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Tiergestützte pädagogische Interventionen: Entstehung und Probleme im Spannungsfeld von Therapie und Pädagogik

Bachelorarbeit 2013 68 Seiten

Pädagogik - Sonstiges

Leseprobe

2.3.2 Die Du-Evidenz

Der deutsche Sprachpsychologe Karl Bühler prägte 1922 den Begriff der Du-Evidenz innerhalb des zwischenmenschlichen Bereiches. Seiner Auffassung nach, sei dies die Fähigkeit des Menschen eine andere Person als Individuum und somit als „Du“ wahrnehmen und respektieren zu können.[1]

Evidenz bedeutet „unmittelbare und vollständige Einsichtigkeit, Deutlichkeit oder Gewissheit“[2], demnach wird etwas als evident bezeichnet, wenn es keinerlei Beweise mehr zur Belegung der Richtigkeit bedarf.[3] Somit erklärte der Zoologe Konrad Z. Lorenz (1903-1989), dass es eine Art Denkzwang sei, andere lebende menschliche Subjekte anzuerkennen.[4] Der Soziologe Theodor Geiger (1891-1952) übertrug 1931 die Du-Evidenz erstmals auf die Mensch-Tier-Beziehung. Dabei verstand er sie als „eine Sache des Erlebniswissens“[5]. Ausgehend davon seien für die Entwicklung der Du-Evidenz v.a. persönliche Erlebnisse und authentische Empfindungen für andere Lebewesen (ganz gleich ob Mensch oder Tier) bedeutend. Somit scheint die Du-Evidenz vorrangig auf der sozio-emotionalen Ebene zu wirken. Dementsprechend ließe sie sich als Voraussetzung für die Fähigkeit des Empathieempfindens[6] beschreiben.[7]

Greiffenhagen (2007) versteht unter dem Konzept der Du-Evidenz in Bezug auf die Mensch-Tier-Beziehung folgendes: „Mit Du-Evidenz bezeichnet man die Tatsache, dass zwischen Menschen und höhere Tieren Beziehungen möglich sind, die denen entsprechen, die Menschen unter sich bzw. Tiere unter sich kennen.“[8]

Bei Vernooij und Schneider wird jener Vorgang als „autonom und deutlich gefühlsbegleitet“[9] bezeichnet, zu dessen Kontrolle es erheblichen Aufwand bedarf.

Vor allem wenn Ähnlichkeiten zwischen Mensch und Tier im körpersprachlichen Ausdruck und bezüglich der spezifischen Bedürfnisse wie Kommunikation, Nähe, Bewegung und Interaktion bestehen, lässt sich das Potential der Mensch-Tier-Beziehung voll ausschöpfen. Denn dann kann das Gegenüber als „Du“ wahrgenommen werden.[10]

Vernooij und Schneider betonen, dass eine solche Beziehung speziell mit sozial lebenden Tieren eingegangen werden kann. Dazu gehören Herden- und Rudeltiere wie Pferde und Hunde, da diese ähnlichen emotionalen und sozialen Bedürfnissen nachgehen. Diese haben ein komplexeres Gehirn als nicht sozial lebende Tiere und sind uns Menschen aufgrund ihres sozialen Verhaltens sehr ähnlich. Dass sowohl Mensch als auch Tier über ihre Körpersprache kommunizieren ist zweifelsfrei unumstritten.

Die tierische Du-Evidenz zeigt sich dann, wenn das Tier für den Menschen die Rolle des Genossen und Partners einnimmt und ihm darüber hinaus personale Qualitäten zugeschrieben werden. Ein Beweis für diese Tatsache ist bereits die Namensgebung. Der Mensch gibt seinem Tier einen Namen, durch welchen er sich von der Masse abhebt und der ihm Individualität verleiht.[11] Es gilt somit gewissermaßen als Familienmitglied mit personalen Eigenschaften. Film- und Serienstars wie „Flipper“ der Delfin, die Collie Hündin „Lassie“ oder der Affe „Charly“ sind nur einige Beispiele, welche die Du-Evidenz zwischen Mensch und Tier (z.T. maßlos übertrieben) widerspiegeln. Außerdem demonstrieren sie die den Tieren zugeschriebenen sozio-emotionalen Qualitäten.[12]

2.3.3 Verhaltensaspekte innerhalb der Mensch-Tier-Beziehung

Mit einer Beziehung zweier Lebewesen geht die Interaktion beider Partizipanten einher. Dabei liegt der Schwerpunkt auf einer gemeinsamen Handlung. Interaktion wird durch eigene Wünsche, Bedürfnisse und Ziele beeinflusst. Ebenso wird sie jedoch durch die Wünsche und Erwartungen des Gegenübers bezogen auf das eigene Verhalten bestimmt.[13]

2.3.3.1 Der Anthropomorphismus

Das Phänomen des Anthropomorphismus´ scheint eines der häufigsten Verhaltens­muster der Mensch-Tier-Beziehung zu sein. „Gemeint ist damit die Neigung des Menschen, Tiere wie Menschen zu behandeln.“[14] Dazu gehört sowohl die Namens­gebung, als auch das Sprechen mit einem Tier. Ohne den Anthropomorphismus wäre weder die Domestikation von Tieren, noch die Haustierhaltung möglich gewesen, behaupten Beck und Fine (2010).[15] Serpell (2010) vertritt die Meinung, dass einigen Tierarten die Türen zu vermehrter Anerkennung durch die Zu­schrei­bung menschlicher Gefühle und Gedanken geöffnet wurden.[16]

Der anthropomorphe Umgang mit Tieren scheint vor allem Kindern sehr leicht zu fallen, da diese noch nicht vollständig sozialisiert sind.[17]

Es gibt sowohl positive, als auch negative Aspekte der Anthropomorphisierung. Für die Entwicklung von Einfühlungsvermögen ist sie durchaus vorteilhaft. Gleicher­maßen wird sie als Grundlage für den Aufbau der Mensch-Tier-Beziehung bezeich­net.[18] Anthropomorphes Verhalten zeugt außerdem von einem respekt- und liebevollen Umgang mit Tieren.

