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Das ewige Scheitern: Jugendfernsehen in Deutschland

Bachelorarbeit 2008 61 Seiten

Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen

Leseprobe

3.1 Jugendprogramme im Überblick

3.1.1 Die Ruhe vor dem Sturm

Als am 25. Dezember 1952 der Nordwestdeutsche Rundfunk (NWDR) nach einer zweijährigen Testphase den Programmbetrieb aufnimmt, kann man darunter kaum ein Angebot für Jugendliche finden, das seine Zielgruppe als ein mündiges und ernstzunehmendes Publikum versteht. Im Gegenteil: Jugendliche werden in der BRD als unreife und schutzbedürftige Wesen gesehen, die eines erzieherischen Leitfadens bedürfen.[1] Diese christlich geprägte Auffassung entsteht um die Jahrhundertwende. Ihrer Ansicht nach sind junge Menschen zwischen dem Schulende und der Gründung eines eigenen Haushaltes vielen Versuchungen ausgesetzt. Vor ihnen gilt es zu warnen und zu beschützen. Ähnliche Sichtweisen auf diese Gruppe finden sich auch in den entwicklungspsychologischen Ansätzen Bühlers und Sprangers. Um Jugendlichen den Einstieg in die Welt der Erwachsenen zu erleichtern, soll ihrer Ansicht nach eine Art ´Moratorium` geschaffen werden, in dem sich Jugendliche auf die Erwachsenenwelt vorbereiten können. Diesen Schonraum wollen auch die Programmmacher der 50er und 60er Jahre für sein junges Publikum kreieren. Das Fernsehen sieht sich neben Eltern und Schule als eine erziehende Instanz. Gesellschaftliche Werte und Normen, die hier vermittelt werden, stehen außer Frage. Bildung und Erziehung der jungen Gruppe schaffen den Grundanspruch aller Sendungen. Dagegen spielen Konflikte im Gemeinschaftsleben der Familie, Freunde oder Schule im Jugendprogramm keine weitere Rolle. Um eine gesunde Entwicklung nicht zu gefährden, wird sogar weitestgehend auf kritische Themen verzichtet.

Eine Sendung, in der das wunderbar funktioniert, ist die „Jugendstunde“, die von der Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland (ARD) ab dem 20. Februar 1954 als das erste speziell für Jugendliche produzierte Format, ausgestrahlt wird. Das Konzept der 30minütigen ´Stunde` sieht hauptsächlich schulische und bildungsorientierte Inhalte vor. Weitere Bestandteile bilden Ratespiele und Turnübungen. Die Nachmittagsreihe läuft an wechselnden Wochentagen. Unterschiedliche Zeitangaben in der Sekundärliteratur machen die Bestimmung eines festen Sendeplatzes der „Jugendstunde“ unmöglich. Die erste Jugendsendung der ARD wird knapp 18 Jahre ausgestrahlt, doch bereits in ihren Anfängen dient der Sendetitel nur noch als Obertitel für andere Jugendangebote und verschwindet irgendwann ganz.[2] Der Erfolg bleibt also aus. Weitere Quiz-, Bastel- und Bildungssendungen mit pädagogischen Schwerpunkten bestimmen die BRD-Programm­landschaft dieser Zeit. Einige davon sind „Sport-Spiel-Spannung“ und „Die 6 Siebeng´Scheiten“. Doch auch sie werden vom jungen Publikum kaum beachtet, woraufhin das Geld für eigene Produktionen von Jugendsendungen eingespart wird.[3] In der zweiten Hälfte der 50er Jahre greift man lieber auf Fiktionales zurück. Erfolgreiche amerikanische Tier- und Abenteuerserien wie „Lassie“, „Fury“ und „Flipper“ werden von deutschen Jugendlichen begeistert aufgenommen. Auch das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) setzt anfangs auf diese beliebten Formate.

Als der Sender am 01. April 1963 seinen Betrieb in Mainz aufnimmt, kann in den ersten drei Jahren von Jugendsendungen nicht die Rede sein. Erst 1967 entsteht in der Hauptredaktion „Kultur“ die untergeordnete Redaktion „Kinder und Jugend und Sendungen für Gastarbeiter“. Doch anstatt Jugendsendungen zu produzieren, werden bis zum Ende der 60er Jahre Kinder und Jugendliche gemeinsam, ohne eine scharfe programmliche Trennung, betreut.

Dagegen sieht es in der Fernsehlandschaft des Ostens ganz anders aus. In der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) stehen Jugendliche immer im Mittelpunkt staatlichen Interesses, was sich besonders auf die Medien auswirkt.[4] Denn in der DDR dienen die Massenmedien dem Staat. Ihre Aufgabe ist es die politische, philosophische und ökonomische Lehre der sozialistischen Ideologie zu verbreiten und in den Köpfen der jungen Menschen zu festigen. In der marxistisch-leninistischen Pädagogik der DDR werden Jugendliche als ´Träger der Zukunft` gesehen und sollen deswegen in den Prozess des Sozialismusaufbaus eingebunden werden. Dabei ist der geistig und körperlich vollkommene Mensch das höchste Ziel dieser Erziehung, zu erreichen durch kollektive Arbeit und Liebe zum sozialistischen Staat.[5] „Es geht darum, das Denken und Fühlen unserer Jugend vollständig mit sozialistischem Geist, mit sozialistischen Wertvorstellungen zu erfüllen, sie bis in die tiefsten Schichten gegen das Gift der menschenfeindlichen imperialistischen Ideologien und Unmoral zu wappnen.“[6] Diese Aufgaben sollen neben den Eltern und der Schule besonders die Medien übernehmen.

Im Versuchsprogramm des Fernsehzentrums Berlin-Adlershof starten 1953 die Jugendsendungen „Junge Erbauer des Sozialismus“ und „Junge Pioniere lieben ihre Heimat“. Sie berichten vom Lebensalltag der Pioniere, Studenten und Lehrlinge. Bereits ein Jahr später entsteht in der Abteilung für Jugend und Erziehung die Redaktion „Kinder- und Jugendfernsehen“. Nach dem Ende des offiziellen Versuchsprogramms beginnt der Deutsche Fernsehfunk (DFF), als das staatliche Fernsehen der DDR, am 3. Januar 1956 sein Programm. Mit neuen Jugendsendungen, wie „Eine halbe Stunde nachsitzen“, versucht der DFF weiterhin die Jugendlichen zum Erreichen staatlicher Ziele zu motivieren. Zusätzlich sehen die Autoren Krüger und Pfeil-Schneider in der inhaltlichen Ausrichtung des DDR-Jugendfernsehens eine Abwehr gegen Einflüsse des Westens.[7] Doch alle Abwehr ist nutzlos, denn die technische Entwicklung ermöglicht immer mehr Zuschauern das Westfernsehen zu empfangen. Nachdem sich dadurch sogar in der zweiten Hälfte der 50er Jahre die westliche Tanz- und Unterhaltungsmusikkultur in der DDR durchsetzt, reagiert die Redaktion für Kinder- und Jugendfernsehen mit der Sendung „Junge Talente“. Ab dem 13. Juni 1957 sollen junge und begabte Laienmusiker aus einem Musikangebot von Folklore, Schlager und populärer Musik das kulturelle Leben bereichern. Es folgen ähnliche Formate, wie die langlebige Reihe „Herzklopfen kostenlos“, „Tip-Parade“ und das „AMIGA-Cocktail“ ab 1959. Ein Jahr später versucht sich der Deutsche Fernsehfunk an den zwei Jugendmagazinen „Sendung ohne Titel“ und „Palette“. Hier werden unterschiedliche Zielgruppenthemen in einer unterhaltenden Art und Weise aufbereitet. Doch schon bald gibt es Versuche eine thematisch striktere Linie auszubauen. Man will sich stärker auf einzelne Themen konzentrieren, um damit einen programmlichen Schwerpunkt setzen. Das gelingt nicht wie erwartet, woraufhin die Sendereihen abgesetzt werden.[8] 1961 bis 1962 entstehen Bildungssendungen wie „Das internationale Jugendmagazin“ und „Aus der Schule geplaudert“, wobei die erste bereits ein halbes Jahr später abgesetzt wird.

