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Die römische Stadt: Ein Ort der Repräsentation und Ideologisierung der römischen Kaiser

Bachelorarbeit 2011 48 Seiten

Archäologie

Leseprobe

1.1 Hinführung zum Thema, die Stadt der römischen Kaiserzeit

Die Stadtforschung der Kaiserzeit beinhaltet ein breit gefächertes Gebiet an Themen, die zur Aufklärung wichtig sind. Mit den folgenden einleitenden Fragen soll das Thema genauer erörtert werden, um dadurch die von mir behandelten Bereiche zu erklären. Die Komplexität, was eine Stadt der Kaiserzeit definiert, wirft immer wieder neue Fragen und Probleme auf.

Die Fülle der Ergebnisse von Ausgrabungen und Publikationen der Stadtforschung und ihren zugehörigen Forschungsgebieten in den römischen Provinzen ist kaum mehr zu überblicken.

Der Anfang der Monumentalisierung der Städte; in wieweit kann die augusteische Zeit als Ursprung gesehen werden? Welches Gewicht hat diese Epoche historisch gesehen insgesamt für die Geschichte der Repräsentationsbauten der römischen Städte, als auch in den Provinzen? Was stand vor der Monumentalisierung der Städte im Blickpunkt als Stadtrepräsentation? Definiert sich der Wohlstand von Bürgern oder einer ganzen Stadt durch bestimmte Bauten? Gab es besondere Voraussetzungen wirtschaftlicher oder sozialer Natur, die einen Stadtwandel unterstützten, etwa die Ausbeutung von Bodenschätzen, die verschiedenen Wellen von Immigration, die Exporte der Landwirtschaft, die durch Cäsar und Augustus angelegten Veteranensiedlungen, die Neustrukturierung des Landes unter Augustus mit den drei Provinzhauptstädten?[1] Welcher, in die Struktur eingreifende Wandel einer Stadt kann den Kaisern zugeschrieben werden, zum Beispiel den flavischen Kaisern oder jenen im zweiten bis dritten Jahrhundert n. Chr.? Was waren die Gründe oder Ursachen einer Veränderung der öffentlichen und privaten Bauten, wie aufgrund der Bürgerrechts­verleihungen und anderer historischer und ökonomischer Indizien oft angenommen wird? Erlahmte der Impetus der frühen Kaiserzeit schnell, wie man aufgrund der archäologischen Zeugnisse vermuten könnte?[2] Wie stark kann eine Stadtrechtsverleihung und Privilegierung in die Struktur sowie Konzeption eingreifen? Ist das Vergleichen des Veränderungsprozesses in den italischen Städten der Kaiserzeit, wo sich manches dank erhaltener Inschrift oder Besseres, im Falle von Pompeji, eine Erhaltung der Gesamtkontexte, klarer abzeichnet, auch auf die Städte der Provinzen anwendbar?[3] Warum haben die Neugründungen von Städten aus augusteischer Zeit andere Anordnungen von Gebäuden und auch größere Dimensionen in der Raumkonzeption?

In Rom und Pompeji lässt sich die Umgestaltung des Forums gut verfolgen. In Pompeji, als Beispiel für die frühe Kaiserzeit, war der zentrale Platz von einem beherrschenden Tempel geprägt, daher mussten die neuen Tempel, heiligen Bezirke, Altäre, auf den Langseiten des Forums eingerückt, oder sogar außerhalb errichtet werden.[4] Andererseits gibt es zahlreiche Beispiele für die Errichtung von Tempeln, die dem Kaiserkult zuzuschreiben sind, und auch kaiserlichen Repräsentationsbauten, an den zentralen Stellen der Städte, wie in Rom, als auch vor allem bei Neugründungen. Für die Vitalität der öffentlichen Hand überhaupt gibt der Gesamteindruck aller erhaltenen Plastiken der Kaiserzeit wichtige Hinweise.[5] So könnte die These der Stagnation im Ausbau der Städte und dem Desinteresse an bürgerlicher Repräsentation schon im Laufe des ersten Jahrhunderts n. Chr. durch eine überblicksmäßige Bestandsanalyse, der in den Museen aufbewahrten Skulpturen, gestützt werden.[6] Wie in Italien und der Provence sind Überreste von Porträtstatuen aus spätrepublikanischer und julisch-claudischer Zeit überall zahlreich, aus der späteren Kaiserzeit aber seltener.[7] Die Skulpturenfunde aus dem zweiten Jahrhundert n. Chr. gehören überwiegend in den Bereich der sogenannten Ideal-Skulptur und der in Gärten und Villen aufgestellten Genreplastik beziehungsweise des Marmormobilars aufwendiger Häuser.[8] Anhand dieser Informationen kann man zu dem Ergebnis kommen, dass die staatliche und auch bürgerliche Repräsentation einen Rückgang erlebte. Wenn man also den Blick auf einzelne Bauten, zum Beispiel in Rom legt, so schwindet das Engagement für Öffentliches und eine damit einsetzende Spezialisierung der Ausstattung sowie des gesamten Luxus der Privatgebäude. In den Provinzen kommen mit der Kaiserzeit neue Formen auf, die direkt oder indirekt von den großen augusteischen Bauten in Rom abhängen.[9] Sie unterscheiden sich durch qualitativ hochwertigeres Material, Marmor oder hellem, festem Kalkstein, in der Ausarbeitung zum früheren Dekor, und breiten sich erst seit etwa dem letzten Jahrzehnt des ersten Jahrhunderts v. Chr. aus.[10] Dabei kann man im Einzelnen nun aber wieder nicht zwischen augusteisch und julisch-claudisch unterscheiden.[11] In den Provinzen fehlen oft repräsentative Stadtbilder vor der Zeit Cäsars. Ein möglicher Grund dafür kann die fehlende Existenz ortsansässiger Eliten, die als Voraussetzung angesehen werden kann.[12] Die Städte der Provinzen, vor allem jene, die in Gebieten liegen, die von ständigen Kriegen und Ausbeutungen geprägt waren, sind natürlich gehemmt in ihren Entfaltungsmöglichkeiten in Bezug auf Repräsentationsbauten und Erscheinungsbild einer Stadt. Eroberte Gebiete wurden genutzt um vor allem zuerst Bodenschätze, später dann mehr und mehr auch landwirtschaftliche Produkte zu beziehen.[13] Eines der Beispiele einer Stadt einer Provinz bietet Carmona auf der Iberischen Halbinsel. Die Verteidigungsanlage entspricht modernen hellenistischen Modellen, während der Ausbau im Inneren der frühen Städte wohl eher den Anblick von Goldgräberstädten mit vielen Holzbauten geboten haben dürfte.[14]

Die Periode des Wandels von der Republik, hin zur Kaiserzeit. Wenn man von Italien ausgeht, gewinnt man den Eindruck, dass die Zeit des Augustus eine entscheidende Phase für das zukünftige Erscheinungsbild der römischen Städte war. Im späteren Verlauf der Kaiserzeit scheint das Interesse an repräsentativen öffentlichen Bauten in Italien sowie in den Provinzen zu schwinden.[15] Der private Bereich tritt in den Vordergrund des Lebens der Römer.