Die Schattenseiten kommen allerdings zum Vorschein, wenn diese Verhaltensweise sich als übertrieben herausstellt. Bereits 1934 warnte Krüger vor der Gefahr der „hemmungslosen Vermenschlichung der Tiere“[19]. Denn die Bedürfnisdeckung der Tiere und ihre artgerechte Haltung werden dabei gefährdet. Auch die Hemmschwelle im Umgang mit Tieren kann durch ein übertrieben ausgeprägtes Anthro­po­morphi­sie­rungsverhalten herabgesetzt werden und dadurch Gefahren verursachen.[20]

Es scheint eine gewisse Ähnlichkeit zwischen der Theorie der Du-Evidenz und der Anthropomorphisierungstheorie zu bestehen. Jedoch kommt die Du-Evidenz als subjektives Erleben zum Tragen, während sich die Anthropomorphisierungstendenzen als Verhalten des Menschen dem Tier gegenüber zeigen.[21]

2.3.3.2 Kommunikation zwischen Mensch und Tier

Damit von einer Beziehung zwischen Mensch und Tier die Rede sein kann, bedarf es einer gemeinsamen Kommunikationsebene. Kommunikation ist die Informationsvermittlung zwischen mindestens zwei Personen, die in der Regel verbal abläuft.[22] Man unterscheidet im Allgemeinen zwei Formen der Kommunikation: die verbal-digitale und die nonverbal-analoge Kommunikation. „Während die verbale Kommunikation Informationen vorwiegend auf der Sach- bzw. Inhaltsebene vermittelt, spricht die nonverbale Kommunikation eher die subjektiv-emotionale Beziehungsebene an.“[23]

Selbst wenn man sich nicht wörtlich äußert, teilt man dem Gegenüber durch eigenes Verhalten etwas mit. Ebenso ist es im Umgang mit Tieren wie Hunden, Katzen und Pferden der Fall, denn sie zeigten sich während des Domestikationsprozesses dem Menschen gegenüber als sehr anpassungsfähig. Es gelang ihnen rasch menschliches Verhalten sowie seine Signale wahrzunehmen und entsprechend darauf zu reagieren. Die Beziehung der Tiere untereinander (ebenfalls unter rudel- oder artfremden Tieren) definiert sich durch analoge Signalmöglichkeiten. Unfähig verbal mit dem Menschen zu kommunizieren, sind sie jedoch in der Lage Informationen aus der Lautsprache des Menschen zu entnehmen, indem sie auf die kleinsten wahrnehmbaren, analogen Signale reagieren. Dazu gehören der Tonfall, die Lautstärke, die Mimik und Gestik, die Stimmmodulation und die Körperhaltung des Menschen.[24] Diese Kommunikation zwischen Mensch und Tier ist wechselseitig, denn auch die Tiere drücken anhand ihres Verhaltens und ihrer Körpersprache etwas aus, was sie uns Menschen zu verstehen geben.[25]

Ein zutreffendes Zitat von Körner (1996) betont die sensible Wahrnehmungsfähigkeit der Vierbeiner:

Tiere nähren die Illusion von einer quasimenschlichen Kommunikation. Die äußerst präzisen Wahrnehmungen des Hundes, der die feinsten Signale für sich auswertet, der Stimmungen sensibel wahrnimmt und mikroskopische Bewegungen erkennt, wecken zuweilen die Hoffnung auf eine genaue ‚sprachlose‘ Verständigung, wie sie nicht einmal unter Menschen vorkommt.[26]

Diese Tatsache verstärkt die Anerkennung des Tieres als Freund und Partner und erhöht dadurch das Risiko zur übertriebenen Anthropomorphisierung. Zugleich erleichtert die sensible Wahrnehmungsfähigkeit des Tieres die Kontaktaufnahme und den Beziehungsaufbau zwischen Mensch und Tier.[27] Durch die Verständigung mit dem Vierbeiner kann die Person obendrein die Kongruenz zwischen seiner analogen und digitalen Kommunikationsweise verbessern.[28]

2.4 Schlussfolgerung

Das erste Kapitel dieser Thesis folgte dem Anspruch die Entstehung der Mensch-Tier-Beziehung sowohl aus geschichtlicher, als aus soziokultureller Perspektive zu beleuchten und die bedeutendsten Entwicklungsetappen zu veranschaulichen.

Das Vorstellen der Theorien zur Mensch-Tier-Beziehung diente der Fundierung ihrer Existenz. Sie stellen wichtige Merkmale und Verhaltensaspekte innerhalb dieser Beziehung dar. Parallel dazu zeigen sie die wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Thema Mensch und Tier auf.