Nach dem Mauerbau 1961 werden, zur Motivation der jungen DDR-Bevölkerung, neue Formate konzipiert. Als Quelle interessanter Jugendgeschichten dient nun der Alltag, woraufhin im Herbst 1963 die Sendung „Junge Optik“ beginnt. Wie der Name bereits verrät, möchte sie im sozialistischen Sinne einen „frischen Wind in die einschlägigen Sendungen“[9] bringen. Themen wie Mode, Technik, Schlager, Humor, Politik und Stars bieten eine breite Palette. Eine vielleicht zu breite, denn es fehlt ein klar herausgearbeitetes Profil.

Wie groß das Interesse des jungen Publikums an den für sie konzipierten Formaten ist, kann leider nicht ermittelt werden, denn die Einschaltquoten aller Sendungen gehören „bis zum Ende der DDR zu den bestgehüteten Geheimnissen des DDR-Fernsehens“[10]. Nicht so in der Bundesrepublik Deutschland: Neben der Ermittlung von Zuschauerzahlen werden bereits in den ersten Jahren des Jugendfernsehens zahlreiche Untersuchungen zum Medienverhalten der Jugendlichen durchgeführt. So befasst sich z.B. die Shell-Jugendstudie von 1966 ausführlich mit der Bedeutung des Fernsehens für Jugendliche von 14 bis 21 Jahren. Die ersten Daten zeigen, dass 85 % der jungen Menschen zumindest einmal pro Woche vor dem TV sitzen. Acht Prozent schauen täglich Fern.[11] Auch wird früh ermittelt, wie Jugendsendungen bei ihrer Zielgruppe ankommen. Dazu zeigt die Maletzkes Studie von 1959, dass 73 % der befragten 15- bis 20Jährigen in der BRD kaum das explizit für sie produzierte Programm sehen.[12] Sie empfinden besonders das Nachmittagsangebot als bedeutungslos. Inhaltliche Gründe werden leider nicht erfragt.

Zusammenfassend kann man also sagen, dass die Jugend in der DDR als eine starke Gruppe gesehen wird, die sich als ´Träger der Zukunft` begreifen und den Staat beim Erreichen seiner Ziele unterstützen soll. Dagegen sieht man die jungen Zuschauer der BRD in den 50er und 60er Jahren als eine Gruppe schutzbedürftiger und zu belehrender Familienmitglieder, die in der Gesellschaft nicht für vollwertig empfunden werden. Doch beide Republiken haben eines gemeinsam: Sowohl in der DDR als auch in der BRD nimmt das Fernsehen eine autoritäre Position gegenüber den Jugendlichen ein. Man benutzt es dazu, Einstellungen und Überzeugungen der Erwachsenen bzw. des Staates an das junge Publikum heran zu tragen. Dadurch orientiert sich das Jugendprogramm eher an deren Wünschen und Interessen als an denen der Zielgruppe. Die eigentlichen Bedürfnisse der jungen Menschen werden völlig übersehen oder mit Absicht übergangen. Vielleicht will man auch glauben, dass die Jugend tatsächlich gleiche Wünsche und Ziele der Erwachsenen, mithilfe eines solchen Programms, entwickelt.

Wenn man die ersten Jugendsendungen der BRD untersucht, fällt auf, dass man inhaltlich besonders älteren Jugendlichen keine Beachtung schenkt. Einfacher scheint es Kinder und Schüler anzusprechen, was ihr voller Programmplan bestätigt. Da ist die DDR mit ihrem weit umfassenderen TV-Angebot (s. u.) durchaus bestrebter ältere Jugendliche zu erreichen. Doch trotzdem überwiegen Sendungen für Jüngere. Das änderte sich mit der Schüler- und Studentenbewegung 1968.

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3.1.2 Die Experimentierphase

Ende der 60er Jahre kommt es in der BRD durch diverse globale Ereignisse, wie dem Vietnamkrieg, Prager Frühling, Pariser Mai, Aufstand in Ungarn, der Ermordung von Martin Luther King usw., vermehr zu Jugend- und Studentenunruhen. Man protestiert gegen herrschende Normen in sozialen, kulturellen und politischen Bereichen. Gesamtgesellschaftliche und institutionelle Re­formziele stehen im Vordergrund.[13] Jugendliche wollen mehr Mitbestimmung und Chancengleichheit. Auch die Menschen in der DDR nehmen sehr wohl wahr, was auf der anderen Seite der Mauer passiert. Doch zu Protesten kommt es nicht. Zu groß ist die Angst vor dem Staatsapparat.

Die 68er Bewegung löst besonders in der Fernsehlandschaft der BRD eine Programmreform aus. Das junge Publikum will eine ernsthafte Auseinandersetzung mit ihren Problemen. Es sieht sich als kritisch und selbstbewusst und fordert ein TV-Angebot, das dieses neue Verständnis berücksichtigt. Damit ergeben sich den Redakteuren sowohl inhaltlich thematische als auch gestalterische Entfaltungsmöglichkeiten. Mit Hilfe technischer Neuerungen steigt die Kreativität in der formalen und bildlichen Umsetzung des Programms. Menschen über 14 Jahre werden verstärkt angesprochen. Der ´Schonraum` wird aufgelöst. Die neuen Programm­konzepte legen ihre Schwerpunkte auf politische Bildung und Aufklärung. Diese sollen möglichst antiautoritär an das Publikum herangetragen werden.

Noch im Jahr 1968 entsteht die erste kritische Jugendsendung „Baff“, die im Abendprogramm des Westdeutschen Rundfunks (WDR) ausgestrahlt wird. Schon der Titel verspricht Veränderungen. Demnach soll der Inhalt überraschen, aufklären oder besser gesagt, den Zuschauer „baffen“. Auch die formale Gestaltung ist neu. Schnelle Schnitte, harte Kontraste und neue Montagetechniken sollen alte Sehgewohnheiten ´durchbrechen`. Das Format versucht Unter­haltung und Information sowie Inhalt und Form zu verknüpfen. Laut dem „Baff“-Redakteur Hans Gerd Wiegand soll die Jugendsendung zur kritischen Auseinandersetzung mit gesellschaftlich und politisch relevanten Themen anregen und zur Bildung eines kritischen Bewusstseins beitragen.[14] Das Konzept der Sendung hat ein emanzipiertes Verständnis von seiner Zielgruppe. Es hinterfragt die Jugendvorstellungen der 50er und 60er Jahre und gibt Denkanstöße. Das bleibt nicht ohne Konsequenzen, denn Stimmen aus der Öffentlichkeit und der ehemaligen Redaktion der ´braven` „Jugendstunde“ äußern sich gegen „Baff“ und erreichen damit eine Sendeplatzänderung. Die Jugendsendung wird aus dem Montagabend-Programm in das Nachmittagsprogramm verdammt. Die anhaltenden Reaktionen sowie der neue Sendeplatz führen zu einer Einstellung von „Baff“ im Herbst 1971.[15] Ähnlich konzipierte TV-Angebote wie „Zoom“, „Bildstörung“ und „IN“ erleiden bei der ARD das gleiche Schicksal.