Die gut publizierten Grabungsergebnisse, die veröffentlicht werden, sind meist von großen Baukomplexen, deshalb kennen wir so viele Thermen, Theater, Basiliken und Fora; aber selten, was zwischen diesen Anlagen lag, Wohnviertel oder anders genutzte Bauten. Die Fragestellung nach einem Stadtbild und danach, die Stadt selbst in ihrem Wandel darzustellen, im Laufe der verschiedenen Epochen ist daher nicht zu beantworten, ohne weitere Probleme aufzuzeigen und auch manches offen zu lassen. Der Historiker und Archäologe steht daher vor dem Problem, viele Einzelbefunde von Gebäuden, Monumenten und Objekten, teils ohne Kontext, welche zwar durch Gattung und Typ geordnet, sowie meist auch datiert sind, in eine funktionszusammenhängende Struktur zu bringen.[16] Dies wäre aber nötig, um eine Stadt als Lebensraum in ihrer Entstehung, als auch in ihrem Wandel nachzuvollziehen und zu erkennen. In engem Zusammenhang des Wandels von Lebensräumen, Städten, stehen gesichert politische und gesellschaftliche Strukturen, welche neue Aufgaben sowie Vorgaben diktieren.

Trotz vieler Publikationen, Kolloquien und Kongresse im Bereich Altertumswissenschaften zum Thema „Stadt“ in der Antike, ist man von einer gesicherten historischen und archäologischen Geschichte der römischen Stadt noch weit entfernt.[17] Ist man doch bei diesem Thema auf die Präsentation von isolierten Befunden angewiesen. Die Frage nach dem Gesamten, wie eine Stadt von durchschnittlichen römischen Bürgern erlebt und gesehen worden war, ist kaum rekonstruierbar. Die Forschungen der Althistoriker in politischen und wirtschaftlichen Angelegenheiten und sozial unterschiedlichen Schichten der römischen Bevölkerung geben einen Einblick in die Faktoren eines Lebensraums. Die Fülle an Aspekten die eine Stadt ausmachen, sind schwierig zu überschauen, als auch schwer in einen Kontext zu bringen: Raumordnung, Straßensysteme, Infrastruktur, öffentliche und private Bauten, Fora, Ausstattung, Dekorelemente, die gesamte „Bilderwelt“, der die Bürger einer bestimmten Zeit täglich in ihrer Stadt begegneten.[18]

Die markanten Faktoren einer Stadt werden natürlich von Historikern und Architekten herangezogen, um Stadtanlagen und Stadtbilder geschichtlich zu interpretieren. Es sei dahingestellt, ob eine gewisse Schicht der Bürger oder ein Einzelner eine Stadt prägte. War es nun die von einer Festung beherrschte oder von der Kathedrale überschattete mittelalterliche Stadt, die barocke Residenz, der Denkmalsplatz des 19. Jahrhunderts oder auch die von cardo und decumanus gegliederte und vom Forum und Kapitol beherrschte römische Stadt.[19] Einschneidende Änderungen in einer Stadt standen nicht an der Tagesordnung, aber in kleinen Details ist das zu erwarten. Komplett neue Strukturen beinhalten verändernde Rahmenbedingungen des Lebens einer Gesellschaft, gleich ob politischer oder kultureller Natur. Daher ist zu unterscheiden zwischen kontinuierlichem Wandel wie Ergänzungsbauten und Erneuerungen nach Bränden oder Umgestaltungen, denen ein gesellschaftlicher Wandel und neue Wertvorstellungen zugrunde liegen.[20] Aufgrund der vorliegenden Ergebnisse der Forschung ist man gewillt, Städte in ihrer Veränderung durch Aufzeigen der Aktivität durch einzelne Bauten zu definieren und auch von Stadt zu Stadt sehr isoliert zu interpretieren.[21] Ein wichtiger Aspekt in der Stadtforschung, der bislang außen vor gelassen wurde, wäre der Vergleich der Städte auf gemeinsame Merkmale aufgrund der Vielfalt an Ergebnissen. Miteinbezogen werden könnten Merkmale von Städten auch anderer Kulturen einer ganzen Epoche mit dem Blick auf gleichzeitige, vorhergehende und nachfolgende Phasen. Also ein kulturübergreifendes Gesamtkonzept für Städte. In der Folge könnte von einer gesamten Strukturanalyse der Stadt besser auf einzelne Lebensräume geschlossen werden. Fragen wie die folgenden könnten beantwortet werden: Welche Funktionen hatten zentrale Plätze in der Lebenswelt einer bestimmten Zeit? Welche Rolle spielte der Handel, die Kultur, die Repräsentation, staatlich oder privat? Wie kann man aus der Anbindung eines Straßennetzes, aus architektonischer Gestaltung oder aus der Aufstellung von Ehrenmonumenten allgemeine Thesen definieren?[22] Aufgrund der fragmentarischen und punktuellen Überlieferung der Stadt in der Antike kann nur ein idealtypisches Rekonstruieren weiterführen.[23] Man ist gezwungen, die gut erhaltenen und publizierten Bereiche der Städte zu nutzen, um auf ein Strukturkonzept schließen zu können, unter Einbeziehung der vielen einzelnen Bauten, Monumente, Statuenfragmente, als auch der einzelnen Hinweise in der Literatur über ihre überlieferte Nutzung und/oder Abweichung von der Norm. Des Öfteren sind durch Zeugnis herausragende oder untypische Struktureigenarten von Bauten, Statuen und Objekten, die Erklärungsbedarf haben, überliefert. Was fehlt sind die Hinweise auf das durchschnittliche Bild eines Bürgers in Städten, das nur in Einzelfällen überliefert wurde. Eine Fülle von Fragestellungen ergibt sich, die leicht ausgesprochen werden können aber schwer erklärbar sind. Der Versuch, gemeinsame Strukturen eines Stadtbildes in einer Epoche auszuarbeiten gilt vor allem für die Kaiserzeit als aussichtsreich. Die umfassende typologische Gebundenheit der Architekturkomplexe, der Einzelbauten, aber auch des gesamten Dekors von Ehrenstatuen, bis hin zum Bauornament, lässt immer Rückschlüsse vom Fragment auf das Ganze zu.[24] Bei Kenntnissen der Grundmuster genügt zum Beispiel ein korinthisches Kapitell einer bestimmten Größe und Machart, um den entsprechenden Tempel und den qualitativen Standard einer Werkhütte zu erschließen, ebenso bei geringfügigen Resten einer scaenae frons oder eines Ehrenbogens.[25] Ein nur teilweise erhaltener Grundriss lässt eine entsprechende Basilika, das Fragment eines Rankenfrieses, die Art der Dekoration und der Entstehung feststellen.[26] So auch bei plastischem Schmuck, bei repräsentativen Gebäuden, für die architektonische Form und Größe eines Grabmonuments oder auch einem Haus. Wenn die Gräberstraßen einer Stadt nicht bekannt sind, lassen zum Beispiel die Voluten der Grabaltäre oder die Reste des Aufbaus der Ädikulargräber weitgehende Schlüsse auf das Aussehen einer Nekropole und ihre soziale Stratifizierung zu.[27] Es kann also durch bestimmte Skulpturen oder Objekte eine allgemeine Zuordnung in verschiedenen Städten geschaffen werden, die Aussagen über das gesellschaftliche Miteinander einer Bevölkerung ermöglichen. Ein Blick auf möglichst viele Fakten und Fragmente lässt wirkliche Schlüsse auf die Struktur und die Geschichte einer Stadt zu. Ein zwanghaftes Gefüge aus isolierten Gebäuden bringt nicht ein Konzept oder die Idee der Stadt hervor; Forschungen über einzelne Bauten sind unentbehrlich und notwendig, müssen aber in umfassenderer Weise in ein Gefüge mit Blick auf die Gesamtkonzeption eingebunden werden.[28]