Dabei spielt die Differenzierung der unterschiedlichen Mensch-Tier-Beziehungen eine bedeutende Rolle innerhalb dieses Themengebietes. Es lassen sich ver­schiedene Arten der Mensch-Tier-Beziehung unterscheiden. So ist jene Ver­bun­den­heit zwischen uns und unseren eigenen Haustieren, nicht zu vergleichen mit jenem zwischen Mensch und Tier innerhalb einer tiergestützten Intervention.[29] Dabei handelt es sich um „triadische Beziehungen“[30] – Beziehungen im Dreieck zwischen Klient – Anbieter – Tier. Diese Beziehung ist hinsichtlich des Ortes, der Zeit und der Häufigkeit begrenzt. Ebenso sind die Ziel- und Zweckorientierung zwischen einem Menschen und seinem Haustier abweichend von jener eines tiergestützten Settings, denn hier liegt der Fokus auf dem Klienten und den zuvor festgelegten Zielen der Intervention.[31]

Wohlfarth (2013a) stellte die These auf, dass eine tiergestützte Intervention (wobei der Autor von einer tiergestützten Therapie spricht) „[…] eine besondere Form einer kontrollierten menschlichen Beziehung dar[stellt]“[32] und kommt zu der Erkenntnis, „[…] dass eine therapeutische oder pädagogische Beziehung einen gänzlich anderen Charakter aufweist, als alltägliche Beziehungen“[33]. An dieser Stelle soll explizit auf diese Einsicht aufmerksam gemacht werden, dass die Merkmale und Wirkungen der allgemeinen Mensch-Tier-Beziehung nicht problemlos auf jene innerhalb einer tiergestützten Intervention übertragen werden können.

3 Tiergestützte Interventionen

Ebenso wie an der Mensch-Tier-Beziehung entwickelte sich weltweit (v.a. in den USA) ein zunehmendes Interesse an tiergestützten Interventionen innerhalb der letzten 50 Jahre. Zu verdanken sei dies dem Kinderpsychologen Boris M. Levinson (1907-1984), der Ende der sechziger Jahre die positive Wirkung seines Hundes bei der Therapie von Kindern feststellte und somit begann sich der tiergestützten Arbeit zu widmen. Daraufhin veröffentlichte er 1969 das erste Fachbuch zu diesem Thema, welchem in Deutschland bis Ende der achtziger Jahre kaum Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Somit gründeten sich Mitte der neunziger Jahre Interessengruppen, welche der tiergestützten Arbeit auch in Deutschland zu einem enormen Entwicklungsschub verhalfen. Trotz der zunehmenden Popularität dieses Fachgebietes und der Annäherung an den Wissensstand der englischsprachigen Staaten, steckt vor allem die tiergestützte Pädagogik wortwörtlich noch in den Kinderschuhen.

Aufgrund der international existierenden Vielfältigkeit von Bezeichnungen, welche dieser Disziplin die Seriosität nehmen, sollen zunächst in diesem zweiten Kapitel die Begrifflichkeiten definiert, differenziert und festgelegt werden.

Daraufhin soll die geschichtliche Entwicklung tiergestützter Interventionen etappenweise erläutert und der aktuelle Entwicklungsstand sowohl national, als auch international vorgestellt werden. Mit der Erarbeitung und Erläuterung von vier Wirkungsbereichen der tiergestützten Pädagogik wird der Fokus anschließend entsprechend auf pädagogische Interventionen gerichtet.

3.1 Begriffserklärungen TGI

Die begriffliche Bestimmung für die unterschiedlichen tiergestützten Interventionen stellt in Deutschland ein großes Problem dar. Vernooij und Schneider kritisieren die begriffliche Unbestimmtheit, denn die Bezeichnungen sind „[…] weder offiziell fest­gelegt, noch findet sich in der Literatur eine einheitliche Terminologie“[34].

Nach Kaufmann (1980) meint eine soziale Intervention das „Eingreifen in die strukturierten Bedingungen, unter denen Menschen ihr alltägliches Leben führen. […]“.[35] Im pädagogischen Sinne stellt eine Intervention eine Maßnahme zur Verbesserung der Handlungskompetenz von Personen dar.[36]

Serpell und Kruger definieren die tiergestützte Intervention (TGI) wie folgt: „[…] any intervention that intentionally includes or incorporates animals as a part of a therapeutic or ameliorative process or milieu.“[37]

Ein Blick auf die Homepage der ESAAT[38] verdeutlicht die begriffliche Diversität in diesem Fachbereich. Hier wird der Oberbegriff tiergestützte Intervention durch die Bezeichnung tiergestützte Therapie ersetzt:

Der Begriff ‚tiergestützte Therapie‘ wird seit vielen Jahren für den therapeutischen und pädagogischen Einsatz von Tieren verwendet. Daher erscheint es sinnvoll diesen als Oberbegriff umfassend für alle tiergestützten Maßnahmen (wie z.B. tiergestützte Interaktion, tiergestützte Pädagogik, tiergestützte Förderung, tiergestützte Interventionen) zu benutzen. Therapie wird hier umfassend im Sinne einer professionellen Helferbeziehung mit Einflussnahme auf den Menschen verstanden. Damit umfasst der Begriff auch präventive und fördernde Maßnahmen.[39]

Diese durchaus sehr gewagte Definition sollte einer kritischen Betrachtung unterzogen werden. Denn Therapie als einen Überbegriff für die unterschiedlichen Interventionen zu verwenden, ist aufgrund seiner Bedeutung schier unmöglich. Dies wird unter Punkt 3.1.4 Tiergestützte Therapie genau geschildert. Dazu führt Breitenbach (2006) die berechtigte Kritik an, dass „die naive Verwendung des Therapiebegriffes in der Pädagogik zu folgenschweren Denk- und Handlungsproblemen [führt]“[40].