Bald lernt auch das Zweite Deutsche Fernsehen die Nachteile des kritischen Jugendprogramms kennen. Seit 1971 wird das Jugendmagazin „Direkt“ von den Redakteuren Peter Rüchel und Helmut Greulich produziert. Ähnlich wie bei „Baff“ verrät der Titel auch hier das Ziel der neuen Jugendsendung. „Direkt“ will seine Themen und Inhalte ohne Umwege, also „direkt“ an den Zuschauer herantragen. Es soll nichts verborgen oder versteckt werden. Erstmalig integriert ein Konzept sein Zielpublikum, was aus jungen Arbeitnehmern und Lehrlingen im Alter von 15 bis 25 Jahren besteht, in die Programmgestaltung. Mit Hilfe von Kameramännern und Redakteuren werden Themen wie Zukunftsängste, Berufsaussichten und Loslösungsprozesse in einem „Gruppenfilm“ umgesetzt und die Beiträge von den beteiligten Jugendlichen kommentiert. Damit soll beim Publikum eine starke Authentizität erzeugt werden. Doch die Umsetzung von „Direkt“ ist nicht so einfach wie anfangs vermutet. Schon bei der Pilotsendung ergeben sich hausinterne Probleme. Zuerst wird der Programmbeginn vom Intendanten Karl Holzammer verschoben, der Inhalt vom damaligen Programmdirektor Viehöfer sowie anderen ZDF-Redakteuren heftig kritisiert.[16] Und so grenzt es fast an ein ´Fernsehwunder`, als das monatlich ausgestrahlte Magazin am 3. Juli 1971 zum ersten Mal auf Sendung geht. Neue Widerstände werden entfacht. Eine differenzierte Präsentation der einzelnen „Direkt“-Themen wird vermisst. Diese soll mehrseitige Sichtweisen schaffen und eine Meinungsbeeinflussung verhindern. Also steht das Konzept der subjektiven und einseitigen Darstellung und Äußerung durch Jugendliche, bei Angehörigen des Fernsehrats, im Mittelpunkt der Kritik. Dagegen trifft genau das bei den Zuschauern auf großes Interesse. Die neue Sendung verschafft ihnen Gehör und kommt ihrem Engagement in Politik und Gesellschaft entgegen. Auch in der Öffentlichkeit wird diese Darstellungsform anerkannt, was die Auszeichnung mit dem Medien- und Fernsehpreis „Bambi“ (1979) bestätigt.[17]

Zur „Belohnung“ findet in der „Direkt“-Redaktion der erste personale Wechsel statt. Doch auch damit ist die Diskussion um das Magazin nicht beendet. Im Oktober 1974 bildet ein „Direkt“-Beitrag mit dem Titel: „Wessen Recht schützt der Tendenzschutz-Paragraph?“ den Höhepunkt des Streits. Die CSU sowie der ZDF-Fernsehratsvorsitzende Friedrich Zimmermann (CSU) beschweren sich schriftlich über die starke Linkslastigkeit der Ausgabe und fordern eine neue Besetzung der gesamten Redaktion, die unmittelbar durchgeführt wird. „Ebenso soll nun durch Restriktionen in der Stoffzulassung, durch Mittelbeschneidung und der Forderung nach Änderung der konzeptionellen Grundform der Unausgewogenheit ein Riegel vorgeschoben werden.“[18] Ein erhöhter Anteil an Autorenfilmen muss „Direkt“ nun zur Ausgewogenheit verhelfen. Doch auch diese Veränderungen stellen das ZDF nicht zufrieden, denn bereits drei Jahre später folgt ein dritter personeller Wandel. So dass am 01. Januar 1978 das Jugendmagazin mit einer komplett neuen Redaktion, Konzeption und einem besseren Sendeplatz, Mittwoch 19:30 bis 20:15 Uhr, auf Sendung geht. Das Aufgreifen von Konflikten und Handlungsmöglichkeiten der jungen Menschen steht jetzt weit im Hintergrund. Im Stil des Jugendfernsehens der 50er und 60er Jahre wird ein glückliches Miteinander zwischen Jugendlichen, Eltern, Lehrer, Pfarrern und der restlichen Gesellschaft präsentiert.[19] Die neuen Themen des Jugendmagazins sind auch nicht mehr so stark auf die Arbeitswelt bezogen. Dadurch versprechen sich die verantwortlichen Redakteure eine größere Gruppe von Jugendlichen zu erreichen. Doch das Gegenteil tritt ein: „Die Strategie des ZDF die Sendung über eine größere Bandbreite der Themen zu entschärfen, führt vom ursprünglichen Profil der Sendung weg.“[20] Zusätzlich lassen modernisierte visuelle Umsetzungen in anderen Produktionen „Direkt“ plötzlich antik erscheinen. Seine formale Gestaltung hat sich seit dem Beginn nicht viel verändert, während auf der Seite der Zuschauer ein Generationswechsel stattfand. Das Fernsehen ist zur Selbstverständlichkeit geworden, das Programmangebot stark angewachsen. „Hinzu kommt, daß sich in der Entwicklung fernsehmedialer Produkte bestimmte Standards sowohl auf der Ebene der Bildgestaltung, der Schnitt- und Montagetechniken als auch auf formal-präsentatorischer Ebene etablieren, die für den Fernsehzuschauer zur erwartbaren ´Normalität` werden.“[21] Eine Reduktion auf das Inhaltliche reicht den Jugendlichen nicht mehr. Deshalb folgt 1987 aufgrund schlechter Einschaltquoten die Einstellung des ehemals kritischen Jugendmagazins.

Wie man bereits an dieser Sendung erkennt, geht im Verlauf der 70er und 80er Jahre die Ent­wicklung dahin, dass neue Formate vermehrt vom unterschiedlichen Bildungs- und Sozialstatus der jungen Menschen ausgehen. Statt Jugendliche im Allgemeinen an zu sprechen, wird nun auf Schüler, Auszubildende, junge Arbeitnehmer und Studenten separat eingegangen. Diese Differenzierung wirkt sich 1971 auch auf die Programmplanung der öffentlich-rechtlichen Kanäle aus. So widmet die ARD einen Sendetermin am Freitagabend den Schülern und am Sonntagmorgen versuchen sie schwerpunktmäßig berufstätige Jugendliche zu erreichen. Auch das ZDF sendet am Freitagnachmittag ein Programm für jüngere und am frühen Samstagabend für ältere Jugendliche.[22] Die Sender erhoffen sich von der Erneuerung das Publikum gezielter anzusprechen. Parallel dazu findet in dieser Zeit auch eine andere Entwicklung statt. Laut Mattusch setzen 1971 die Phase nicht koordinierter Experimente und der Beginn zunehmender Sendezeitkürzungen ein. Die Sendezeit von ARD-Jugend­programmen reduziert sich von 1969 mit 180 auf 145 Minuten pro Woche im Jahre 1970. Im April 1972 wird der Tiefstand von 75 Minuten erreicht.[23]