2. Allgemeines zu den römischen Städten der Kaiserzeit

Die Anzahl der Städte im Imperium Romanum, Poleis und civitates des zweiten Jahrhunderts n. Chr., schätzte man auf ungefähr 2000.[29] Diese waren zweifellos prägende Elemente des Römischen Reiches. Eine Polis oder civitates kann man reduziert als eine Gemeinschaft von Bürgern beschreiben, welche über ein bestimmtes ihnen zugehöriges Gebiet verfügen und sich „autonom“ verwalten. Verwaltung kann durch verschiedenste Funktionen erfolgen: Volksversammlungen, Rat, Amtsträger, eigener Gerichtsbarkeit sowie in Einzelfällen durch lokale Münzprägung.[30] Bürger-Gemeinschaften waren nicht auf ein städtisches Zentrum beschränkt, es gab keine Stadtbürgerschaft, wie man sie jedenfalls als Idealtypus aus dem Mittelalter kennt.[31] Die im Westen oppidum oder urbs, im Osten asty genannten Siedlungen der civitates oder Polis und deren Territorium bildeten eine rechtliche Einheit. Stadt- und Landbewohner waren im Prinzip juristisch nicht voneinander zu unterscheiden.[32] Es wird der Begriff Stadt verwendet, und das zu Recht, auch wenn das Siedlungszentrum einer civitates oder Polis keineswegs immer einen städtischen Charakter besaß.[33] Die Städte des Imperium Romanum waren meist Kleinstädte mit 2000 bis 10.000 Einwohner, wie etwa Xanten am Niederrhein oder Pompeji, aber es gab auch eine größere Zahl von mittelgroßen Orten mit 10.000 bis 50.000 Bewohnern, wie etwa Köln, Trier oder das spanische Gades.[34] Zu den, uns wissentlich bekannten Großstädten, mit zum Teil mehreren Hunderttausenden Bewohnern, zählen neben Rom auch Karthago, das ägyptische Alexandria und das syrische Antiochia.

Die römische Kultur und auch die griechische entwickelte sich im Wesentlichen in Städten.[35] Eine Stadt kann als Zentrum einer Gemeinschaft von Bürgern gesehen werden, welche Platz für Entwicklung von politischer, religiöser und kultureller Identität bietet. Die römische und auch die griechische Stadt lässt sich vom Dorf kaum nach ihrer Größe oder ihrer Besiedlungsdichte differenzieren, sondern eher nach ihrer Komplexität.[36] Die Frage nach Ausstattung in Form von öffentlichen Gebäuden als auch Infrastruktur sind entscheidende Faktoren um den Begriff Stadt zu gebrauchen. Die Grundbausteine von Städten lassen sich einheitlich folgender Maßen darstellen:

Der zentrale Platz, das Forum, oder im griechischen Raum die Agora, verschiedene öffentliche Gebäude, städtische Heiligtümer, meist eine Akropolis, Wohnquartiere, vielfach eine Stadtmauer, Stadttore, meist an den größten Straßen und Gräberbezirke.[37] Es sind zwei ursprüngliche Typen von Städten zu unterscheiden, die gewachsene und die geplante Stadt. Beispiele für gewachsene Städte sind, ausgehend von einer alten Siedlung oder von mehreren zusammengewachsenen Siedlungen, Rom oder Athen. Ihre Struktur ist an der natürlichen Formation des Geländes orientiert, von alten Straßen und Wegen bestimmt.[38] An Rom ist dies zu erkennen, die Orientierung ist ausgerichtet durch den Übergang einer alten Handelsstraße über den Tiber und der Tiberinsel. Weitere Straßen, die das Stadtbild Roms prägten, führen um die Täler der sieben Hügel, was vor allem an der Straße um den Palatin zu erkennen ist. Tempel, Forum und Wohnbereiche sind dem Gelände entsprechend verteilt. Ein Eingriff in gewachsene Strukturen einer Stadt kann nur schwer durch spätere Planung verändert werden. In Rom wurde die Struktur der gewachsenen Stadt, trotz groß angelegter Neuplanungen in der Kaiserzeit, grundsätzlich nie überwunden.[39]

Geplante Städte setzen eine komplette Neugründung voraus, die nach einem Gesamtplan vonstattengeht. Als Begin der Planstädte können die griechischen Koloniestädte seit dem späten 8. Jahrhundert v. Chr. gesehen werden.[40] Ein frühes Beispiel ist Megara Hyblaea auf Sizilien, 728 v. Chr. gegründet.[41] Ein großer Schritt für die Entwicklung regelmäßiger Städte wurde in der Antike dem Stadtplaner Hippodamos von Milet aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. zugeschrieben.[42] Dem Stadtarchitekten werden von den antiken Quellen die Planung der Stadt Milet nach der Zerstörung durch die Perser 480 v. Chr., des Piraeus, der Koloniestadt Thurioi in Süditalien und die Neuplanung von Rhodos zugeschrieben, die alle im 5. Jahrhundert v. Chr. nach dem orthogonalen Prinzip angelegt sind.[43] Seither war meist das orthogonale Planungsschema für Neugründungen verwendet worden.

