelle: Eigene Darstellung)

Sowohl die Inderdependenztheorie von Thibaut und Kelley als auch das Investmentmodell von Rusbult liefern also Erklärungen dafür, dass die Beziehungszufriedenheit nicht zwingend hoch mit der Beziehungsstabilität korrelieren muss, da die beiden zu unterscheidenden Konstrukte von verschiedenen Vergleichsniveaus abhängig sind (Interdependenztheorie) beziehungsweise von verschiedenen Faktoren beeinflusst werden (Investmentmodell). Da sich diese Arbeit nur mit der Beziehungszufriedenheit beschäftigt, sind die im Ergebnisteil dargestellten Einflussfaktoren auf diese somit nicht ohne weiteres auf die Beziehungsstabilität übertragbar.

2.2 Equitytheorie

Ein weiterer theoretischer Ansatz, der Aussagen zur Beziehungszufriedenheit zulässt, ist die Equitytheorie. Bevor Gemeinsamkeiten mit der Austauschtheorie herausgestellt werden und insbesondere auf die Relevanz für die Partnerschaftszufriedenheit sowie den Gerechtigkeitsbegriff eingegangen wird, soll zunächst ein kurzer, allgemeiner Überblick über die wichtigsten Überlegungen gegeben werden: Die allgemeinen Annahmen der Equitytheorie von Walster, Berscheid und Walster lassen sich durch vier Thesen zusammenfassen. Die ersten beiden erklären wie es zur Durchsetzung des Equity-Prinzips kommt, während sich die darauffolgenden Annahmen auf die Konsequenzen nicht-realisierter Equity in Beziehungen beziehen.

Die erste Annahme impliziert den jedem Individuum unterstellten Egoismus: „Equity theory, too, rests on the simple, but eminently safe, assumption that men is selfish“ (Walster et al. 1978: 7). Es wird davon ausgegangen, dass jeder Mensch versucht seinen Nutzen zu maximieren, indem möglichst hohe Belohnungen erlangt und gleichzeitig Kosten minimiert werden (ebd.: 6).

Da Menschen jedoch nicht isoliert, sondern in einer sozialen Umgebung leben und jedes Individuum aufgrund der angestrebten Nutzenmaximierung alle Ressourcen für sich beanspruchen möchte, bedarf es Regeln zur Ressourcenverteilung. Gruppen und Gesellschaften können die kollektive Belohnung maximieren, indem sie Systeme zur gerechten Aufteilung der Ressourcen entwickeln, die von den Mitgliedern akzeptiert und aufrecht erhalten werden. Da der in jedem Individuum verwurzelte Egoismus der gerechten Ressourcenverteilung gegenüber steht, kann gerechtes Verhalten nur dann realisiert werden, wenn der Nutzen, der aus gerechtem Verhalten hervorgeht, größer ist als der, der mit ungerechtem Verhalten verbunden ist. Um gerechtes Verhalten mit einem Maximum an Nutzen zu verbinden und so die Attraktivität fairen Handelns für die Gruppenmitglieder zu erhöhen, werden Gruppen im Allgemeinen Mitglieder belohnen, die andere gerecht behandeln und Mitglieder bestrafen, die andere ungerecht behandeln. Durch die Bestrafung steigen die Kosten für ungerechtes Verhalten; gleichzeitig wird gerechtes Verhalten profitabler, indem es mit Belohnung und weniger Kosten einhergeht. Durch diese Belohnungs- und Bestrafungsmechanismen innerhalb von Gruppen und Gesellschaften ist es möglich, dass durch faires Verhalten sowohl das Individuum als auch das Kollektiv ihren Nutzen maximieren können (ebd: 8 f.). Da die erste Annahme der Equitytheorie besagt, dass Individuen stets versuchen ihren eigenen Nutzen zu maximieren, schließen Walster et al. nicht aus, dass sich Menschen ungerecht verhalten, wenn damit eine Maximierung des eigenen Nutzens erreicht werden kann (ebd: 16). Kombiniert man jedoch das postulierte Streben nach Nutzenmaximierung mit der zweiten Annahme, welche die Notwendigkeit gerechter Verteilungssysteme und die damit einhergehende Bestrafung von ungerechtem Handeln betont, ergibt sich als Konsequenz, dass unausgewogenes Handeln mit negativen Gefühlen einhergeht:

Die dritte Behauptung der Equitytheorie prognostiziert Unbehagen bei unausgewogenen Beziehungen. Als Folge wiederholter Sozialisationserfahrungen, die ungerechtes und unausgewogenes Verhalten mit Bestrafung quittieren, ergibt sich bei der Wahrnehmung empfundener Ungleichheit in Beziehungen ein Gefühl des Unbehagens (ebd: 15 ff.):

„When individuals find themselves participating in inequitable relationships, they become distressed. The more inequitable the relationship, the more distress individuals feel” (ebd.: 17).

Die negativen Auswirkungen auf das Empfinden steigen mit dem Ausmaß der Unausgewogenheit – unabhängig davon, ob man selbst weniger oder stärker profitiert als die Anderen. Sowohl das Erleben von Unausgewogenheit zum eigenen Vorteil als auch zum eigenen Nachteil steht mit unangenehmen Gefühlen und Unzufriedenheit in Verbindung. Vorteilhafte Unausgewogenheit sollte jedoch mit geringerem Unbehagen einhergehen als das Empfinden von nachteilhafter Unausgewogenheit (ebd: 17).