Dieses Phänomen der unklaren Abgrenzung soll in den folgenden Kapiteln anhand einer Differenzierung der unterschiedlichen TGI weitestgehend beseitigt werden.

3.1.1 Pet Therapy (PT)

Pet Therapy ist ein durch den amerikanischen Psychologen Boris M. Levinson in den sechziger Jahren geprägter Begriff und die älteste Bezeichnung für den Einsatz von Tieren in einer Therapie.[41] Diese Benennung weckt den Anschein, dass ein Tier bei jener Art der Therapie den Therapeuten ersetzen könnte. Da dies absolut nicht der Fall ist und das Tier in jeder Art der Intervention nur eine unterstützende Funktion übernimmt, änderte man den Begriff zu Pet-Facilitated Therapy.

3.1.2 Pet-Facilitated Therapy (PFT)

Dieser Ausdruck entwickelte sich zum Leitwort des neuen Wissenschaftszweiges „Mensch-Tier-Beziehung“.[42] Durch den Zusatz „facilitated“ welcher ‚fördernd‘ oder ‚erleichternd‘ bedeutet, wird verdeutlicht, dass das Tier sowohl für den Therapeuten als auch für den Patienten unterstützend wirkt.

Bis zum Ende der siebziger Jahre galt „Pet-Facilitated Therapy“ als allgemeine Bezeichnung für tiergestützte Interventionen im englischsprachigen Raum. Durch die zunehmende Popularität und individuelle Durchführung dieser Therapie, entstanden diverse methodische Konzeptionen und damit einhergehend unterschiedliche Bezeichnungen, welche zu Unklarheiten führten. Dies hatte zur Folge, dass die Wirksamkeit und Effektivität jener neuen Behandlungen häufig in Frage gestellt wurde. Es bedurfte somit einer Festlegung von Richtlinien für die Standardisierung des Einsatzes von Tieren sowohl für pädagogische als auch für therapeutische Interventionen.

1977 wurde die Delta Society in Oregon (USA) gegründet und ist bis heute mit dem neuen Namen Pet Partners führend auf dem Gebiet der Erforschung der Mensch-Tier-Beziehung tätig. Hauptverantwortlich für ihre Entstehung waren Dr. Leo K. Bustad (Veterinär) und die Brüder Dr. Michael J. McCulloch (Psychiater) und Dr. William McCulloch (Arzt für Innere Medizin). Sie fanden heraus, dass ein regelmäßiger Umgang bzw. das Zusammenleben mit Tieren stressmindernd auf das menschliche Wohlbefinden wirkt, hohen Blutdruck sowie Angstgefühle reduziert und sogar die Produktion von Glückshormonen (Endorphinen) stimuliert. Somit lag ihr Fokus in den ersten Jahren auf der Erforschung dieser positiven Wirksamkeit von Tieren auf den Menschen.[43]

Die Organisation legte zur Standardisierung der Terminologien zwei unterschiedliche Verfahrensweisen zum Einsatz von Tieren fest, die bis heute in den USA gelten:

3.1.3 Animal-Assisted Activity (AAA) – Tiergestützte Aktivität (TGA)

Für den Terminus übernehmen Kruger und Serpell in dem Handbook on Animal-Assisted Therapy die folgende Erläuterung der Delta Society:

AAA provides opportunities for motivational, educational, recreational, and/or therapeutic benefits to enhance quality of life. AAAs are delivered in variety of environments by specially trained professionals, paraprofessionals, and/or volunteers, in association with animals that meet specific criteria. Key features include: absence of specific treatment goals; volunteers and treatment providers are not required to take detailed notes; visit content is spontaneous.[44]

Ebenso definieren Vernooij und Schneider AAA in Anlehnung an die Delta Society und liefern somit eine Übersetzung, die verbindlich für den deutschen Sprachraum gelten sollte:

AAA bieten Möglichkeiten der Unterstützung bezogen auf motivationale, erzieherische, rehabilitative und/oder therapeutische Prozesse, um dadurch die Lebensqualität[45] der Betroffenen zu verbessern; durchgeführt von mehr oder weniger qualifizierten Personen, assistiert von Tieren mit spezifischen Merkmalen.[46]

Eine Präzisierung jener spezifischen Merkmale der Tiere wäre an dieser Stelle je­doch wünschenswert. Gemeint ist damit, dass das eingesetzte Tier auf den Klien­ten abgestimmte Merkmale (entsprechend seines Zustandes) in Bezug auf z.B. Größe, Gehorsamkeit und Temperament aufweisen sollte.

Beispiele für derartige Aktivitäten sind z.B. Besuche von Tierbesitzern in Alten-, Pflege- und Kinderheimen, in Krankenhäusern, aber auch in Bildungsinstitutionen wie Kindertagesstätten oder Schulen. Ebenso können Aktivitäten, die gemeinsam mit dem Tier durchgeführt werden auf Bauernhöfen stattfinden, auf denen Kindern, Erwachsenen und Senioren direkter Kontakt zu Tieren ermöglicht wird.