Die Stadt der römischen Zeit kann durch zwei weitere wichtige Faktoren erörtert werden, der städtebauliche Faktor und der rechtliche Bereich mit dem Verwaltungsapparat.[44] Rechtlich gesehen war die Stadt eine Personalgemeinschaft von Bürgern, etwa civitas Treverorum, die im städtischen Zentrum, aber auch auf dem Land leben konnten.[45] Juristisch wurde eine Stadt oder Gemeinde durch Beamte, Magistrate, Strategen, Archonten, als auch durch den Rat, curia, bule und durch das Volk, populus, demos, repräsentiert. An den römisch organisierten Städten kann man in ihrem Stadtbild und ihrer Struktur eine Abbildung oder Nachahmung Roms erkennen.[46] Es gibt viele lokale Varianten mit unterschiedlicher Zahl der Magistrate, aber es lässt sich folgendes Grundschema feststellen: zwei duoviri, die die Funktion der consules bzw. praetores haben, zwei aediles oder quaestores, die die entsprechenden stadtrömischen Funktionen abdecken.[47] Die curia strebte im Normalfall 100 Mitglieder an, oder weniger, aufgrund von der Größe und Wirtschaftslage einer Stadt.[48]

3. Die zwei Phasen der Monumentalisierung

Die Geschichte der Monumentalisierung beginnt im ersten Jahrhundert v. Chr. in Italien in zwei Phasen und der entscheidende Einschnitt liegt in der Zeit des Augustus. In den Provinzen des Römischen Reiches kann man mehr oder weniger von einem parallel laufenden Prozess sprechen, bis auf manche Abweichungen beziehungsweise von einem verspäteten Beginn.[49] Im heutigen Spanien zum Beispiel wird die Monumentalisierung mit erheblicher Verspätung angesetzt, drittes Viertel des ersten Jahrhunderts, und die spezifische augusteische Ausgestaltung der Städte als Folge der kulturellen Erneuerungspolitik setzt erst in der zu Ende gehenden Regierungszeit des Augustus ein.[50] Als herausragender Umbruch kann die zweite Hälfte der Amtszeit des Augustus gesehen werden, was die Qualität und den Anspruch an Ausstattung der Städte mit öffentlichen Bauten und Denkmälern anbelangt.[51] Für diese Zeit, welche zweite Phase genannt wird, können Schlagwörter wie „Marmorisierung“, „Monumentalisierung“ oder „Prägung durch die augusteische Ideologie“ die Richtung der Interpretationen andeuten.[52] Rom als Hauptstadt diktierte mit der neuen Gesinnung, die sich durch Augustus entwickelte, Bauten für die Städte der Provinzen. Da sich der Prozess schrittweise auf das Römische Reich ausbreitete und in den einzelnen Städten von individuellen Entscheidungen, vor allem von den, die Bauprogramme tragenden, Honoratiorenfamilien abhing, kam es vermutlich zu einem längeren Nebeneinander der beiden Stile.[53] Es ist ja auch eine gewisse Bauzeit für Großanlagen zu erwarten. Daher muss man sich vorstellen, dass gleichzeitig in einer Stadt noch ein republikanisch geprägtes Gebäude aus der ersten Monumentalisierungsphase errichtet wird, während man in der Nachbarstadt schon im augusteischen Stil nach neuen Mustern baute. Die beiden Phasen zeigen den Umbruch der Wertvorstellungen in einer Gesellschaft zu Beginn der Kaiserzeit auf.[54]

3.1 Die erste „republikanische“ Phase der Monumentalisierung

Der Grund für die Ausstattung der Städte mit monumentalen Bauten im öffentlichen Bereich ist, dass die Elite einer Stadt sich durch derartige Vorhaben dauerhaft an eine Stadt bindet, sich mit ihr identifizieren kann, gleichzeitig aber auch Ambitionen hat, die über den unmittelbaren städtischen Rahmen hinausgehen.[55] Die Voraussetzung ist der wirtschaftliche Aufschwung einer Stadt, der in den Provinzen nach den Bürgerkriegen und mit Cäsar eintritt. Die Herausbildung von Neugründungen, Veteranensiedlungen und Stadtprivilegierungen waren sicherlich ausschlaggebend für ein steigendes Selbstbewusstsein der Stadteliten.[56] Es beginnt eine Art Konkurrenz zwischen den Städten um ein erhabenes sowie anspruchsvolles Stadtbild unter den Römerstädten in den Provinzen. Der Drang nach Stadtrepräsentation der Eliten war stark beeinflusst von der Teilhabe an der Macht in Rom. Politische Karrieren von Mitgliedern der Honoratiorenfamilien wurden dadurch angestrebt. Aufschwung war auch bei den „Mittelschichten“ fassbar, welche an Grabmonumenten, die, parallel zur Monumentali­sierung der Städte, in aufwendiger Art erkennbar sind.[57] Durch das Ende der langen Bürgerkriegszeiten wird ein Aufschwung eingeleitet, der sich in den Städten durch öffentliche Bauten sichtbar manifestiert. Das Ende der großen Ausbeutungen der Provinzen begünstigt die Möglichkeiten aller Künste in den Städten wieder neuen Aufschwung und Entfaltungs­optionen zu generieren. Das gewonnene Selbstbewusstsein schlägt sich in allen Bereichen nieder. In den älteren Städten werden Theaterbauten in Angriff genommen, für die man möglichst eindrucksvolle Positionen - mit nach außen gewandtem Schaubild - bevorzugt, im Gegensatz zu den mehr in die Städte integrierten Theater der späteren „augusteischen Ent­würfe“.[58]