Die vierte Annahme der Equitytheorie bezieht sich auf die Handlungsfolgen, die sich aufgrund der durch Unausgewogenheit entstandenen Unzufriedenheit ergeben: Individuen, die sich in unausgewogenen Beziehungen befinden, werden versuchen, die unangenehmen Gefühle durch das Wiederherstellen von Ausgewogenheit zu beheben. Dabei steigt das Ausmaß des Stresses und der Bemühungen Ausgewogenheit wiederherzustellen mit dem Ausmaß der Unausgewogenheit:

„Individuals who discover they are in an inequitable relationship attempt to eliminate their distress by restoring equity. The greater the inequity that exists, the more distress they feel, and the harder they try to restore equity” (ebd: 18)

Um die Unzufriedenheit zu reduzieren, muss entweder tatsächliche Ausgewogenheit („actual equity“) oder psychologische Ausgewogenheit („psychological equity“) hergestellt werden. Tatsächliche Ausgewogenheit wird erreicht, indem der eigene relative Gewinn[6] beziehungsweise der relative Gewinn des Partners verändert wird. Dies kann durch ausgleichende Handlungen geschehen, indem beispielsweise der eigene Beitrag reduziert wird. Psychologische Ausgewogenheit wird erreicht, indem das Individuum die Situation und somit die Beiträge und Erträge kognitiv neu bewertet. Beispielsweise durch eine Abwertung des eigenen Aufwands[7] oder eine Aufwertung des Aufwands der anderen Person (ebd: 18 f.).

Das Konzept des gerechten Austausches, das sich bereits in den austauschtheoretischen Überlegungen von Homans findet (Homan 1972: 64), bildet somit den inhaltlichen Schwerpunkt der Equity-Theorie. Die Grundannahmen von Equity- und Austauschtheorie sind relativ ähnlich – so stellt das Streben nach Nutzenmaximierung von Individuen und die Auffassung von Interaktion als wechselseitige Austauschbeziehung den Ausgangspunkt beider Theorien dar. Die Equitytheorie enthält neben Inhalten der Austauschtheorie jedoch zusätzlich Elemente aus psychoanalytischen Theorien, Lerntheorien und kognitiven Konsistenztheorien (Fischer / Wiswede 2009: 501). Der umfassende, equitytheoretische Ansatz von Walster, Berscheid und Walster (1978) baut vor allem auf den Überlegungen von Homans und Adams auf und lässt insbesondere durch die dritte Annahme Aussagen über die Partnerschaftszufriedenheit zu: Es wird postuliert, dass die Zufriedenheit und Stabilität von zwischenmenschlichen Beziehungen davon abhängt wie fair, gerecht und ausgewogen diese Beziehungen empfunden werden (Mikula 1992: 71). Wie sich Ausgewogenheit beziehungsweise Gerechtigkeit im Sinne der Equitytheorie definieren, lässt sich knapp wie folgt zusammenfassen: Eine Beziehung wird laut Adams dann als ausgewogen oder gerecht wahrgenommen, wenn „das Verhältnis zwischen dem, was geleistet, gegeben oder eingebracht wird, und dem, was erhalten wird, für die Beteiligten ausgewogen oder gleich“ ist (Montada / Kals 2001: 113). Das englische Wort „Equity“ steht somit dem Begriff „Equality“ gegenüber und lässt sich von diesem dadurch abgrenzen, dass nicht die Gleichheit im Vordergrund steht, welche betont, dass jedem der gleiche Betrag an Belohnung zusteht, sondern Belohnungen im Hinblick auf die Vorleistungen relativiert werden und somit Personen, die mehr leisten auch mehr erhalten sollen. Diese Equity-Norm ist laut Walster et al. die einzige in Beziehungen wirksame Gerechtigkeitsnorm und gilt unabhängig von der Art der zwischenmenschlichen Beziehung (Grau / Bierhoff 2003: 316 ff.). Für „Equity“ gibt es keine exakte deutsche Übersetzung – die Bedeutung entspricht in etwa Begriffen wie Beitragsgerechtigkeit, Fairness, Ausgeglichenheit oder Ausgewogenheit (Fischer / Wiswede 2009: 501). Allgemein wird der Grad der Ausgewogenheit einer Beziehung anhand der Erträge und Beiträge der an der Beziehung beteiligten Personen bewertet (Mikula 1992: 72 f.).

Unter Beiträge („Inputs“) lassen sich laut Walster et al. die positiven und negativen Charakteristika und Verhaltensweisen zusammenfassen, die eine Person in die Beziehung einbringt, während die Erträge („Outcomes“) dem positiven oder negativen Nutzen aus der Beziehung entsprechen. Der Ertrag aus einer Beziehung entspricht der Differenz aus Belohnungen und Kosten, die aus der Beziehung resultieren. Aus der Differenz von Erträgen und Beiträgen ergibt sich der Nettogewinn („Net Gain“) – dieser entspricht dem jeweiligen Profit aus der Beziehung. Um die Ausgewogenheit einer Beziehung zu bewerten, wird der Nettogewinn ins Verhältnis zu den eingebrachten Beiträgen gesetzt. Eine Beziehung ist dann ausgewogen beziehungsweise gerecht, wenn sich die relativen Nettogewinne beider Partner entsprechen[8] (Walster et al. 1978: 10 ff.).