Besonders die ARD ist in den 70`ern um neue Jugendformate bemüht. Im Schüler-Programmblock am Freitagabend werden Sendungen, wie „Szene“, „Teletechnikum“, „Joker“ und „Teamwörk“ platziert. Dabei lassen sie sich auf zwei grundlegende Konzeptionen zurückführen. Um größere Identifikationsanreize für die Zielgruppe zu schaffen, versuchen „Joker“ und „Szene“ das junge Publikum als Darsteller zu beteiligen. Planerisch und konzeptionell wird auf ihre Teilnahme verzichtet. Dagegen versuchen Sendungen, wie „Teletechnikum“ und „Teamwörk“ die jungen Menschen gerade bei der Gestaltung, Themenauswahl und anschließender Realisierung mit einzubeziehen.[24] Dabei avanciert besonders „Teletechnikum“ zum Erfolg. Ein Format, was sich überwiegend mit naturwissenschaftlichen Themen beschäftigt, beweist, dass Jugendliche sich nicht nur mit politischen Fragen und kritischen Ansichten auseinandersetzen wollen, wie es die verantwortlichen Redakteure um 1968 geglaubt haben. Im Gegenteil: Aus der ZDF-Studie „Jugend und Fernsehen“ von 1977 geht hervor, dass die von Jugendlichen am häufigsten gesehene Programme Unterhaltungssendungen sind, die zum größten Teil in den Abendstunden rezipiert werden.[25] Dazu gehören z.B. Hit-Paraden, Krimis, Western und Quizsendungen. Politische und kulturelle Programme stehen vor den informierenden Jugendprogrammen am Ende der Aufzählung.

Die Sender der ARD nehmen diese Ergebnisse zur Kenntnis und versuchen, seit dem Erfolg von „Teletechnikum“ vermehrt auf Unterhaltung zu setzen. Ab 1978 wird der Freitagnachmittagstermin durch die Produktion der vierwöchentlichen Sendung „Alles klar?!“ bereichert. In der Talkshow diskutieren Jugendliche sowie Erwachsene aus unterschiedlichen Schichten über Themen, wie Sexualität, Liebe, Umwelt, Religion usw. Dabei liegen die Besonderheiten in der Live-Ausstrahlung und der redaktionellen Beteiligung der jungen Menschen. „Alles klar?!“ wird bis 1983 mit mäßiger Anerkennung ausgestrahlt.

Jugendprogramme, die auf dem 30minütigen Sendeplatz am Sonntagmorgen liegen, scheitern. Magazine wie „Elf ½“, „Extra“ und die „Info-Show“ leiden unter dem Druck, in der kurzen Zeit ein zufrieden stellendes Themenangebot aufzubereiten. Außerdem wechseln sich die drei Programme ab, so dass den Jugendlichen jeden Sonntag andere Konzepte und Themengebiete er­warten. Auch als 1976 dieser Sendeplatz wieder auf 45 Minuten verlängert wird, lässt sich Kon­tinuität nicht herstellen. „Die vorwiegend thematisch in sich abgeschlossenen Sendungen können dem Jugendtermin am Sonntagmorgen unabhängig von der Qualität der einzelnen Sendungen kein einheitliches Profil geben und wecken eher Assoziationen an einen ´Sendungsflohmarkt`.“[26]

Beim Untersuchen des damaligen Jugendfernsehens lässt sich feststellen, dass die Programmbezeichnung ´Jugendsendung` immer seltener auftaucht. Vielmehr ist jetzt, wie schon bei „Baff“ und „Direkt“, vom ´Jugend- bzw. Schülermagazin` die Rede. Ein Trend zum Magazin war bei den bundesdeutschen Rundfunkanstalten bereits in den frühen 60er Jahren zu erkennen. Das Format gilt als eine gute Finanzierungs- und Programmidee. „Die ersten Fernsehmagazine wie Panorama, die Vorläufersendungen Reporter der Windrose und Zu Gast bei unseren britischen Nachbarn sowie Report (vormals Anno) orientierten sich noch stark an anglo-amerikanischen Vorbildern und erfolgreichen Printmagazinen wie dem Spiegel.“[27] Das Ende der 60er ist durch eine schnelle Entwicklung des Magazinangebots geprägt. Jede Zielgruppe wird bedient. Neben Männer-, Frauen-, Kinder- und Jugendmagazinen sind außerdem Informations- und Ratgebermagazine, Programmplatzmagazine wie z.B. das Abend-Magazin und unterschiedliche Spezialmagazine aus den Bereichen Mode, Musik, Sport usw. zu finden.

Auch das DDR-Jugendfernsehen erlebt 1969 einen Boom von Jugendmagazinen. Das „Freitag-Journal“, das Frage- und Antwortmagazin „Postfach 70“, der Ratgeber „Mode und Musik“, die Sendung „Kompaß“ sowie das „Freizeit-Magazin“ verdeutlichten alle das Bemühen der Redakteure um ein zielgruppengerechtes Programmangebot. Ähnlich wie im westdeutschen Jugendfernsehen führen laut Ziegert die wenig durchdachten Konzeptionen sowie ihr stark experimenteller Charakter bereits 1970, zu ihrer Einstellung.[28] Die Experimentierphase ist damit allerdings noch nicht abgeschlossen. Am 21. Februar 1970 geht das Magazin „Sei dabei!“ auf Sendung. Einmal monatlich werden samstags von 16:50 bis 17:45 Uhr Probleme und Fragen Jugendlicher behandelt. Auch der „Treff mit Chris und Frank“ und das „Jugend-Magazin“ widmen sich dieser Thematik. Alle drei Programme werden noch in ihrem Erscheinungsjahr eingestellt, wobei man auch hier annehmen kann, dass die mangelnde Zuschauerresonanz dafür verantwortlich ist.

Diese Entwicklungen bleiben im sozialistischen Staat nicht unbemerkt, so dass das Thema Jugendfernsehen in den Parteitagen der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) an Gewicht zunimmt. „Der Parteitag (…) fordert (…) die Programmgestaltung zu verbessern, eine bestimmte Langeweile zu überwinden, den Bedürfnissen nach guter (sozialistischer) Unterhaltung Rechnung zu tragen (und) die Fernsehpublizistik schlagkräftiger zu gestalten“[29]. Das gelingt von 1973 bis 1988 dem monatlichen Jugendmagazin „rund“. Die erstmals in Farbe ausgestrahlte Sendung behandelt in 90 Minuten Themen aus Politik, Musik, Kultur und Sport. Statt sozialistischer Bewusstseinsbildung durch die Medien rückt immer mehr die „sozialistische Unterhaltung“ in den Vordergrund, die sich allerdings nach wie vor um politisch-ideologische Beeinflussung bemüht. Und das ist vielleicht auch der Grund, warum 80 % der DDR-Jugend lieber Westsender hört und sieht. Das bestätigt 1966 eine Umfrage des nach dem VI. Parteitag der SED gegründeten „Instituts für Medienforschung“. Die befragten Jugendlichen verweisen darauf, dass die Westfilme spannender, die Unterhaltungssendungen interessanter und die Musikangebote moderner sind.[30] Das Interesse der Jugend am DDR-Fernsehen schwindet also zunehmend, was sich auch auf die Angebote des Jugendprogramms auswirkt. Von 1970 mit 128 Stunden reduziert sich das Jugend-TV-Angebot auf 75 Stunden 1980.[31]