Es ist nicht notwendig diese Begegnung zwischen Mensch/en und Tier/en auf eine bestimmte Person auszurichten, da es sich nicht um eine therapeutische oder pädagogische Intervention handelt. Die Experten behaupten es sei nicht notwendig eine genaue Strukturierung der Aktivität sowie die Protokollierung von Abläufen und Wirkungen vorzunehmen, da keine spezifischen Förderungsziele angestrebt werden. Diese sollen sich spontan ergeben.[47] Parallel dazu wird jedoch die Verbesserung des Wohlbefindens als Ziel der TGA genannt. Dies bedeutet, dass TGA entgegen aller Behauptungen doch in gewisser Weise zielgerichtet zu sein scheint. Und zwar mit dem Fokus auf die Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens der jeweiligen Person. Ob dies durch mehr Lebensfreude, verbesserter motorischer Fähigkeiten oder das Verspüren von Glücksgefühlen erlangt wird, spielt jedoch keine bedeutende Rolle.

Der Umgang mit Tieren kann besonders Menschen mit Kontaktstörungen helfen wieder Beziehung zu anderen Lebewesen aufzubauen. Sei es bei Personen, denen die Herstellung von sozialen Beziehungen durch äußere Umstände wie in Heimen oder Krankenhäusern nur bedingt möglich ist oder bei Menschen, denen es aus persönlichen Gründen schwerfällt soziale Kontakte zu schließen. Bereits die An­we­senheit, das Beobachten oder das Streicheln eines Tieres kann äußerst positiv auf das Wohlbefinden und die Lebensfreude eines Menschen wirken, behaupten Ex­per­ten.[48]

Die anbietende Person benötigt zwar keine spezielle Ausbildung für die Durch­führung TGA. Es ist dennoch wichtig, dass sie Eigenschaften wie Empathie und Sensibilität gegenüber Mensch und Tier aufweist. Außerdem sollten notwendige Kenntnisse über das jeweilige Tier, seinen Charakter, seine Haltung und seinen Bedürfnissen, sowie Erfahrungen über Reaktionen auf Stresssituationen vorhanden sein. Vernooij und Schneider halten es durchaus für sinnvoll, dass die jeweiligen Personen vor der Durchführung jener Angebote einen Kurs zum Thema „Tier­gestützte Arbeit“ besuchen.[49]

3.1.4 Animal-Assisted Therapy (AAT) - Tiergestützte Therapie (TGT)

Bevor im folgenden Abschnitt die TGT genauer definiert wird, bedarf es zuvor einer Klärung des Begriffes „Therapie“. Vernooij und Schneider verstehen unter dem Begriff im klassisch-medizinischen Sinne „[…] die Behandlung von Krankheiten, das heißt unterschiedliche Formen von Heilverfahren werden unter dem Oberbegriff Therapie subsumiert“[50].

Im allgemeineren pädagogisch-psychologischen Sinne meint sie die Interventionen, die auf die Ursache von Störungen (kausale Therapie) oder auf die Anzeichen für Störungen (symptomatische Therapie) ausgerichtet sind.[51]

Es wurden unterschiedlichste Therapiemethoden mit diversen Intensitäten und Wirkungen auf die Psyche entwickelt, die den zu Therapierenden eine selbstständige und verantwortungsvolle Lebensführung innerhalb der Gesellschaft ermöglichen sollen.

Die Delta Society legte Anfang der achtziger Jahre folgende bis heute geltende Definition für AAT fest:

AAT is a goal-directed intervention in which an animal that meets specific criteria is an integral part of the treatment process. AAT is directed and/or delivered by a health/human service professional with specialized expertise, and within the scope of practice of his/her profession. Key features include: specified goals and objectives for each individual; and measured progress.[52]

Die TGT ist im Vergleich zu der TGA zielgerichtet und speziell auf eine Person abgestimmt. Sie kann sich entweder an eine einzelne Person oder an eine Gruppe von Menschen richten. Der Therapieverlauf muss jedoch genau dokumentiert werden. Durchgeführt werden kann die TGT ausschließlich von qualifizierten Spe­zia­listen mit einer abgeschlossenen therapeutischen oder medizinischen Ausbildung wie z.B. Physio-, Ergo-, Psycho- und Sozialtherapeuten, sowie von Ärzten und Psychologen.[53]

Es ergibt sich in Anlehnung an Vernooij und Schneider und der Delta Society somit im deutschsprachigen Raum folgende Definition für die TGT:

TGT ist eine zielgerichtete Intervention, die von einer medizinisch-therapeutisch qualifizierten Person unter Einbezug eines (je nach Art und Größe) trainierten Tieres durchgeführt wird. Ihr müssen eine sorgfältige Situations- und Problemanalyse, sowie die Festlegung eines Therapieplans und des entsprechenden Therapieziels vorangehen. Unter Einwirkung auf bestimmte Leistungs- und Persönlichkeitsbereiche soll eine Verhaltens-, Erlebnis- und Konfliktverarbeitung zur Verbesserung der Lebensgestaltungkompetenz erzielt werden.[54]

Das Hauptaugenmerk tiergestützter Therapien liegt auf der Lösung emotionaler Blockaden und sozialer Ängste, sowie der Verarbeitung von Erlebnissen.[55] Eine Beeinflussung der Gesamtpersönlichkeit ist allerdings nicht auszuschließen und kann durch ein anwesendes Tier positiv unterstützt werden. Diese Art der Intervention stellt ebenfalls für behinderte Menschen eine häufig angewandte Methode dar.