Einfacher ausgedrückt sollte jeder entsprechend seinen Beiträgen in gleichen Maßen von der Beziehung profitieren. Je mehr positive Beiträge eine Person in die Beziehung einbringt, desto höher sollte auch ihr Profit sein. Eine Beziehung ist dann gerecht, wenn der relative Nettogewinn beider Partner gleich ausfällt.

Um die relativ abstrakte Definition des Begriffs „Beiträge“ von Walster et al. inhaltlich anschaulicher zu machen, eignet sich die von Traupmann, Utne und Walster eingeführte Kategorisierung, die zwischen persönlichen Beiträgen (wie z.B. Intelligenz, Aussehen), emotionalen Beiträgen (wie z.B. soziale Unterstützung, Wertschätzung, Liebe) und alltäglichen Beiträgen (wie z.B. Haushaltsarbeiten, finanzielle Mittel) unterscheidet. Die Beiträge des einen Partners können so auch unmittelbar Erträge des anderen Partners darstellen (ebd.: 237 f.).

2.3 Ableitung der Hypothesen

Nachdem nun eher allgemein der theoretische Hintergrund erläutert wurde, werden in diesem Abschnitt konkrete, empirische Hypothesen abgeleitet. Die ersten drei dieser Hypothesen knüpfen dabei an Überlegungen der Austauschtheorie an und stützen sich insbesondere auf das Investmentmodell von Rusbult. Die vierte Hypothese ergibt sich aus der eben beschriebenen Equitytheorie.

Wie schon in Abb. 1 deutlich wird, wirken im Sinne der Austauschtheorie vor allem drei Faktoren auf die Partnerschaftszufriedenheit: Das Investmentmodell von Rusbult[9] definiert Belohnungen, Kosten und das Vergleichsniveau (beziehungsweise die Erwartungen) als abstrakte Einflussfaktoren auf die Zufriedenheit mit einer Beziehung. Kurz gesagt wird postuliert: Je höher die Belohnungen und je niedriger die Kosten aus der Interaktion sind, desto höher ist die Beziehungszufriedenheit. Da sich die Bewertung von Belohnungen und Kosten an dem jeweils individuellen Vergleichsniveau orientiert, wirkt zusätzlich das Erwartungsniveau auf die Beziehungszufriedenheit.

Die angenommenen Zusammenhänge von Belohnungen, Kosten und Erwartungen mit der Partnerschaftszufriedenheit bilden somit die theoretische Basis zur Ableitung der Hypothesen: Da vor allem dem Austausch immaterieller Güter in Partnerschaften eine hohe Bedeutung zukommt, wird im Rahmen dieser Arbeit der Effekt der „Belohnung“ auf die Partnerschaftszufriedenheit über „soziale Unterstützung“ operationalisiert. Dass diese in vielfacher Hinsicht mit immateriellen Belohnungen einhergeht, wird vor allem vor dem Hintergrund theoretischer Überlegungen von Bodenmann[10] (1995) deutlich, der unter dem Konzept „Dyadisches Coping“ verschiedene Formen partnerschaftlicher Unterstützung zusammenfasst. Die soziale Unterstützung des einen Partners durch den anderen Partner fällt dabei in die Kategorie des „supportiven dyadischen Copings“. Dieser Begriff beschreibt Unterstützungsleistungen, die dem emotional belasteten beziehungsweise gestressten Partner helfen, ohne ihm die Bewältigungsarbeit vollständig abzunehmen. Die Unterstützung durch den Partner kann dabei jeweils sachbezogen (z.B. Mithilfe bei der Analyse des Problems, Arbeitsübernahme) und emotionsbezogen (z.B. durch Zuneigung, Rückhalt, Verständnis) ausfallen (Bodenmann 1995: 63 ff.). So hat auf sachbezogener Ebene die erleichterte Problembewältigung an sich nutzenstiftenden Charakter, während vor allem auf emotionsbezogener Ebene der für eine Partnerschaft zentrale Austausch emotional-affektiver Ressourcen in den Mittelpunkt tritt und zusätzlich den Belohnungswert erhöht. Unabhängig davon, ob die Unterstützungsleistungen sach- oder emotionsbezogen ausfallen, führen diese bei Dauerhaftigkeit zu Vertrauen, Sicherheit und Nähe in der Partnerschaft, was sich wiederum positiv auf den Selbstwert beider Partner auswirkt (Gmelch / Bodenmann 2007: 178). Im Zuge sozialer Unterstützung zeigen sich somit in vielfacher Hinsicht Belohnungsaspekte. Die zu untersuchende Hypothese auf Basis der Austauschtheorie lautet deshalb:

H1: Je ausgeprägter die soziale Unterstützung durch den Partner ausfällt, desto höher ist die Partnerschaftszufriedenheit.