Zusammenfassend kann man für diesen geschichtlichen Abschnitt des deutschen Jugendfernsehens sagen, dass die Studentenbewegung von 1968 ein vollkommen neues Zielgruppenverständnis erzeugt. Jugendliche werden viel differenzierter betrachtet. Besonders in der BRD wird der Versuch gemacht, durch ein kritisches Jugendprogramm mehr Zuschauer zu begeistern, ein TV-Angebot zu kreieren, was junge Menschen als IHR Angebot annehmen. Doch so einfach das auch klingt, wird diese Idee zur großen Herausforderung. Sowohl die ARD als auch das ZDF stoßen mit ihren ersten kritischen Jugendmagazinen „Baff“ und „Direkt“ auf heftige Kritik, die aber nicht vom Publikum kommt. Die Sender sind weder mit den Inhalten noch den formalen Umsetzungen der beiden Programme zufrieden. Damit wird in dieser Sparte eine Experimentierphase ausgelöst. Man probiert Formate aus, sieht in ihnen keinen Erfolg und setzt die erst neu entstandene Sendungen wieder ab. Bildlich gesehen machen die Programmverantwortlichen dieser Zeit einen Schritt vorwärts und zwei wieder zurück. Nach einem ruhigen und geordneten Jugendprogramm der 50er und 60er Jahre folgt also eine Zeit der Unsicherheit und Unstrukturiertheit, des spontanen Ausprobierens und des Scheiterns. Einerseits ist man ständig um neue Produktionen bemüht, räumt den Jugendsendungen sogar feste Sendeplätze ein, andererseits fehlt eine klare Vorstellung vom Zielpublikum, seinem Programm und guten Konzepten. Hinzu kommt, dass entstehende Formate von Personen abhängig sind, die die Sendungen gestallten und über Programmangebote bestimmen. Ihre Ansichten spiegeln sich in neuen Konzepten wieder.

In der DDR herrscht eine ähnliche Situation. Zwar ist man hier vom gesellschaftlich kritischen Jugendprogramm weit entfernt, trotzdem bringt die westliche 68er Bewegung Veränderungen mit sich. Die Jugendlichen schauen verstärkt auf den Westen. Dessen Musik, Mode und natürlich das Westfernsehen werden bevorzugt. Und so sehr sich der Oststaat dagegen wehrt, berücksichtigt er letztendlich diese Veränderungen. Der neue Ansatz in Fernsehangebot lautet nun, sozialistische Unterhaltung statt sozialistische Bewusstseinsbildung. Doch auch weiterhin lassen sich DDR-Jugendliche lieber vom West-Fernsehen unterhalten. Allgemein ist ein Trend zum TV-Magazin zu verzeichnen, der sich für alle Altersgruppen durchsetzt.

Nach der impulsiven Experimentierphase der 70er Jahre im Bereich des Jugendprogramms beginnt sich diese Sparte im nächsten Jahrzehnt aufzulösen. Zum Beginn des dualen Rundsystems bleiben von den folgenden angeführten Jugendsendungen nur noch fünf übrig.

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3.1.3 Neue Konkurrenz

Den eigentlichen Beginn des dualen Rundsystems läutete der Sendestart eines Kabelpilotprojektes Ludwigshafen, am 1. Januar 1984, ein. Ab Januar 1985 gehen dann als erste kommerzielle Fernsehsender Sat.1 und RTL plus auf Sendung.[32] Doch sowohl die schlechte Verkabelung Deutschlands als auch die mangelhafte Ausstattung mit Satellitenschüsseln machen es schwierig, ein großes Publikum zu erreichen. Das ändert sich gegen Ende der 80er Jahre. „Die Anzahl der Kabelanschlüsse war zumindest in den Ballungsräumen stark angewachsen, und die Privaten erhielten die ersten terrestrischen Frequenzen zugesprochen, welche die Post bis dahin als Reserve für die Öffentlich-Rechtlichen zurückgehalten hatte.“[33] Das Angebot der privaten Sender setzt sich verstärkt aus Filmen, Serien und Unterhaltungsprogrammen zusammen. Dadurch wollen sie ein junges und kaufkräftiges Publikum ansprechen. Was die neuen Anbieter aber vermeiden, ist die Sonderstellung der Jugendlichen. „Die Zielgruppenvorstellung, die von einer Grundhaltung des Protestes und des Mißtrauens gegenüber allem, was von der Seite der Erwachsenen kommt, ausgeht, hat sich in ein Bild von einer in die Gesellschaft integrierten Jugend gewandelt.“[34] Damit verbunden entstehen Sendungen, die keine festen Altersgrenzen angeben und inhaltlich auch erwachsene Gruppen ansprechen. Hatten also Redakteure von Jugendprogrammen in den 50er, 60er und Anfang 70er Jahre noch genaue Vorstellungen über ihre Zielgruppe, scheinen diese nun völlig aufgelöst. Der Begriff des Jugendlichen wird „nicht mehr durch Entwicklungsphasen oder gesellschaftliche Aspekte, sondern primär durch Interessenfelder bestimmt“[35]. Somit richten sich die neu konzipierten Formate an alle, die an den behandelnden Themen interessiert sind.

Dieser Trend setzt sich auch bei den öffentlich-rechtlichen Sendern durch. Immer weniger ist von Jugendsendungen und –Magazinen die Rede. Dagegen lässt sich ab Mitte der 80er Jahre eine deutliche Zunahme von Musikprogrammen und musikalischer Anteile in Sendungen feststellen. So entstehen Formate wie „Soundcheck“, „Rock aus dem Alabamer“, „Musikladen“ und „Superdrumming“. „Die 6 Siebeng´Scheiten“ und die „A-Z Lifeshow“ sind die einzigen Jugendsendungen, die neu produziert werden. Denn mit dem Aufkommen des dualen Rundfunks seit 1985 wird auch das Gestalten von Jugendprogrammen zunehmend schwieriger. Der Kampf um Zuschauerquoten verschärft sich. Um mit den privaten Programmen mithalten zu können, müssen die Öffentlich-Rechtlichen qualitativ ähnliche und vor allem funktionierende Angebote schaffen, was wiederum mit vielen Kosten verbunden ist.