3.2 Die zweite „republikanische“ Phase der Monumentalisierung

Die Anstöße zu dieser zweiten Phase gehen eindeutig von Rom aus.[59] Erscheinungsform und Intention der neuen Stadtbilder hängen unmittelbar mit der Errichtung der Monarchie, den ideologischen Werten des augusteischen Programms kultureller Erneuerung und konkret mit den großen neuen Repräsentationsbauten in Rom zusammen.[60] Die Eliten aller Provinzen der Städte übernahmen die Ideen aus Rom. Natürlich ergeben sich Unterschiede in der Ausführung der repräsentativen Bauten in den Provinzen, welche auf lokale Eigenheiten von Handwerkern und Werkhütten zurückzuführen ist. Die Städte, geprägt durch die Kaiserzeit, heben sich deutlich hervor von ihren Vorgängern. Sie sind mit ganz neuen Ansprüchen, nicht nur an Komfort im Wohnen und Leben, in Infrastruktur, Sicherheit und vielen anderen Bereichen, verbunden, sondern auch an religiöser und politisch-sozialer Sinnstiftung und deren ästhetischer Überhöhung.[61] Es ist zu erwarten, dass ein Wandel durch die Kaiserzeit nicht in jedem Ort der Provinzen stattfand, sonder abhängig von Größe und Strukturen der Honoratiorenfamilien war. Die fassbaren Monumentalisierungen im Inneren der Städte konzentriert sich meist auf Fora und Spielstätten. Es wurde der Kaiserkult in den Städten am Forum eingeleitet. Neubauten waren ab der augusteischen Zeit den politischen Gedanken der Kaiser unterworfen, die Eliten der Städte bekundeten durch Bauvorhaben ihre politische Loyalität. Obgleich Theater, Thermen und Tempel in Gebrauch waren, wurden Bauvorhaben ideologisiert. Statuen der kaiserlichen Familie schmückten die Gebäude und es gab in den Theatern Nischen für den Kaiserkult. Die Präsenz des Kaisers wurde in allen Lebensbereichen eingeführt.

Die neu verwendeten Baumaterialien, welche dignitas, auctoritas, und Größe des Imperiums widerspiegelten, wurden aus allen Bereichen der Provinzen nach Rom gebracht, vor allem Marmor. Monumente, die bereits fertiggestellt worden waren, wurden im Nachhinein mit Marmor verkleidet.[62] Der Stellenwert des Baumaterials Marmor ist hoch einzustufen. Wenn sich eine Stadt keinen Marmortempel leisten konnte, verwendete man möglichst marmor­ähnlichen Kalkstein oder man ließ zumindest Schmuckelemente wie Kapitelle und Basen von Säulen in Marmor ausführen.[63] Durch welche Mittel das Gedankengut der Bauten in Aufbau, Proportionen und Einzelelemente mit den Entwürfen aus Rom übereinstimmte, ist noch unklar. Ob die Künstler der Provinzen die Monumente aus Rom von Aufzeichnungen oder kleinen Rekonstruktionen her kannten, vor allem die der Dekorelemente, ist nicht exakt nachvollziehbar.[64]

Der systematische Charakter von kaiserlichen Stadterneuerungen ist ein politisch wie ideologisch geprägter Prozess. Neugründungen werden zukunftsorientiert angelegt, Bauplätze für später zu errichtende öffentliche Bauten frei gehalten, die Infrastruktur auf steigende Einwohnerzahlen vorbereitend angelegt. Der System-Charakter ist nicht nur in Erneuerungen und Neugründungen zu finden, er prägt das ganze Denken und Handeln der Zeit.[65] Diese neue Gesinnung spiegelt sich auch in der Neugliederung der Provinzen und Provinzhauptstädte wieder. Strukturveränderungen sind in allen Bereichen fassbar. Städte und deren Zentren wurden anhand ihrer neuen politischen und ideologischen Aufgaben hin erneuert um dadurch eine Präsenz des Kaisers, sowie der kaiserlichen Gesinnung zu schaffen. Führende Familien, vor allem in den Provinzhauptstädten, forcierten den Kaiserkult durch gestiftete Bauwerke, aufgrund Repräsentationsinteresses, welches zu einem politischen Aufschwung der Honoratiorenfamilien führte.

Im Bereich der mittleren und späten Kaiserzeit kommt es zu einem Nachlassen des Repräsentationswillens in den Städten. Da dieses Phänomen in vielen kleineren und mittleren Städten Italiens, wie auch in den westlichen Provinzen zu finden ist, müssen die Gründe dafür allgemeinerer Art sein.[66] Wirtschaftliche Faktoren und der Gigantismus der kaiserlichen Bauten, sowie das Abklingen der augusteischen Ideologie, könnten der Auslöser des Rückzugs aus der Öffentlichkeit gewesen sein.

4. Augustus

Die Römische Republik befand sich im letzten Jahrhundert ihrer Existenz, vor Beginn der Kaiserzeit, seit den Reformen der Gracchen in einer Krisenlage mit andauernden Bürger­kriegen. Augustus, der zuvor Oktavian genannt wurde, der Großneffe Gaius Iulius Caesars, hatte im Machtkampf nach Caesars Ermordung seinen ehemaligen Mitstreiter im Triumvirat, Marcus Antonius, der gemeinsam mit Kleopatra von Ägypten aus ein hellenistisches Königreich zu errichten versuchte, bei Actium 31 v. Chr. besiegt.[67] Augustus legte 27 v. Chr. seine, durch den Bürgerkrieg übertragenen Sondervollmachten, die ihn praktisch zum Alleinherrscher machten, offiziell nieder. Aber er ließ sich später die Amtsvollmachten eines Volkstribunen, sowie Oberbefehlshabers über die Legionen der Grenzprovinzen immer wieder erneuern.[68] Diese Vollmachten bildeten zukünftig die formale Basis des Kaisertums. Tacitus überliefert den Beginn des Prinzipats und die Probleme des römischen Staates, welche eine Alleinherrschaft ermöglichten.

Tacitus Annales 01,02[69]

Als, nachdem Brutus und Cassius tot waren, schon keine staatliche Waffen mehr waren, Pompeius bei Sizilien überwältigt wurde und Lepidus entmachtet war, Antonius den Tod erlitten hatte, nicht einmal für die julianische Partei außer Caesar ein Führer übrig war, gab er sich, nach Ablegen des Namens des Triumvirats als Konsul aus du als zufrieden mit der tribunizischen Macht zum Schutze des Volkes, sobald er den Soldaten mit Geschenken, das Volk durch Getreide, alle durch die Annehmlichkeit des Friedens verlockt hatte, erhob sich allmählich, zog die Befugnisse des Senats, der Beamten, der Gesetze an sich, wobei sich keiner entgegenstellte, weil die entschlossensten in den Schlachtreihen oder durch Ächtung zu Fall gekommen waren, die übrigen der Adeligen, je bereiter einer zu Knechtschaft war, durch finanzielle Mittel und Ehrungen befördert wurden und wegen neuen Lagen vermehrt Sicheres und Gegenwärtiges lieber als Altes und Gefährliches wollten. Auch lehnten die Provinzen jenen Stand der Dinge nicht ab, nachdem die Herrschaft des Senats und des Volkes in Verdacht geraten war durch Wettkämpfe der Mächtigen und Habsucht der Beamten, aufgrund der schwachen Hilfe der Gesetze, die durch Macht, Ehrgeiz, schließlich durch Geld unwirksam gemacht wurden.