In Anlehnung an austauschtheoretische Überlegungen lassen sich Konflikte als Kosten der Beziehung interpretieren, da sie durch den psychischen Aufwand den Ertrag aus der Austauschbeziehung verschlechtern und den Ressourcenaustausch stören[11] (Weiß/Wagner 2008: 217). Da Konflikte sowohl Zeit als auch Energie erfordern, kann angenommen werden, dass die Kosten der Beziehung mit zunehmender Häufigkeit auftretender Konflikte steigen (Levinger 1976: 25). Als Konsequenz ergibt sich folgende Hypothese:

H2: Je häufiger Konflikte in der Partnerschaft auftreten, desto niedriger ist die Partnerschaftszufriedenheit.

Im Hinblick auf das Vergleichsniveau, an dem sich die Bewertung von Belohnungen und Kosten orientiert, kann zusätzlich davon ausgegangen werden, dass höhere Erwartungen im Allgemeinen mit einer geringeren Partnerschaftszufriedenheit einhergehen, da das Ergebnis der Interaktion durch das hohe Vergleichsniveau stark positiv ausfallen muss um eine befriedigende Bewertung anzunehmen. Die zu überprüfende Hypothese lautet deshalb:

H3: Je höher die Erwartungen an eine Partnerschaft sind, desto niedriger ist die Partnerschaftszufriedenheit.

Neben den jeweils individuellen Belohnungen, Kosten und Erwartungen soll auch ein Blick auf den Effekt des Vergleichs mit dem Partner geworfen werden. Dieser findet vor allem im Rahmen der Equitytheorie besondere Beachtung. Relevanz bezüglich der Partnerschaftszufriedenheit kommt dabei insbesondere der dritten Annahme zu, welche ein Gefühl des Unbehagens bei der Wahrnehmung von ungerechten Beziehungen postuliert. Ob also das unausgewogene Verhältnis von eigenen Erträgen und Beiträgen zu denen des Partners die Beziehungszufriedenheit negativ beeinflusst, soll in dieser Arbeit anhand der Auswirkung empfundener Ungerechtigkeit bei der Aufteilung von Erwerbs- und Hausarbeit geprüft werden. Der Fokus liegt somit auf der alltäglichen Kategorie von Erträgen und Beiträgen (vgl. Abschnitt 2.2). Argumentiert man mit der dritten Annahme der Equitytheorie, ergibt sich als konkrete Hypothese:

H4: Empfundene Ungerechtigkeit bezüglich der Aufteilung von Erwerbs- und Hausarbeit wirkt negativ auf die Partnerschaftszufriedenheit.

3 Forschungsstand

Um die abgeleiteten Hypothesen im bestehenden Wissenschaftskontext einzuordnen, soll zunächst ein kurzer Überblick über den jeweiligen Forschungsstand gegeben werden.

Soziale Unterstützung

Empirische Untersuchungen zu sozialer Unterstützung und Beziehungszufriedenheit wurden vor allem im Zuge der psychologischen Forschung Bodenmanns durchgeführt. Im Rahmen des so genannten EISI-Experiments[12] zeigte sich ein deutlicher Zusammenhang zwischen sozialer Unterstützung und der Partnerschaftszufriedenheit. Um das Interaktionsverhalten von Paaren in Problemsituationen des Alltags zu beobachten, wurde eine komplexe, künstliche Stresssituation hergestellt. Dazu hatten die insgesamt 70 Paare unter erschwerten Bedingungen und getrennt vom Partner einen Intelligenztest zu bearbeiten. Um dyadische Abhängigkeit herzustellen, wurden die Versuchspersonen darauf hingewiesen, dass sich die Gesamtleistung aus dem gemeinsamen, aufaddierten „Paar-IQ“ ergibt. Vor der Bearbeitung des Tests wurden die Paare gebeten sich für eine von zwei Testschwierigkeiten zu entscheiden, ein Ziel festzusetzen sowie die Aufgaben aufzuteilen (erste Interaktionsphase unter Normalbedingungen). Nach der Bearbeitung des Tests wurde ein zweiter Testdurchgang angekündigt, zu dem die gleichen Entscheidungen getroffen werden sollten (zweite Interaktionsphase nach Stressinduktion). Die Interaktionsphasen der Paare – und somit sachliche sowie emotionale Unterstützungsleistungen – wurden verdeckt beobachtet; zu Beginn und gegen Ende des Experiments wurden zusätzlich Fragebögen ausgeteilt (Bodenmann 1995: 105 ff., 166). Berechnungen von Gruppenunterschieden zwischen Paaren mit hohen Unterstützungsleistungen gegenüber jenen, die kaum gegenseitige Unterstützung zeigten, ergaben eine signifikant höhere Zufriedenheit für Partnerschaften mit einem hohen Ausmaß an Unterstützungsleistung (ebd: 183). Je höher die beobachtete emotionsbezogene Unterstützung durch den Partner / die Partnerin war, desto höher fiel die eigene Partnerschaftszufriedenheit aus (ebd.: 251). Auch in späteren, ähnlich aufgebauten Untersuchungen konnte Bodenmann mit seiner Forschergruppe wiederholt die insbesondere relevante Bedeutung emotionsbezogener sozialer Unterstützung für die Zufriedenheit mit der Partnerschaft herausstellen (Bodenmann 2000: 192).

