Lade Inhalt...

Sigmund Freuds Traumdeutung im Lichte der Neurowissenschaften: Eine Kontroverse

Bachelorarbeit 2013 52 Seiten

Psychologie - Diagnostik

Zusammenfassung

Sigmund Freud sorgt bis heute mit seinem 1900 erschienen Werk „Die Traumdeutung“ für viele Diskussionen, auch innerhalb der Neurowissenschaften. Für Freud drücken sich im Traum unbewusste Wünsche aus, die durch einen psychologischen Mechanismus zensiert werden, damit der Träumer nicht aufwachen muss. Damit ist der Traum der „Hüter des Schlafs“. Der neurowissenschaftliche Traumforscher Allan Hobson postuliert 1977 seine „Aktivierungs-Synthese Theorie“, die sich explizit gegen die Freud’schen Thesen richtet. Nach Hobson entstehen Träume durch einen physiologischen Prozess des Gehirns (hauptsächlich im Hirnstamm) und haben keine spezifische psychologische Bedeutung. Für ihn sind Freuds Thesen mit seinen Erkenntnissen nicht in Einklang zu bringen und dessen Theorie nicht mehr als eine psychoanalytische Spekulation. Der Neurowissenschaftler und Psychoanalytiker Mark Solms übt hingegen scharfe Kritik an Hobsons Theorie. Er postuliert 1997 die Ergebnisse einer Studie, die er an Patienten mit Hirnläsionen durchführte: Solms beobachtet, dass regelmäßig ganz andere Regionen des Gehirns am Traumprozess beteiligt sind, als Hobson behauptet. Er sieht seine Ergebnisse - neben weiteren aktuellen Erkenntnissen aus den Neurowissenschaften - zudem sehr gut mit den Freud’schen Aussagen über den Traum im Einklang. Es beginnt ein wissenschaftlicher Streit rund um die Freud’schen Theorien zum Traumgeschehen, welche in den Neurowissenschaften bis Dato für veraltet galten. Im Jahr 2009 ersetzt Allan Hobson seine ehemals paradigmatische „Aktivierungs-Synthese Theorie“ durch eine neue Konzeption, der „Theorie des Protobewusstseins“. Dieses Modell weist – im Gegensatz zu seiner ursprünglichen Theorie - einige Ähnlichkeiten mit Freuds Annahmen auf.

Details

Seiten
52
Erscheinungsform
Erstausgabe
Jahr
2013
ISBN (eBook)
9783958208285
Dateigröße
1.4 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v308968
Note
1,3
Schlagworte
sigmund freuds traumdeutung lichte neurowissenschaften eine kontroverse

Autor

Teilen

Zurück

Titel: Sigmund Freuds Traumdeutung im Lichte der Neurowissenschaften: Eine Kontroverse