Mit zunehmender Konkurrenz, welche durch die Etablierung des dualen Rundfunksystems entsteht, beginnt das Zweite Deutsche Fernsehen ebenfalls um seine Zuschauer zu kämpfen. Nach einem fast 20jährigen Bestehen bekommt das ZDF-Kinder- und Jugendprogramm im Jahre 1985 eine eigene Hauptredaktion „Kinder, Jugend und Familie“. Nachdem vorher unterschiedliche Redaktionen für unterschiedliche Jugendsendungen verantwortlich waren, entsteht mit dieser Einrichtung, ein „einheitliches redaktionelles ´Dach`“[36]. Eine eigenständige Abteilung unter der Leitung von Markus Schächter verantwortet nun das Jugendprogramm. Und plötzlich wird das Planen und Durchsetzen von Kinder- und Jugendsendungen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen ganz einfach. Neue Formate, wie das Jugendjournal „Doppelpunkt“ (1987), entstehen. Der Hauptredaktionsleiter Michael Albus möchte ein zeitgemäßes Jugendprogramm anbieten, was von der Zielgruppe akzeptiert wird, aber auch andere Altersgruppen anspricht. Denn wie eine Auswertung zur ZDF-Zuschauergruppen von 1986-1987 verdeutlicht, haben die über 50Jährigen das größte Interesse am ZDF-Programm.[37] Der Sender ist also gezwungen diese Entwicklung zu berücksichtigen und in die Programmplanung mit einzubeziehen. Konzepte, die nur auf eine Altersgruppe ausgerichtet sind, werden abgelehnt. Wie die Privaten verfolgt man jetzt eine primäre und sekundäre Zielgruppe. An einem Mittwoch 19:30 Uhr und einem zusätzlichen vierwöchentlichen Termin Donnerstag 22:05 Uhr werden, neben live gesendeten Gesprächrunden, vorproduzierte Reportagen in „Doppelpunkt vor Ort“ und Live-Konzerte in „Doppelpunkt Szene“ ausgestrahlt. Die Gesprächsthemen sind sehr vielfältig. So geht es mal von Liebe über Homosexualität bis hin zu den Hausbesetzungen in der Hamburger Hafenstraße. Die Diskussionsteilnehmer sollen über ihre Erfahrungen und Ansichten berichten. Fachleute, die an den Gesprächen teilnehmen, sollen zusätzlich vor falschen Behauptungen wahren. Mit diesem Konzept wird eine breite Masse angesprochen, die im Vergleich zum Magazin „Direkt“ an einen festen und regelmäßigen Termin gewöhnt ist. Auch bleiben die Redaktion und Konzeption beständig, so dass der junge Zuschauer weiß, was ihn beim Einschalten des Programms erwartet. Uwe Mattusch sieht auch den Unterschied zu „Direkt“ in der Ausgewogenheit der Gesprächsteilnehmer. „Während der Vorläufersendereihe DIREKT immer wieder der Vorwurf der Unausgewogenheit gemacht werden konnte, sind bei DOPPELPUNKT (…) die Gesprächsteilnehmer in der Regel ausgewogen nach Pro- und Contrapositionen ausgewählt.“[38] Dinge, die bei „Direkt“ für Kritik gesorgt haben, werden strikt gemieden.

Das DDR-Fernsehen verliert mit der Einführung des dualen Rundfunksystems immer mehr junge Zuschauer an den Westen. Daher sieht es sich gezwungen die neuen Jugendprogramme noch stärker an Vorlieben ihrer Rezipienten anzupassen. Der Montag wird 1986 ab 18 Uhr zum festen Sendeplatz für Jugendprogramme. „Klik“ ist dort die erste Sendung. In 45 Minuten versuchen hier drei junge Moderatorinnen auf undidaktische, lockere und selbstbewusste Art und Weise ein neues Lebensgefühl zu vermitteln. Mit Hilfe von musikalischen Einlagen und einem schnellen Wechsel der Szenen, Bilder und Themen gelingt das auch. Jugendliche Sichtweisen werden im Vergleich zu vorherigen Sendungen etwas besser erfasst.[39]

Ähnlich konzipierte DDR-Programme, wie „Hautnah“, „dramms“ und das Technikmagazin „Logo“ folgen. Doch mittlerweile sind Jugendliche durch westliche Fernsehangebote andere Standards gewohnt. Trotz der neuen Ideen erscheinen DDR-Sendungen antiquiert und überholt. Außerdem fehlt ein Angebot, das die Zielgruppe wirklich erreicht. DDR-Jugendliche teilen nicht das Lebensgefühl, was ihnen in den für sie vorgesehenen Programmen vermittelt wird. Sie wollen sich frei fühlen und nicht vorschreiben lassen, an was sie glauben, wer und wie sie sein sollen. Diese Einstellung wird auch der Öffentlichkeit mitgeteilt. Aufkommende Jugendgruppen der Punks, Skins oder Grufties rebellieren mit ihrem Aussehen. „Die offen zu Tage tretende Abwendung Jugendlicher von den von oben verordneten, staatstragenden Idealen, gekoppelt mit der Rezeption westlicher Medienangebote, schuf genau jene Leerstelle, die nach dem Willen der Jugendfunktionäre der FDJ und SED durch Elf 99 neu besetzt werden sollte.“[40]

Vom neuen Jugendnachmittag „Elf 99“ wird viel erwartet. Neben der Versorgung mit aktuellen Jugendthemen, Musik und Unterhaltungsspielen soll das Magazin vor allem den Glauben an die sozialistische DDR wieder stärken. Und um das zu erreichen, wird ein großer finanzieller Aufwand betrieben. Außer einem Planungsgremium, was der DFF für konzeptionelle Fragen einberuft, entsteht für „Elf 99“ ein einstöckiger Neubau mit integriertem 500-qm-Studio und direkt angeschlossener Regie. Man will nicht mehr antik und altbackend wirken, sondern seinem Zuschauer den gewohnten ´westlichen` Standard bieten. Das neue Jugendprogramm verspricht ein bisher noch nie dagewesenes Jugendfernsehen. Und so geht das Freitagmagazin „Elf 99“ am 1. September 1989 zum ersten Mal auf Sendung. Der Quotenerfolg lässt nicht lange auf sich warten. Bereits die erste Ausgabe begeistert 24 % der 14- bis 25jährigen.[41] Erstmals wird eine Jugendsendung als glaubwürdig und authentisch erlebt. Besonders diese Charaktereigenschaften führen das Format zum Erfolg. Als nach dem Rücktritt des DDR-Staatsratvorsitzenden Erich Honecker am 18. Oktober 1989 auch medienpolitische Kontrollinstanzen wegfallen, bringt eine umfassende, aktuell politische Berichterstattung der Sendung bis zu 60 % sehbeteiligter Jugendlicher.[42] Seitdem ist „Elf 99“, mit der dafür extra konzipierten Sendung „Elf 99-Special“, bei jedem politisch wichtigem Ereignis dabei. Bis zu drei Stunden dauert die Berichterstattung. Zunehmend finden Produktionen außerhalb des Studios statt. Der Chefredakteur Hering will mit seinem Team live am Geschehen dabei sein, um den Zuschauer über neuste Entwicklungen im Land schnell und direkt informieren und vor allem aufklären zu können. Die Freitagsendung nach dem Mauerfall, am 10. November 1989, sehen 57,5 % der Jugendlichen von 14 bis 17 Jahren.[43] Bilder der vorangegangenen Nacht zeigen „Elf 99“-Redakteure, die Begeisterungsstürme der Menschen einfangen. Macher des Magazins sehen sich nun stellvertretend für die Gesamtheit der DDR-Bürger und entwickelt einen für DDR-Verhältnisse unbekannten ´Enthüllungsjournalismus`.[44] DDR-Politiker nach dem Mauerfall, die Wiedervereinigung, unsichere Bürger und die Darstellung unzensierter Meinungen werden zu ihrem Haupanliegen. So dass die „Elf 99“-Redaktion sogar Ende 1989 den westdeutschen Medienpreis „Bambi“ für die „beste aktuell-politische Berichterstattung in der Wendezeit“[45] bekommt.