Mit Propaganda in allen Bereichen der Kunst legitimierte Augustus seinen Herrschaftsanspruch. Durch öffentliche und private Bauvorhaben, Schenkungen an die plebs, Einbindung seiner Person als Herrscher in den Kult und Verherrlichung des, durch Beendigung der Bürgerkriege, erreichten Friedens in Architektur und Dichtung, die in der augusteischen Zeit aufgrund von Propagandazwecken einen Aufschwung erfuhr. Dichter wie Vergil, Horaz und Ovid waren Werkzeuge für die Proklamation der Legitimität der Alleinherrschaft. Vergil, wie auch Horaz, repräsentierten unter den augusteischen Dichtern die ältere Generation der ersten kaiserzeitlichen Dichter. Sie haben den Sieg des jungen Oktavian im letzten großen Bürgerkrieg über Marc Anton und die ägyptische Königin Kleopatra gepriesen und haben dabei patriotische, nationale, imperiale und panegyrische Register gezogen.[70] Sie haben diese Herrschaft und dieses „Regime“ als Ende der Bürgerkriege begrüßt und haben es auf ihre eigene intellektuelle und künstlerische Weise unterstützt. Auch wenn heutige Literaten sie als „Schreibtischtäter“ des augusteischen Prinzipats beschreiben, ist doch die Auffassung und Wertung der Herrschaft des Augustus von der jeweils gegenwärtigen Geschichte stark beeinflusst. Schon Bertolt Brecht hat in einem Schulaufsatz 1915 Horaz als des Imperators feisten Hofnarren bezeichnet.

Horaz Lobrede auf den vergöttlichten Augustus, er bezeichnete ihn als, „die gütige Nachkommenschaft der Venus“, und gibt die Auswirkungen der Pax Augusta auf alle Lebensbereiche wieder. Die augusteische Friedenszeit bringt der römischen Kultur Zeit um sich neu zu definieren, so auch im Städteausbau.

Horaz, Carmen, Buch 4,15[71]

Apollon griff zornig in die Saiten, als ich die Kriege und die besiegten Städte mit der Lyra besingen wollte, und warnte mich, auf der Fahrt durch das Tyrrhenische Meer kleine Segel zu setzen - dein Zeitalter, Augustus, hat den Äckern die fruchtbaren Erträge zurückgebracht und unserem Jupiter die Feldzeichen wiederhergestellt, die den Pfosten der hochmütigen Parthern entrissen wurden und den Quirinusbogen, der durch Kriege leer war, geschlossen, die rechte Ordnung der Freizügigkeit, die sich über die Zügel hinwegsetzte, eingejagt, die vielfache Schuld getilgt, und die alten Künste neu belebt, durch die der latinische Stamm, die italische Macht, der Ruf und die Erhabenheit des Reiches, die sich vom Westen zum Osten erstreckt, gewachsen sind. Mit Augustus als Hüter der Welt, wird keine Wut unter Bürgern oder Kraft die Ruhe vertreiben, kein Zorn, der die Schwerter schmiedet und die unglücklichen Städte verfeindet; nicht die, die aus der tiefen Donau trinken, werden die Iulischen Verordnungen brechen, keine Geten, nicht die Chinesen und untreuen Parther, nicht die, die nahe dem Fluss dem Don entstammen; lasst an Werk- und Feiertagen zwischen den Ämtern des fröhlichen Bacchus mit den Nachkommen und unseren Ehefrauen, wenn wir nach dem Brauch früher die Götter anbeten, die Führer, die nach Sitte der Väter Leistungen an den Tag legten, mit einem Gesang, der mit lydischen Flöten vermischt ist besingen, so wie Troja, Anchises und die gütige Nachkommenschaft der Venus.

Es waren die beendeten, schon lange andauernden Bürgerkriege, welche die Bevölkerung des römischen Imperiums sicherlich geschätzt hatten. Durch Umstrukturierungen des Zensoramtes und auch Veränderungen im Senat, die Augustus durch zeitweilige Begünstigungen auf seine Seite zogen, sicherte er sich den Beginn der Alleinherrschaft.[72] Unter Ausschöpfung des verfassungsrechtlichen Spielraums hatte Augustus somit als erster Bürger Roms, Prinzeps, die komplette Alleinherrschaft an sich gerissen und dabei den Fehler seiner Vorgänger erkannt und somit verhindert, in den Verdacht zu geraten, die vom Volk verabscheute Königsherrschaft wiederherzustellen. In dem Tatenbericht, der Res Gestae Divi Augusti, bezeichnet Augustus sich an Ansehen überlegen, an Amtsgewalt seinen Kollegen aber gleichgestellt.[73]

Die Stadt Rom wurde auf ihre neue politische Bedeutung hin entsprechend architektonisch und administrativ neu gestaltet, durch Herrschaftsanlagen, Tempelanlagen und Erneuerungen, Plätze für Spiele, Bäder sowie die Einrichtung einer Löschtruppe und einer mit polizei­ähnlichen Aufgaben betrauten städtischen Garde, deren oberster Befehlshaber eine Position, vergleichbar eines kaiserlichen Stellvertreters, einnahm. Auf sozialem Gebiet versuchte Augustus, weitgehend erfolglos, den Mitgliederrückgang der altadligen Patrizierfamilien durch verschärfte Ehegesetze zu beseitigen. Mit Augustus wurde das Reich auch durch formale Provinzialisierung von Ägypten und Eroberungen in der Alpenregion, Nordspanien und auf dem Balkan erweitert. Die Expansion in germanische Gebiete war nach der Niederlage des Varus im Jahre 9 n. Chr. mit der Aufgabe der Gebiete zwischen Rhein und Elbe zu einem Abschluss gebracht.

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[1] Zanker Paul, Trillmich Walter: Stadtbild und Ideologie : die Monumentalisierung hispanischer Städte zwischen Republik und Kaiserzeit; Kolloquium in Madrid vom 19. bis 23. Oktober 1987, 1990. S.12

[2] Zanker Paul, Trillmich Walter: Stadtbild und Ideologie : die Monumentalisierung hispanischer Städte zwischen Republik und Kaiserzeit; Kolloquium in Madrid vom 19. bis 23. Oktober 1987, 1990. S.12

[3] Zanker Paul, Trillmich Walter: Stadtbild und Ideologie : die Monumentalisierung hispanischer Städte zwischen Republik und Kaiserzeit; Kolloquium in Madrid vom 19. bis 23. Oktober 1987, 1990. S.13

[4] Zanker Paul, Trillmich Walter: Stadtbild und Ideologie : die Monumentalisierung hispanischer Städte zwischen Republik und Kaiserzeit; Kolloquium in Madrid vom 19. bis 23. Oktober 1987, 1990. S.14