3.1.5 Tiergestützte Pädagogik (TGP) im deutschsprachigen Raum

Die zwei zuvor beschriebenen Arten der TGI werden in Deutschland durch die tiergestützte Pädagogik ergänzt. Jene stellt auch den Schwerpunkt der vorliegenden Arbeit dar. Zunächst soll der Begriff Pädagogik definiert werden: Laut des Wörter­buches zur Pädagogik von Schaub und Zenke (1995) ist „Pädagogik […] die Wissenschaft der Erziehung“[56]. Sie hat wichtige Aufgaben wie die „Beschreibung von Erziehungs-, Unterrichts- und Ausbildungsprozessen in Gegenwart und Ver­gan­gen­heit“[57] zu erfüllen. Außerdem die Interpretation von Erziehungstheorien unter Berück­sichtigung von weltanschaulichen, wissenschaftlichen, politischen und sozialen Gesichtspunkten.[58] Zum anderen die Organisation und Gestaltung von Erziehungs­prozessen, sowie die Beobachtung der Wirkung von Erziehung.

Die Suche nach einer einheitlichen Definition für die TGP ist vergebens, denn man wird feststellen, dass jedes Onlineportal, jede Institution und auch die bestehende Literatur zu dem Thema, eine Vielzahl an unterschiedlichsten Begriffserklärungen hervorbringt. Genau dies ist eines der Kernprobleme in der Theorie der TGI. So wird die TGP sowohl als „Unterkategorie der TGT“ oder als „Maßnahme gegen körperliche und seelische Erkrankungen“ bezeichnet. Eine so komplexe Diversität führt selbstverständlich zu Unklarheiten und Fehleinschätzungen in vielerlei Hinsicht.

Die Bezeichnung TGP hat sich vorrangig in den deutschsprachigen Staaten durchgesetzt und etabliert. In englischer Literatur findet man die Terminologie Animal Assisted Education (AAE) kaum vor. Vielmehr scheint es, als wäre sie der AAT zugehörig. Die Delta Society unterscheidet wie zuvor erläutert, lediglich zwischen AAT und AAA. Saumweber (2009) behauptet in ihrem Werk Tiergestützte Pädagogik in der stationären Jugendhilfe hingegen, dass „im Amerikanischen zwischen AAA, AAE und AAT unterschieden wird.“[59] Ein Trugschluss, der mit dem Verweis auf eine eher unprofessionell wirkende Website versehen wurde und durch folgende Definition belegt wird:

Animal Assisted Education (AAE) is the process of learning, and training, specifically developing skills and knowledge that is being assisted and enhanced by the presence and use of an animal.

The Visiting Animal in educational settings is either the subject of the lesson plan, to facilitate the learning plan or to enhance the environment for learning to take place. Perhaps the most notable difference between AAT and AAE is that in therapeutic use, the goals are specific to the individual or group toward their rehabilitation or quality of life, and progress is measured.[60]

Sowohl die Delta Society als auch Fine (2010) unterscheiden lediglich zwischen AAA und AAT. Dies verdeutlicht, dass der TGP im englischsprachigen Raum keine Eigenständigkeit zugesprochen wird.

In einem durchaus kritischen, aber klar formulierten Beitrag von Waschulewski und Ignatowicz in dem 2013 erschienen Werk von Inge A. Strunz Tiergestützte Pädagogik in Theorie und Praxis, wird die TGP als eine Kategorie der „Besonderen Pädagogik“[61] bezeichnet. Auch diese beiden Autoren stützen sich mit ihrer Definition auf Vernooij und Schneider. Sie lenken allerdings den Schwerpunkt etwas weg von der sozio-emotionalen Entwicklung hin zu jeglichen Bereichen der menschlichen Entwicklung und kommen somit zu einer Begriffserklärung, die sich von allen weiteren abzuheben scheint:

Unter Tiergestützter Pädagogik werden Interventionen im Zusammenhang mit Tieren subsumiert, welche auf Basis eines (individuellen) Förderplans oder auf der Basis konkreter Lernziele vorhandene Ressourcen des Kindes stärken, weniger gut ausgebildete Fähigkeiten im kognitiven, körperlich-motorischen und besonders im sozio-emotionalen Bereich, fördern und unterstützen sowie die Kompetenzen eines Kindes insgesamt verbessern sollen. Sie werden durchgeführt von unterschiedlich qualifizierten Experten im pädagogisch-sonderpädagogischen Bereich (Lehrpersonal, Heil- oder Sozialpädagogen, unter Umständen auch Sprachheil- und Physiotherapeuten) unter Einbezug von speziell ausgebildeten Tieren (z.B. Hunde, Pferde) oder nicht ausgebildeten Tieren (z.B. Kaninchen, Nagetiere, Fische). Ziele der TGP sind die Unterstützung von Entwicklungsfortschritten und die Initiierung von Lernprozessen in unterschiedlichen Bereichen.[62]

Das Hauptaugenmerk der TGP wird bei Vernooij und Schneider auf die sozialen und emotionalen Kompetenzen gelegt.[63] Perren et al. (2008) definieren die soziale Kompetenz als „die Fähigkeit, in sozialen Interaktionen seine eigenen Ziele zu erreichen und Bedürfnisse zu befriedigen und gleichzeitig die Ziele und Bedürfnisse von anderen zu berücksichtigen“[64]. Eine treffende Begriffserklärung liefern außerdem Genthner et al. (2012) für die emotionale Kompetenz, die sie als „[…] die Fähigkeit mit eigenen und fremden Gefühlen umzugehen“[65] bezeichnen.