Im Anschluss an das Experiment fanden auf gleicher Stichprobenbasis Folgeuntersuchungen statt, die einen Effekt von emotions- und sachbezogener Unterstützung aufdeckten. So beantworteten die Paare im Anschluss an das Experiment über mehrere Wochen einen Fragebogen zu Stresssituationen im Alltag. In der Auswertung ergab sich eine signifikant positive, lineare Korrelation zwischen sozialer Unterstützung und der Beziehungszufriedenheit: Je höher die emotions- und sachbezogene Unterstützung durch den Partner ausfiel, desto höher war die Zufriedenheit mit der Partnerschaft (ebd.: 213). 12 und 24 Monate nach dem EISI-Experiment wurden die Versuchspersonen zusätzlich zur aktuellen Beziehungsqualität befragt (ebd: 224). Die soziale Unterstützung in den Fragebogendaten aus Felduntersuchung und Experiment erwies sich zu beiden Zeitpunkten und somit auch im Längsschnitt als guter Prädiktor für die Partnerschaftszufriedenheit. Sowohl emotions- als auch sachbezogene Unterstützung korrelierten signifikant positiv mit der Beziehungszufriedenheit (ebd: 232, 252).

Konflikte

Unter der Vielzahl von Studien, die sich mit dem Zusammenhang von Konflikthäufigkeit und Partnerschaftszufriedenheit beschäftigen, erscheint zunächst die Untersuchung von Kurdek (1994) erwähnenswert. Die Studie grenzt sich gegenüber den wenigen anderen Untersuchungen, die bereits zu Beginn der 1990er Jahre die Korrelation zwischen Konflikthäufigkeit in spezifischen Konfliktbereichen und der Partnerschaftszufriedenheit überprüften, vor allem durch methodische Gründlichkeit und detaillierte, empirische Überprüfungen ab. Datenbasis bildeten 108 heterosexuelle sowie 75 schwule und 51 lesbische, jeweils kinderlose Paare. So konnte in Abhängigkeit von drei Arten der Partnerschaft die Konfliktfrequenz in unterschiedlichen Konfliktfeldern verglichen werden. Das Hauptaugenmerk galt jedoch der Frage, ob sich die Konflikthäufigkeit in verschiedenen Konfliktfeldern unterschiedlich stark auf die Beziehungszufriedenheit auswirkt. Dazu wurden 20 potentielle Problembereiche[13] zu sechs Konfliktdimensionen – Macht, soziale Angelegenheiten, persönliche Makel, Misstrauen, Intimität und Distanz – zusammengefasst (Kurdek 1994: 926 ff.). Entsprechend den theoretischen Überlegungen der Interdependenztheorie vermutete Kurdek, neben dem allgemein negativen Effekt von Konflikten auf die Beziehungszufriedenheit, vor allem einen starken Einfluss der Konfliktfelder, die in hohem Maße von gegenseitiger Abhängigkeit geprägt sind[14], da Meinungsverschiedenheiten in diesen Bereichen – wie Macht und Intimität – direkt auf den wahrgenommenen Nutzen aus der Beziehung wirken (ebd.: 924). Die empirischen Analysen unterstützen diese Annahmen. Auf der deskriptiven Ebene zeigte sich zunächst, dass Intimität und Macht – unabhängig von der sexuellen Orientierung – die Konfliktfelder mit der höchsten Konflikthäufigkeit sind. Bivariate Analysen ergaben für jedes Konfliktfeld einen negativen Zusammenhang zwischen Konflikthäufigkeit und Beziehungszufriedenheit. In den multivariaten Analysen zeigte sich zusätzlich – wie vermutet – der besonders hohe Einfluss der Konfliktfelder „Macht“ und „Intimität“. So korrelierten häufige Konflikte in diesen Bereichen stark negativ mit der aktuellen Beziehungszufriedenheit. Eine nicht nur momentane sondern längerfristig negative Wirkung – gemessen an der Veränderung der Beziehungszufriedenheit nach einem Jahr – konnte nur für das Konfliktfeld „Macht“ festgestellt werden (ebd.: 932 f.).

Auch in neueren Untersuchungen zeigt sich der negative Effekt von Konflikten auf die Partnerschaftszufriedenheit. Eine Studie von Becker et al. (2005) fasste unterschiedliche Konfliktbereiche zu einem Konfliktindex[15] zusammen, der jeweils die Häufigkeit sowie zusätzlich den subjektiven Belastungsgrad der Konflikte berücksichtigt. Auf Datenbasis von 2041 zufällig ausgewählten Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit, die verheiratet oder unverheiratet in einem gemeinsamen Haushalt leben, zeigte sich ein hoher bivariater Zusammenhang zwischen Konfliktindex und Partnerschaftszufriedenheit. Selbst unter Kontrolle verschiedener Interaktionsstile[16] hatten Konflikte weiterhin einen signifikant negativen, direkten Effekt auf die Partnerschaftszufriedenheit (Becker et al. 2005: 265).