Am 31. November 1989 geht ein zweiter „Elf 99“-Nachmittags am Dienstag auf Sendung. Die neue Themenpalette besteht aus Kochtipps, Informationen zu Technik und Wissenschaft, Jugendclubangeboten, Fragen zu Liebe und Sexualität usw.. Durch zusätzliche Medienangebote wie das „Elf 99-Special“, die Gesprächsrunde „Elf 99-Talk open end“, den „Sonntagsfilm“ sowie das Musikmagazin „Countdown“ entwickelt sich „Elf 99“ von einem Jugend- zum Familienprogramm. Eine Veränderung in der Redaktionsbesetzung und die Verlagerung der Sendezeiten um eine Stunde nach hinten soll diese Entwicklung berücksichtigen und unterstützen. Die Jugendlichen werden nicht mehr primär angesprochen. Auch die Themenwahl wird stärker an Erwachsene angepasst. Dementsprechend nimmt die Sehbeteiligung der jungen Zuschauer von rund 43 % im Jahr 1989 auf etwa 23 % Ende 1990 kontinuierlich ab.[46] Ein Grund dafür liegt in den neuen Programmalternativen, die das westdeutsche Fernsehen bietet. Spartenkanäle wie der Musiksender „MTV“ werden von Jugendlichen favorisiert.

Ein weiteres Problem entsteht. Als die Auflösung des Deutschen Fernsehfunks rund ein Jahr nach der Wiedervereinigung Deutschlands feststeht, verliert das Magazin seinen Sendeplatz. Neue Platzangebote bei ARD, Sat.1 und RTL lassen nicht lange auf sich warten. Doch erst die Gründung von „Elf 99 Medienproduktion und Vermarktung GmbH“ mit einer je 49 %igen Beteiligung von RTL und Bertelsmann bringt die Sendeplatzentscheidung. Ab Januar 1992 erscheint die ehemalige DDR-Sendung im Programm von RTL. Dort präsentiert sich das Magazin täglich von Montag bis Freitag 18:00 bis 18:45 Uhr. Was früher in zwei Stunden gesendet wurde, wird nun auf 45 Minuten gekürzt. Das völlig überarbeitete Konzept integriert fünf Musikvideos pro Sendung, so dass gerade etwa 22 Minuten für die vier bis sechs redaktionellen Beiträge bleiben. „Die fünfmalige Ausstrahlung pro Woche reduzierte die möglichen Vorlaufzeiten für die Erstellung der journalistischen Beiträge drastisch: der Zeitaufwand für Recherchen verknappte sich, die längerfristige (tiefsinnige) Bearbeitung bestimmter Themen wurde somit fast unmöglich.“[47] Doch trotzdem leistet der hohe Musikanteil seinen Betrag. Im Jahre 1992 werden durchschnittlich etwa 790 000 Jugendliche erreicht. Eine solche Resonanz bestätigt, dass die Zielgruppe keinen besonderen Wert mehr auf politische Aufklärung, engagierten Journalismus und kritische Themen legt, die es in der Wendezeit gegeben hatte. Mit Unterhaltung bietet man den Jugendlichen das an, was sie zur Zeit am meisten interessiert. Doch anstatt den Erfolg zu genießen, müssen sich die Programmmacher vor Medienkritikern rechtfertigen. Diese unterwerfen der Redaktion anspruchslose und oberflächliche Unterhaltung. Dass Jugendlichen gerade das zu gefallen scheint, wird übersehen.

Am 13. September 1993 wechselt das Magazin erneut den Sender. „Neben der ´fehlenden Sendeplatzperspektive bei RTL im Jahr 1994` erschien dem Team von Elf 99 das ´durchgestrickte` Programmschema von RTL (…) als ein weiterer Grund, die Zusammenarbeit mit dem Sender zu beenden“[48]. Der Anfang 1993 entstandene Privatsender VOX übernimmt das Programm. Doch anstatt hier eine längere Sendezeit zu bekommen, wird „Elf 99“ auf 30 Minuten reduziert und ins Nachmittagsprogramm verschoben. Nach Abzug der Werbeunterbrechungen und der fünf Musikvideos blieben für publizistische Inhalte nur etwa zehn Minuten. Das, womit „Elf 99“ früher sein Publikum begeisterte, scheint langsam aber sicher ganz zu verschwinden. Schon bald wird diese Entwicklung mit schlechten Einschaltquoten bestraft und führt letztendlich dazu, dass ab dem 15. November 1993 alle Veränderungen wieder aufgehoben werden. Und bereits Ende November erreicht das Magazin eine Sehbeteiligung von ca. 250 000 Zuschauern.[49] Dass man aber die 750 000 Zuschauer aus RTL-Zeiten nie erreicht, liegt an der kleinen Zuschauerzahl von VOX. Außerdem verliert das Publikum durch mehrfache Sendeplatzumstellung und Senderwechsel die Bindung zum Programm. Eine erneute Umstellung des Magazins auf einen Samstagnachmittag mit 110 Minuten Länge bringt für „Elf 99“ das endgültige Scheitern. Am 26. März 1994 geht das Magazin ein letztes Mal auf Sendung.

Mit der Nachfolgesendung „saturday“ startet die „Elf 99“-Redaktion, bereits zwei Wochen später, einen neuen Versuch das junge Publikum anzusprechen. Die 90minütige Sendung läuft am Samstag ab 13:50 Uhr und bietet eine Mischung aus Musik, Spiel und jugendspezifischen Themen. Man verspricht sich damit „einen sowohl inhaltlichen wie auch marktökonomischen Neuanfang für das Nischensegment ´Jugendprogramm`“[50]. Doch bereits nach der fünften Ausgabe am 30. April 1994 wird das Jugendmagazin „saturday“ aufgrund finanzieller Schwierigkeiten abgesetzt und ein Neuanfang für immer verworfen.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass nach dem Durchsetzen des dualen Rundfunksystems, sowohl in der BRD als auch in der DDR, große Zurückhaltung gegenüber neuen Jugendsendungen herrscht. Im Vergleich zur Experimentierphase der 70er Jahre wird nun jede geplante Produktion sorgfältig durchdacht und diskutiert. Fehler kann man sich nicht mehr leisten. Grund dafür ist die starke Konkurrenz, die mit privaten Sendern auf dem deutschen Fernsehmarkt auftaucht und junge Zuschauer erobert. Dabei setzen die Neuen nicht auf unbekannte Produktionen. Im Gegenteil: Sie begeistern das Publikum mit dem, was es schon lange gern hat, der Unterhaltung. Schmidtbauer und Löhr fassen in ihrem Buch „Jugend und Fernsehen“ (1989) diverse jugend- und medienwissenschaftliche Studien zusammen und kommen zu dem Ergebnis, dass an der Spitze der Lieblingssendungen Spielfilme liegen, „gefolgt von den Nachrichtensendungen. Die dritte Stelle nehmen die Popmusikprogramme, die Hitparaden sowie die Krimi-, Western- und Abendteuerserien ein. Kultur- und Bildungsangebote haben dagegen kaum Akzeptanzchancen.“[51] Diese Ergebnisse berücksichtigen private Sender. Dabei achte sie darauf nicht einfach alles auszustrahlen, was im Fernsehen vorgestellt werden kann, sondern sich auf ihr ausgewähltes Programmfeld, die Unterhaltung, zu konzentrieren. Diese soll nicht nur Jugendliche begeistern. Private Anbieter setzten auf Mehrheitsprogramm. Nach dem bereits in den 70ern eine Differenzierung der Jugendgruppe stattfindet, sind Ende der 80er Jahre keine eindeutig definierten Jugendbilder mehr zu fassen. Jugendliche und Erwachsene werden mit gleichen TV-Angeboten angesprochen. Diese Entwicklung übernehmen auch die Öffentlich-Rechtlichen. So soll z.B. das Magazin „Doppelpunkt“ des Zweiten Deutschen Fernsehens keine feste Zielgruppe ansprechen.