[5] Zanker Paul, Trillmich Walter: Stadtbild und Ideologie : die Monumentalisierung hispanischer Städte zwischen Republik und Kaiserzeit; Kolloquium in Madrid vom 19. bis 23. Oktober 1987, 1990. S.14

[6] Zanker Paul, Trillmich Walter: Stadtbild und Ideologie : die Monumentalisierung hispanischer Städte zwischen Republik und Kaiserzeit; Kolloquium in Madrid vom 19. bis 23. Oktober 1987, 1990. S.15

[7] Zanker Paul, Trillmich Walter: Stadtbild und Ideologie : die Monumentalisierung hispanischer Städte zwischen Republik und Kaiserzeit; Kolloquium in Madrid vom 19. bis 23. Oktober 1987, 1990. S.15

[8] Zanker Paul, Trillmich Walter: Stadtbild und Ideologie : die Monumentalisierung hispanischer Städte zwischen Republik und Kaiserzeit; Kolloquium in Madrid vom 19. bis 23. Oktober 1987, 1990. S.15

[9] Zanker Paul, Trillmich Walter: Stadtbild und Ideologie : die Monumentalisierung hispanischer Städte zwischen Republik und Kaiserzeit; Kolloquium in Madrid vom 19. bis 23. Oktober 1987, 1990. S.15

[10] Zanker Paul, Trillmich Walter: Stadtbild und Ideologie : die Monumentalisierung hispanischer Städte zwischen Republik und Kaiserzeit; Kolloquium in Madrid vom 19. bis 23. Oktober 1987, 1990. S.16

[11] Zanker Paul, Trillmich Walter: Stadtbild und Ideologie : die Monumentalisierung hispanischer Städte zwischen Republik und Kaiserzeit; Kolloquium in Madrid vom 19. bis 23. Oktober 1987, 1990. S.16

[12] Zanker Paul, Trillmich Walter: Stadtbild und Ideologie : die Monumentalisierung hispanischer Städte zwischen Republik und Kaiserzeit; Kolloquium in Madrid vom 19. bis 23. Oktober 1987, 1990. S.16

[13] Zanker Paul, Trillmich Walter: Stadtbild und Ideologie : die Monumentalisierung hispanischer Städte zwischen Republik und Kaiserzeit; Kolloquium in Madrid vom 19. bis 23. Oktober 1987, 1990. S.17

[14] Zanker Paul, Trillmich Walter: Stadtbild und Ideologie : die Monumentalisierung hispanischer Städte zwischen Republik und Kaiserzeit; Kolloquium in Madrid vom 19. bis 23. Oktober 1987, 1990. S.17,61ff.,367ff.

[15] Zanker Paul, Trillmich Walter: Stadtbild und Ideologie : die Monumentalisierung hispanischer Städte zwischen Republik und Kaiserzeit; Kolloquium in Madrid vom 19. bis 23. Oktober 1987, 1990. S.7

[16] Zanker Paul, Trillmich Walter: Stadtbild und Ideologie : die Monumentalisierung hispanischer Städte zwischen Republik und Kaiserzeit; Kolloquium in Madrid vom 19. bis 23. Oktober 1987, 1990. S.9

[17] Zanker Paul, Trillmich Walter: Stadtbild und Ideologie : die Monumentalisierung hispanischer Städte zwischen Republik und Kaiserzeit; Kolloquium in Madrid vom 19. bis 23. Oktober 1987, 1990. S.9

[18] Zanker Paul, Trillmich Walter: Stadtbild und Ideologie : die Monumentalisierung hispanischer Städte zwischen Republik und Kaiserzeit; Kolloquium in Madrid vom 19. bis 23. Oktober 1987, 1990. S.10

[19] Zanker Paul, Trillmich Walter: Stadtbild und Ideologie : die Monumentalisierung hispanischer Städte zwischen Republik und Kaiserzeit; Kolloquium in Madrid vom 19. bis 23. Oktober 1987, 1990. S.10

[20] Zanker Paul, Trillmich Walter: Stadtbild und Ideologie : die Monumentalisierung hispanischer Städte zwischen Republik und Kaiserzeit; Kolloquium in Madrid vom 19. bis 23. Oktober 1987, 1990. S.10

[21] Zanker Paul, Trillmich Walter: Stadtbild und Ideologie : die Monumentalisierung hispanischer Städte zwischen Republik und Kaiserzeit; Kolloquium in Madrid vom 19. bis 23. Oktober 1987, 1990. S.11

[22] Zanker Paul, Trillmich Walter: Stadtbild und Ideologie : die Monumentalisierung hispanischer Städte zwischen Republik und Kaiserzeit; Kolloquium in Madrid vom 19. bis 23. Oktober 1987, 1990. S.11

[23] Zanker Paul, Trillmich Walter: Stadtbild und Ideologie : die Monumentalisierung hispanischer Städte zwischen Republik und Kaiserzeit; Kolloquium in Madrid vom 19. bis 23. Oktober 1987, 1990. S.11

[24] Zanker Paul, Trillmich Walter: Stadtbild und Ideologie : die Monumentalisierung hispanischer Städte zwischen Republik und Kaiserzeit; Kolloquium in Madrid vom 19. bis 23. Oktober 1987, 1990. S.11

[25] Zanker Paul, Trillmich Walter: Stadtbild und Ideologie : die Monumentalisierung hispanischer Städte zwischen Republik und Kaiserzeit; Kolloquium in Madrid vom 19. bis 23. Oktober 1987, 1990. S.11

[26] Zanker Paul, Trillmich Walter: Stadtbild und Ideologie : die Monumentalisierung hispanischer Städte zwischen Republik und Kaiserzeit; Kolloquium in Madrid vom 19. bis 23. Oktober 1987, 1990. S.11

[27] Zanker Paul, Trillmich Walter: Stadtbild und Ideologie : die Monumentalisierung hispanischer Städte zwischen Republik und Kaiserzeit; Kolloquium in Madrid vom 19. bis 23. Oktober 1987, 1990. S.11f

[28] Zanker Paul, Trillmich Walter: Stadtbild und Ideologie : die Monumentalisierung hispanischer Städte zwischen Republik und Kaiserzeit; Kolloquium in Madrid vom 19. bis 23. Oktober 1987, 1990. S.12ff

[29] Hödl, Günther: Leben in der Stadt: gestern, heute, morgen - Wien, 1995. S.196

[30] Hödl, Günther: Leben in der Stadt: gestern, heute, morgen - Wien, 1995. S.196

[31] Hödl, Günther: Leben in der Stadt: gestern, heute, morgen - Wien, 1995. S.197

[32] Hödl, Günther: Leben in der Stadt: gestern, heute, morgen - Wien, 1995. S.197