Ebenso kann die TGP einem Schüler mit motorischen Defiziten dazu verhelfen seine körperlichen Fähigkeiten zu verbessern und zu trainieren.[66] Das Ergänzen der Wirkung auf die körperlich-motorischen Fähigkeiten von Kindern bei Waschulewski und Ignatowicz, stellt sich vor allem in der heutigen Gesellschaft mit zunehmender Bewegungsarmut, Übergewichtigkeit und Trägheit der Kinder und Jugendlichen, als bedeutender denn je heraus.

Aufgrund der derzeitigen Praxis und der überschneidenden Begriffserklärungen werden sowohl bei Vernooij und Schneider, als auch bei Waschulewski und Ignatowicz die Tiergestützte Didaktik[67] und Förderung[68] der TGP untergeordnet. Die Tiergestützte Didaktik (TGD) meint die Initiierung von zielorientierten Lernprozessen mithilfe von Tieren in der Schule.[69] Während unter Tiergestützter Förderung (TGF) Interventionen mit Hilfe von Tieren zu verstehen sind, die unter Erstellung eines „[…] individuellen Förderplans vorhandene Ressourcen des Kindes stärken und unzugänglich ausgebildete Fähigkeiten verbessern sollen“[70]. Diese Unterteilung scheint zunächst etwas irreführend und ergänzungsbedürftig. Somit kritisiert Saumweber die Außerachtlassung und Trennung wichtiger Lern- und Entwicklungsprozesse innerhalb dieser Definitionen.[71] Die Differenzierung ist hingegen sehr sinnvoll. Die grundlegenden Unterschiede dieser beiden pädagogischen Interventionsformen liegen darin, dass TGD sich an eine Gruppe innerhalb einer Bildungsinstitution richtet, während TGF individuell auf ein Kind ausgerichtet wird, welches Entwicklungsrückstände aufweist. In diesem Fall sollte die Intervention entsprechend von einem Sozialpädagogen durchgeführt werden.

Die Festlegung der Zielgruppe für TGP, die bei Vernooij und Schneider aus Kindern und Jugendlichen mit „Problemen“ oder „Beeinträchtigungen“ besteht, ergibt sich als verwirrend.[72] Denn diese Intervention richtet sich sowohl an Kinder und Jugendliche mit Verhaltensstörungen[73], aber auch an jene mit Verhaltensauffälligkeiten[74]. TGP leistet für Kinder, die keine markanten Auffälligkeiten aufweisen, einen ebenso wertvollen Beitrag. Denn wie bereits beschrieben sollen die „Kompetenzen eines Kindes insgesamt“[75] verbessert werden. Jedoch profitieren Menschen in schwierigen Lebenslagen besonders vom Einsatz der Tiere.

[...]


[1] Vgl. Vernooij & Schneider 2008, 7.

[2] http://www.duden.de/rechtschreibung/Evidenz [27.07.2013].

[3] Vgl. Vernooij & Schneider 2008, 7.

[4] Vgl. ebd. f.

[5] Ebd.

[6] Empathie meint die Einfühlung in fremdes Erleben, das Sichhineinversetzen in die Gefühlssituation anderer Menschen (Vernooij & Schneider 2008, 39).

[7] Vgl. ebd., 8.

[8] Greiffenhagen 2007, 22.

[9] Ebd.

[10] Vgl. ebd.

[11] Vgl. Greiffenhagen 2007, 23.

[12] Vgl. Vernooij & Schneider 2008, 9.

[13] Vgl. ebd., 22.

[14] Ebd., 14.

[15] Vgl. Fine & Beck 2010, 5.

[16] Vgl. ebd.

[17] Vgl. Vernooij & Schneider 2008, 14.

[18] Vgl. ebd., 15.

[19] Ebd. zitiert nach Krüger 1934, 11.

[20] Vgl. ebd.

[21] Vgl. ebd., 9.

[22] Vgl. ebd., 15.

[23] Vernooij & Schneider 2008, 16 zitiert nach Vernooij 2004, 12.

[24] Vgl. ebd., 20.

[25] Vgl. ebd.

[26] Ebd. 18 zitiert nach Körner 1996, 121.

[27] Vgl. ebd.

[28] Vgl. Hartmann 2010, 94.

[29] Wohlfarth et al. 2013a, 181.

[30] Eine triadische Beziehung (Triangulierung) meint erfahrungsgemäß das familiäre Dreieck zwischen Mutter, Vater und Kind. Die Interaktion innerhalb dieser Dreiecksbeziehung ermöglicht dem Kind durch die Diversität der Beziehungen variable Identifizierungs- und Perspektivmöglichkeiten. Sie seien grundlegend für die Entwicklung von Reflexivität und Bildungsfähigkeit im psychologischen Sinne als „die mentale Fähigkeit, sich selbst in Beziehung zu einem anderen im Spiegel eines beobachtenden Dritten zu sehen […]“ (Dammasch 2008, 244).