Im Zuge einer umfassenden Studie zu Einflussfaktoren auf den Partnerschaftserfolg konnte Becker (2008) diesen Zusammenhang erneut bestätigen. Auf Grundlage des gleichen Datensatzes zeigte sich auch unter Konstanthaltung verschiedener Kontrollvariablen[17] ein signifikant negativer Einfluss von Konflikten[18] auf die Beziehungszufriedenheit (Becker 2008: 195).

Wie eine relativ aktuelle Studie von Weiß und Wagner (2008) zeigt, bleibt der negative Effekt von Konflikten auch dann bestehen, wenn auf die Erhebung des subjektiven Belastungsgrades verzichtet wird. Die Analyse auf Grundlage der ersten Welle des Mini-Panels von Pairfam bezog sich auf 209 heterosexuelle Paare und prüfte die Auswirkung der Häufigkeit von Konflikten anhand dyadischer Daten. Mit bisherigen Ergebnissen konform ergab sich auf bivariater Ebene ein deutlicher, negativer (linearer) Zusammenhang zwischen der Häufigkeit der Meinungsverschiedenheiten und der Partnerschaftszufriedenheit. Dabei zeigte sich sowohl ein negativer Effekt der eigenen Konfliktwahrnehmung[19] als auch ein negativer Effekt der Konfliktwahrnehmung des Partners auf die Partnerschaftszufriedenheit der Ankerperson (Weiß / Wagner 2008: 204 ff.).

Erwartungen

Zu dem Zusammenhang zwischen Erwartungen und Beziehungszufriedenheit gibt es – nach meinem Wissen – bisher keine Studien.

Gerechtigkeitsempfinden

Eine große Bandbreite an Studien findet sich dagegen zum Effekt der Ausgewogenheit beziehungsweise Gerechtigkeit in Beziehungen. Da die Equitytheorie zu den bekanntesten sozialwissenschaftlichen Theorien zählt und sowohl in der Soziologie als auch in der Psychologie Verwendung findet, kann an dieser Stelle nur ein grober Überblick über einige, ausgewählte Untersuchungen gegeben werden. So befragten bereits Walster et al. 500 weibliche und männliche Studenten, die das Ausmaß und die Qualität ihrer Beiträge und Erträge sowie jene ihrer sexuellen Partnerin beziehungsweise ihres sexuellen Partners abschätzen sollten. Zusätzlich gaben sie an wie zufrieden, glücklich, wütend und schuldig sie sich bezüglich dem Verhältnis der Beiträge und Erträge in ihrer Beziehung fühlen. Entsprechend den Annahmen der Equitytheorie zeigte sich ein positiver Zusammenhang zwischen Ausgewogenheit und angenehmen Gefühlen. Je ausgewogener beziehungsweise gerechter die Beziehung empfunden wurde, desto glücklicher und zufriedener waren die Studenten. Empfundene Unausgewogenheit zum eigenen Nachteil ging mit dem größten Ausmaß an negativen Gefühlen einher: So zeigten die Personen, die das Gefühl hatten in der Beziehung weniger zu bekommen als ihnen eigentlich zustehen würde, das größte Ausmaß an Unzufriedenheit und Wut. Gegenüber allen anderen waren sie am unglücklichsten. Personen, die dagegen deutliche Unausgewogenheit zum eigenen Vorteil empfanden und somit weitaus mehr profitierten, als ihnen ihrer Meinung nach zustand, zeigten die größten Schuldgefühle. Sie waren – entsprechend den Annahmen der Equitytheorie – unglücklicher und unzufriedener als Personen in ausgeglichenen Beziehungen und nur geringfügig zufriedener und glücklicher als diejenigen, die Unausgewogenheit zum eigenen Nachteil wahrnahmen (Walster et al. 1978: 178 f.).

Weitere Studien zur Messung von Equity unterscheiden sich vor allem darin, ob die Ausgewogenheit global – also zusammenfassend – oder über summierte Einzelindikatoren aus unterschiedlichen Beziehungsbereichen erfasst wird[20]. Unabhängig von der Operationalisierung der „Equity“ deuten existierende Untersuchungen mit Partnerschaftszufriedenheit als abhängiger Variable mehrheitlich auf eine Bestätigung equitytheoretischer Annahmen hin (Utne et al. 1984, Cate et al. 1988, Buunk / Mutsaers 1999).

Da es sich bei dem Großteil der Equity-Studien um Querschnittsuntersuchungen handelt und diese somit keine Aussagen über die Kausalität der Beziehung zwischen Gerechtigkeitsempfinden und Zufriedenheit ermöglichen, ist vor allem die Studie von Van Yperen und Buunk (1990) hervorzuheben. Die Analysen basieren auf einer Stichprobe von 736 verheirateten und unverheirateten Personen, die mit Partner/in zusammenlebten. Auf Querschnittsebene berücksichtigte die Studie – anders als später Blair (1998) sowie Frisco und Williams (2003) – auch Ungerechtigkeit zu Lasten des Partners und konnte die Annahmen der Equitytheorie bestätigen: Personen, die ihre Beziehung als ausgewogen empfanden, wiesen die höchste Beziehungszufriedenheit auf und diejenigen, die Ungerechtigkeit zum eigenen Vorteil wahrnahmen, waren glücklicher mit ihrer Partnerschaft als diejenigen, die Ungerechtigkeit zum eigenen Nachteil erlebten. Zentral sind jedoch vor allem die Ergebnisse auf Längsschnittsebene: Die von Frauen wahrgenommene Ungerechtigkeit erscheint ein Jahr später als ein besserer Prädiktor für die Beziehungszufriedenheit als umgekehrt. Dies unterstützt die Annahme, dass Ungerechtigkeit die Ursache für Beziehungsunzufriedenheit darstellt[21] (Van Yperen / Buunk 1990: 297 f.).