Auch die DDR spürt die neue Konkurrenz. Das aufwendig produzierte Jugendmagazin „Elf 99“ dient als letzter Hoffnungsträger und entwickelt sich tatsächlich zum Erfolg. Der Grund dafür ist der ´Enthüllungsjournalismus`, den die Redakteure seit dem Auflösen der Deutschen Demokratischen Republik betreiben. Ohne die staatliche Zensur bekommen sie endlich die Möglichkeit, sich mit politischen Themen kritisch auseinander zu setzen. Außer dem Jugendmagazin profitieren auch noch andere DDR-Sendungen von der Wendezeit. Durch sie erlangen viele DDR-Formate Kultstatus, den sie möglicherweise sonst nicht bekommen hätten. Meines Erachtens kann auch „Elf 99“ dazugezählt werden. Nach der impulsiven Wendezeit wird das Jugendmagazin von einem zum anderen Sender gereicht und knüpft nie wieder an damalige Zuschauerquoten an.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

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[1] Krüger, Stefan/ Pfeil-Schneider, Alexandra: „Gute Unterhaltung“ – aber nicht für die Jugend. S. 254-255

[2] Niggemeier, Stefan/ Reufsteck, Michael (2005): Das Fernsehlexikon. S. 622

[3] Krüger, Stefan/ Pfeil-Schneider, Alexandra: „Gute Unterhaltung“ – aber nicht für die Jugend. S. 256

[4] Wilhelmi, Jutta (1983): Jugend in der DDR. S. 11

[5] Akademie der Pädagogischen Wissenschaften der DDR (Hrsg.) (1972): Die marxistisch-leninistische Pädagogik, S. 70-72

[6] Hager, Kurt (1972): Zu Fragen der Kulturpolitik der SED. S. 28

[7] Krüger, Stefan/ Pfeil-Schneider, Alexandra: „Gute Unterhaltung“ – aber nicht für die Jugend. S. 257-258

[8] Krüger, Stefan/ Pfeil-Schneider, Alexandra: „Gute Unterhaltung“ – aber nicht für die Jugend. S. 259-260

[9] Ebd. S. 260

[10] Ziegert, Dirk (1997): Jugendfernsehen auf dem Weg vom Infotainment zum Infomercial. S. 27

[11] Vgl.: Großegger, Beate: >>Jugendfernsehen<< zwischen Zeitgeist und Zielgruppe. S. 4

[12] Maletzke, Gerhard (1959): Fernsehen im Leben der Jugend. S. 185 und S. 195

[13] Schäfers, Bernhard (2005): Jugendsoziologie. S. 67

[14] Mattusch, Uwe: Jugendprogramm in der BRD – Ein Programm zwischen den Stühlen. S. 38

[15] Ebd. S. 39

[16] Neudeck, Rupert: „Direkt“ - Geschichte eines Fernsehprogramms für Jugendliche. S. 19

[17] http://de.wikipedia.org/wiki/Bambi_(Auszeichnung) (Stand vom: 14.03.08)

[18] Mattusch, Uwe: Jugendprogramm in der BRD – Ein Programm zwischen den Stühlen. S. 47

[19] Brandt, Gabi: Das Jugendprogramm des deutschen Fernsehens. S. 24

[20] Mattusch, Uwe: Jugendprogramm in der BRD – Ein Programm zwischen den Stühlen. S. 48

[21] Mattusch, Uwe (1995): Die Entwicklung des kritischen Jugendprogramms im Zweiten Deutschen Fernsehen und seine Zielgruppe. S. 164

[22] Mattusch, Uwe: Jugendprogramm in der BRD – Ein Programm zwischen den Stühlen. S. 40-45

[23] Mattusch, Uwe: Jugendprogramm in der BRD – Ein Programm zwischen den Stühlen. S. 39

[24] Ebd. S. 41

[25] Brandt, Gabi: Das Jugendprogramm des deutschen Fernsehens. S. 2-5

[26] Mattusch, Uwe: Jugendprogramm in der BRD – Ein Programm zwischen den Stühlen. S. 42

[27] Ziegert, Dirk (1997): Jugendfernsehen auf dem Weg vom Infotainment zum Infomercial. S. 5

[28] Ebd. S. 26-27

[29] Glatzer, Dieter/ Hempel, Manfred/ Schmotz, Dieter (1977): Die Entwicklung des Fernsehens in der DDR. S. 188

[30] Ziegert, Dirk (1997): Jugendfernsehen auf dem Weg vom Infotainment zum Infomercial. S. 31

[31] Hoff, Peter: Jugendsendungen der DDR vor dem Herbst 1989. S. 277

[32] Stuiber, Heinz-Werner (1998): Medien in Deutschland. S. 552-554

[33] Karsten, Eric/ Schütte, Jörg (1999): Firma Fernsehen. S. 26

[34] Mattusch, Uwe (1995): Die Entwicklung des kritischen Jugendprogramms im Zweiten Deutschen Fernsehen und seine Zielgruppe. S. 88

[35] Mattusch, Uwe (1995): Die Entwicklung des kritischen Jugendprogramms im Zweiten Deutschen Fernsehen und seine Zielgruppe. S. 100

[36] Mattusch, Uwe: Jugendprogramm in der BRD – Ein Programm zwischen den Stühlen. S. 51

[37] Vgl.: Mattusch, Uwe (1995): Die Entwicklung des kritischen Jugendprogramms im Zweiten Deutschen Fernsehen und seine Zielgruppe. S. 95-96

[38] Mattusch, Uwe: Jugendprogramm in der BRD – Ein Programm zwischen den Stühlen. S. 52

[39] Ziegert, Dirk (1997): Jugendfernsehen auf dem Weg vom Infotainment zum Infomercial. S. 37

[40] Ziegert, Dirk (1997): Jugendfernsehen auf dem Weg vom Infotainment zum Infomercial. S. 49

[41] Deutscher Fernsehfunk (Hrsg.) (1990): Fernsehfunk im Wandel. S. 6

[42] Ziegert, Dirk (1997): Jugendfernsehen auf dem Weg vom Infotainment zum Infomercial. S. 67

[43] Ziegert, Dirk (1997): Jugendfernsehen auf dem Weg vom Infotainment zum Infomercial. S. 70

[44] Ebd. S. 72-73

[45] Büchel, Bernhard: Elf 99 – die Geister, die man rief. S. 269

[46] Ziegert, Dirk (1997): Jugendfernsehen auf dem Weg vom Infotainment zum Infomercial. S. 96-108

[47] Ziegert, Dirk (1997): Jugendfernsehen auf dem Weg vom Infotainment zum Infomercial. S. 124

[48] Ebd. S. 133

[49] Ebd. S. 137-138

[50] Ziegert, Dirk (1997): Jugendfernsehen auf dem Weg vom Infotainment zum Infomercial. S. 174

[51] Löhr, Paul/ Schmidbauer, Michael (1989): Jugend und Fernsehen. S. 27

Details

Seiten
61
Erscheinungsform
Erstausgabe
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783955495336
Dateigröße
641 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v296932
Institution / Hochschule
Universität Osnabrück
Note
1
Schlagworte
Medienpädagogik Fernsehgeschichte DDR Bravo-TV Jugendliche

Autor

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Titel: Das ewige Scheitern: Jugendfernsehen in Deutschland