[31] Vgl. Wohlfarth et al. 2013a, 181.

[32] Ebd., 182.

[33] Ebd.

[34] Vernooij & Schneider 2008, 34.

[35] Kaufmann 1980, 63.

[36] Vgl. ebd.

[37] Kruger & Serpell 2010, 36.

[38] Die ESAAT wurde im Oktober 2004 zur Erforschung und Förderung der therapeutischen, pädagogischen und salutogenetischen Wirkung der Mensch/Tier-Beziehung mit Sitz in Wien an der Veterinärmedizinischen Universität Wien gegründet. Ihre Hauptaufgaben sind die Erforschung und Förderung der tiergestützten Therapie, sowie die Verbreitung von Wissen über die therapeutische, pädagogische und salutogenetische Wirkung der Mensch/Tier-Beziehung (vgl. http://www.esaat.org/) [20.07.2013].

[39] http://www.esaat.org/fileadmin/medien/downloads/Die_Definition_TgT-20.2.2012.pdf [20.07.2013].

[40] Breitenbach 2006, 2f.

[41] Vgl. Vernooij & Schneider 2008, 29.

[42] Vgl. Greiffenhagen 1993, 15.

[43] Vgl. http://www.petpartners.org/history [25.08.2013].

[44] Kruger & Serpell 2010, 34.

[45] Mit Lebensqualität sind heute sowohl materielle und normative als auch soziale und natürliche Lebensbedingungen als zusammenhängendes Ganzes erfasst, wobei die subjektive Erlebenskomponente der entscheidende Faktor für Bewertung und damit für die Zufriedenheit/Unzufriedenheit zu sein scheint (Vernooij & Schneider 2008, 35).

[46] Ebd., 30.

[47] Ebd., 31.

[48] Ebd.

[49] Vgl. ebd., 36.

[50] Ebd., 41.

[51] Vgl. ebd., 51.

[52] Kruger & Serpell 2010, 34.

[53] Vgl. ebd., 31.

[54] Vgl. ebd., 44.

[55] Vgl. ebd., 43.

[56] Schaub & Zenke 1995, 263.

[57] Ebd.

[58] Vgl. ebd.

[59] Saumweber 2009, 71.

[60] Ebd.

[61] Die Besondere Pädagogik gilt neben der Allgemeinen, der Historischen und der Vergleichenden Pädagogik als ein Teilgebiet der Pädagogik. Sie beschäftigt sich […] mit den Grundlagen philosophischer und anthropologischer Voraussetzungen von Erziehung und Bildung […] unter Berücksichtigung spezifischer Problemfelder oder Institutionen, aufgeteilt in Schulpädagogik, Sonderpädagogik und Sozialpädagogik (Waschulewski & Ignatowicz 2013, 9).

[62] Ebd., 14.

[63] Kompetenzen sind „die bei Individuen verfügbaren oder durch sie erlernbaren kognitiven Fähigkeiten und Fertigkeiten, um bestimmte Probleme zu lösen, sowie die damit verbundenen motivationalen, volitionalen (d. h. absichts- und willensbezogenen) und sozialen Bereitschaften und Fähigkeiten, um die Problemlösungen in variablen Situationen erfolgreich und verantwortungsvoll nutzen zu können ( Weinert 2001, 27f.).

[64] Perren et al. 2008.

[65] Genthner et al. 2012.

[66] Ebd., 13.

[67] Didaktik wird als die Theorie des schulischen Unterrichts bezeichnet. (Vernooij & Schneider 2008, 49.)

[68] Förderung im pädagogischen Sinne meint dem entsprechend unterstützendes, helfendes (pädagogisches) Einwirken auf ein Individuum (i. d. R. auf ein Kind), um es in seiner gesamten Entwicklung voranzubringen und seine individuelle Entfaltung zu einem Optimum zu führen (Ebd., 36.)

[69] Vgl. ebd., 49.

[70] Ebd., 37.

[71] Vgl. Saumwerber 2009, 73.

[72] Vernooij & Schneider 2008, 46.

[73] Als verhaltensgestört gilt, wer von einer in der jeweiligen Gesellschaft bzw. Kultur allgemein geltenden Verhaltensnorm erheblich, wiederholt und über einen längeren Zeitraum hinweg abweicht (Metzinger 2005, 16).

[74] Verhaltensauffälligkeiten sind erhebliche Abweichungen vom durchschnittlichen, „normalen“ Verhalten unter dem Gesichtspunkt eines zu viel oder zu wenig (Metzinger 2005, 14).

[75] Waschulewski & Ignatowicz 2013, 14.

Details

Seiten
68
Erscheinungsform
Erstausgabe
Jahr
2013
ISBN (eBook)
9783956847646
Dateigröße
1.7 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v297691
Institution / Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin
Note
2
Schlagworte
Mensch-Tier-Beziehung Professionalisierung tiergestützter Pädagogik Probleme tiergestützter Pädagogik Domestikation Pädagogik mit Tieren

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Titel: Tiergestützte pädagogische Interventionen: Entstehung und Probleme im Spannungsfeld von Therapie und Pädagogik