Unter der Vielzahl an Untersuchungen erscheint außerdem die Studie von Michaels et al. (1984) erwähnenswert, da diese zusätzlich zum Ausmaß empfundener Unausgewogenheit („inequity“) auch das Ausmaß empfundener Ungleichheit („inequality“), das Belohnungsniveau der Beziehung („outcome level“) und das erwartete Belohnungsniveau („outcomes relative to comparison level“) als weitere Austauschvariablen berücksichtigt. Zwar zeigten alle Austauschvariablen signifikante Effekte auf die Partnerschaftszufriedenheit; die Erklärungskraft von empfundener Unausgewogenheit und Ungleichheit war jedoch verhältnismäßig gering. Das Belohnungsniveau stellte sich als bester Prädiktor für die Beziehungszufriedenheit heraus und auch das erwartete Belohnungsniveau zeigte deutlich stärkere Effekte auf die Beziehungszufriedenheit als empfundene Unausgewogenheit und Ungleichheit. Das Zufriedenheitsempfinden wurde somit maßgeblich durch die Belohnungshöhe beeinflusst, während Ausgewogenheit und Gleichheit der Beiträge und Erträge zusätzlich eine Rolle spielten (Michaels et al. 1984: 352 ff.). Da die Stichprobe 273 freiwillige Studenten aus Soziologiekursen umfasst, ist die Repräsentativität der Studie jedoch relativ mangelhaft.

Richtet man den Blick auf den für diese Arbeit insbesondere relevanten Bereich der Haus- und Erwerbsarbeit, zeigt sich empirisch zunächst – unabhängig von Auftraggebern und Forschungsinteressen – mehrheitlich eine starke Ungleichverteilung der Hausarbeiten zu Lasten der Frauen; trotz zunehmender Erwerbstätigkeit (Beck-Gernsheim 1992: 273). So konnte auch eine Studie von Kirchler und Venus (2000) auf der Datenbasis von 109 unverheirateten und zusammenlebenden Doppelverdiener-Paaren zeigen, dass Frauen im Schnitt zwar wöchentlich sechs Stunden weniger Berufsarbeit, jedoch elf Stunden mehr Hausarbeit leisten als Männer[22]. Zwar waren Frauen mit der Aufteilung der Hausarbeit weniger zufrieden, empfanden diese jedoch trotz der signifikanten Unterschiede gleichermaßen wie Männer eher gerecht.

Auch in einer Studie von Blair (1998: 322 ff.) wiesen Frauen eine geringere Berufs- und höhere Hausarbeitszeit auf als Männer; die Aufteilung der Hausarbeit wurde von Frauen jedoch häufiger als ungerecht empfunden als von Männern. Auf der Basis einer Stichprobe von 2057 Doppelverdiener-Ehepaaren aus dem „ 1993 National Survey of Families and Households“ zeigte sich ein signifikanter, positiver Zusammenhang zwischen empfundener Gerechtigkeit bezüglich der Hausarbeitsaufteilung und der Partnerschaftszufriedenheit. Sowohl Frauen als auch Männer waren zufriedener, wenn die Verteilung der Hausarbeit als gerecht empfunden wurde beziehungsweise unzufriedener, wenn sie Ungerechtigkeit zum eigenen Nachteil wahrnahmen[23] (Blair 1998: 329 ff.).

Eine aktuellere Studie von Frisco und Williams (2003) konnte ebenfalls zeigen, dass sich empfundene Ungerechtigkeit zu eigenen Lasten sowohl bei Frauen als auch Männern negativ auf die Beziehungszufriedenheit auswirkt. Datenbasis bildete eine repräsentative Stichprobe[24] mit 779 Personen, die in einer Doppelverdiener-Ehe lebten. Auch unter Konstanthaltung mehrerer Kontrollvariablen zeigte sich, dass Frauen und Männer, die der Meinung waren, sie würden mehr als ihren gerechten Anteil der Hausarbeit erledigen, eine geringere Beziehungszufriedenheit aufwiesen als diejenigen, welche die Verteilung der Hausarbeit als gerecht empfanden (Frisco / Williams 2003: 59 f.).

[...]


[1] In der Literatur und im Folgenden werden die Begriffe Nutzen und Belohnung synonym verwendet.

[2] Foa und Foa stellen mit ihrer Ressourcentheorie inhaltliche Regeln für den Austausch von Gütern auf, die sich damit beschäftigen, dass nicht alle Ressourcen gegeneinander tauschbar sind und eine falsche Gegengabe die Beziehung gefährden kann. Sie teilen Ressourcen in die Klassen „love, status, information, money, goods“ und „services“ ein und treffen Aussagen über die Akzeptanz und Häufigkeit des Austausches (Hill / Kopp 2004: 105 ff.). Da die Ressourcentheorie jedoch nicht zu den allgemein handlungstheoretisch orientierten Austauschtheorien zählt, wird im Rahmen dieser Arbeit auf die Darstellung verzichtet.

[3] beziehungsweise die Attraktivität der Beziehung

[4] Welches analog zu Thibaut und Kelley durch die Qualität früherer Beziehungen und den Vergleich mit den Beziehungen von anderen Personen bestimmt wird.

[5] Diese entsprechen dem Vergleichsniveau für Alternativen von Thibaut und Kelley.

[6] Im Sinne von relativem Nettonutzen

[7] Im Sinne von Beitrag

[8] In der Equity-Formel von Walster et al. entspricht der relative Nettogewinn somit dem Quotienten aus Nettogewinn und eingebrachten Beiträgen. Ausgewogenheit beziehungsweise Gerechtigkeit besteht dann, wenn die Quotienten der an der Beziehung beteiligten Personen den gleichen Wert annehmen – und somit jeder den gleichen relativen Gewinn macht (Walster et al. 1978: 10 ff.).

[9] welches sich auf die Überlegungen von Thibaut und Kelley stützt

[10] Auf die umfassenden Stress- und Copingansätze wird an dieser Stelle nicht eingegangen, da lediglich ausgewählte theoretische Aspekte zur Veranschaulichung der Operationalisierung austauschtheoretischer Konstrukte dienen sollen.

[11] Die Auffassung von Konflikten als Kosten der Beziehung zeigt sich desweiteren in mehreren Studien (Rusbult 1980: 181; 1983: 105, Duffy / Rusbult 1986: 17, Kurdek 1994: 923-924).

[12] Experimentell Induzierter Stress in dyadischen Interaktionen (Bodenmann 1995: 103)

[13] mit Hilfe einer Faktorenanalyse

[14] In denen also der Nutzen des einen Partners stark vom Verhalten des anderen Partners kontrolliert wird

[15] Der Konfliktindex entspricht dem Quotienten aus der Summe des Produktes der Häufigkeit und des Belastungsgrades der jeweiligen Konflikte und der Anzahl der Konfliktbereiche (Becker et al. 2005: 257).

[16] Offenheit, Intimität und Vertrauen

[17] Wie Geschlecht, Geburtskohorte und Beziehungstyp (Becker 2008: 195).

[18] Erneut wurden sowohl Häufigkeit als auch subjektive Belastung durch Konflikte berücksichtigt (Becker 2008: 355).

[19] Dass die Zufriedenheit einer Partnerschaft mit steigendem Konfliktniveau abnimmt, zeigte sich ebenfalls auf Grundlage der Daten der Kölner Paaruntersuchung (Weiß / Wagner 2008: 217).

[20] Desweiteren können die Untersuchungen danach differenziert werden, ob Einzeleinschätzungen bezüglich der Beiträge und Erträge für Ankerperson und Partner oder gleich direkt Differenzeinschätzungen abgefragt werden. Einzeleinschätzungen werden meist in Formeln verrechnet um einen Ausgewogenheitsindex zu bestimmen, während bei Differenzeinschätzungen (welche auf der Annahme beruhen, dass die Ergebnisse des einen Partners aus den Beiträgen des anderen Partners resultieren) direkt ein Messwert für jede Person entsteht (Grau / Bierhoff 2003: 322 ff.).

[21] – und nicht umgekehrt empfundene Unzufriedenheit der Auslöser für empfundene Ungerechtigkeit ist.

[22] Die summierte wöchentliche Arbeitszeit für Berufs- und Hausarbeit liegt also für Frauen im Durchschnitt wöchentlich fünf Stunden höher als für Männer.

[23] Relativierend sei jedoch darauf hingewiesen, dass bei der Operationalisierung des Gerechtigkeitsempfindens nicht zwischen gerechter Aufteilung und ungerechter Aufteilung zu Lasten des Partner differenziert wurde (ebd.: 321). Da in der Auswertung beide Kategorien zusammengefasst und lediglich von der ungerechten Aufteilung zu Lasten der Ankerperson abgegrenzt werden, bezieht sich die Ungerechtigkeit ausschließlich auf die Situation der Ankerperson. Streng genommen lässt sich somit nur der negative Effekt der nachteiligen Ungerechtigkeit für die Ankerperson und nicht der positive Effekt der gerechten Aufteilung bestätigen, da diese zusammen mit der für den Partner ungerechten Aufteilung eine gemeinsame Referenzkategorie bildet.

[24] Repräsentativ für die US-Bevölkerung. Es handelte sich um eine Unterstichprobe des Datensatzes „Marital Instability Over the Life Course: A Three Wave Panel Study 1980-1988“ (Frisco/Williams 2003: 55).

Details

Seiten
57
Erscheinungsform
Erstausgabe
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783863419868
Dateigröße
3.5 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v296884
Institution / Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München
Note
1
Schlagworte
Partnerschaftszufriedenheit soziale Unterstützung Partnerschaftskonflikt Bodenmann Hausarbeit

Autor

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Titel: Einflussfaktoren auf die Beziehungszufriedenheit auf Basis von Austausch- und Equitytheorie: Eine quantitative Analyse mit dem pairfam-Datensatz