[33] Hödl, Günther: Leben in der Stadt: gestern, heute, morgen - Wien, 1995. S.197

[34] Hödl, Günther: Leben in der Stadt: gestern, heute, morgen - Wien, 1995. S.196

[35] Hölscher, Tonio: Klassische Archäologie: Grundwissen - Stuttgart: Theiss, 2006. S.106

[36] Hölscher, Tonio: Klassische Archäologie: Grundwissen - Stuttgart: Theiss, 2006. S.109

[37] Hölscher, Tonio: Klassische Archäologie: Grundwissen - Stuttgart: Theiss, 2006. S.109

[38] Hölscher, Tonio: Klassische Archäologie: Grundwissen - Stuttgart: Theiss, 2006. S.109

[39] Hölscher, Tonio: Klassische Archäologie: Grundwissen - Stuttgart: Theiss, 2006. S.112

[40] Hölscher, Tonio: Klassische Archäologie: Grundwissen - Stuttgart: Theiss, 2006. S.109

[41] Hölscher, Tonio: Klassische Archäologie: Grundwissen - Stuttgart: Theiss, 2006. S.109

[42] Hölscher, Tonio: Klassische Archäologie: Grundwissen - Stuttgart: Theiss, 2006. S.111

[43] Hölscher, Tonio: Klassische Archäologie: Grundwissen - Stuttgart: Theiss, 2006. S.111

[44] Gehrke, Hans-Joachim: Geschicht der Antike: Ein Studienbuch – Stuttgart: J.B.Metzler, 2010. S. 383

[45] Gehrke, Hans-Joachim: Geschicht der Antike: Ein Studienbuch – Stuttgart: J.B.Metzler, 2010. S. 383

[46] Gehrke, Hans-Joachim: Geschicht der Antike: Ein Studienbuch – Stuttgart: J.B.Metzler, 2010. S. 383

[47] Gehrke, Hans-Joachim: Geschicht der Antike: Ein Studienbuch – Stuttgart: J.B.Metzler, 2010. S. 383

[48] Gehrke, Hans-Joachim: Geschicht der Antike: Ein Studienbuch – Stuttgart: J.B.Metzler, 2010. S. 383

[49] Zanker Paul, Trillmich Walter: Stadtbild und Ideologie : die Monumentalisierung hispanischer Städte zwischen Republik und Kaiserzeit; Kolloquium in Madrid vom 19. bis 23. Oktober 1987, 1990. S.17f

[50] Zanker Paul, Trillmich Walter: Stadtbild und Ideologie : die Monumentalisierung hispanischer Städte zwischen Republik und Kaiserzeit; Kolloquium in Madrid vom 19. bis 23. Oktober 1987, 1990. S.18f

[51] Zanker Paul, Trillmich Walter: Stadtbild und Ideologie : die Monumentalisierung hispanischer Städte zwischen Republik und Kaiserzeit; Kolloquium in Madrid vom 19. bis 23. Oktober 1987, 1990. S.18f

[52] Zanker Paul, Trillmich Walter: Stadtbild und Ideologie : die Monumentalisierung hispanischer Städte zwischen Republik und Kaiserzeit; Kolloquium in Madrid vom 19. bis 23. Oktober 1987, 1990. S.18f

[53] Zanker Paul, Trillmich Walter: Stadtbild und Ideologie : die Monumentalisierung hispanischer Städte zwischen Republik und Kaiserzeit; Kolloquium in Madrid vom 19. bis 23. Oktober 1987, 1990. S.18f

[54] Zanker Paul, Trillmich Walter: Stadtbild und Ideologie : die Monumentalisierung hispanischer Städte zwischen Republik und Kaiserzeit; Kolloquium in Madrid vom 19. bis 23. Oktober 1987, 1990. S.18ff

[55] Zanker Paul, Trillmich Walter: Stadtbild und Ideologie : die Monumentalisierung hispanischer Städte zwischen Republik und Kaiserzeit; Kolloquium in Madrid vom 19. bis 23. Oktober 1987, 1990. S.18

[56] Zanker Paul, Trillmich Walter: Stadtbild und Ideologie : die Monumentalisierung hispanischer Städte zwischen Republik und Kaiserzeit; Kolloquium in Madrid vom 19. bis 23. Oktober 1987, 1990. S.18f

[57] Zanker Paul, Trillmich Walter: Stadtbild und Ideologie : die Monumentalisierung hispanischer Städte zwischen Republik und Kaiserzeit; Kolloquium in Madrid vom 19. bis 23. Oktober 1987, 1990. S.19

[58] Zanker Paul, Trillmich Walter: Stadtbild und Ideologie : die Monumentalisierung hispanischer Städte zwischen Republik und Kaiserzeit; Kolloquium in Madrid vom 19. bis 23. Oktober 1987, 1990. S.19

[59] Zanker Paul, Trillmich Walter: Stadtbild und Ideologie : die Monumentalisierung hispanischer Städte zwischen Republik und Kaiserzeit; Kolloquium in Madrid vom 19. bis 23. Oktober 1987, 1990. S.20

[60] Zanker Paul, Trillmich Walter: Stadtbild und Ideologie : die Monumentalisierung hispanischer Städte zwischen Republik und Kaiserzeit; Kolloquium in Madrid vom 19. bis 23. Oktober 1987, 1990. S.20f

[61] Zanker Paul, Trillmich Walter: Stadtbild und Ideologie : die Monumentalisierung hispanischer Städte zwischen Republik und Kaiserzeit; Kolloquium in Madrid vom 19. bis 23. Oktober 1987, 1990. S.20f

[62] Zanker Paul, Trillmich Walter: Stadtbild und Ideologie : die Monumentalisierung hispanischer Städte zwischen Republik und Kaiserzeit; Kolloquium in Madrid vom 19. bis 23. Oktober 1987, 1990. S.20

[63] Zanker Paul, Trillmich Walter: Stadtbild und Ideologie : die Monumentalisierung hispanischer Städte zwischen Republik und Kaiserzeit; Kolloquium in Madrid vom 19. bis 23. Oktober 1987, 1990. S.21

[64] Zanker Paul, Trillmich Walter: Stadtbild und Ideologie : die Monumentalisierung hispanischer Städte zwischen Republik und Kaiserzeit; Kolloquium in Madrid vom 19. bis 23. Oktober 1987, 1990. S.21

[65] Zanker Paul, Trillmich Walter: Stadtbild und Ideologie : die Monumentalisierung hispanischer Städte zwischen Republik und Kaiserzeit; Kolloquium in Madrid vom 19. bis 23. Oktober 1987, 1990. S.21f

[66] Zanker Paul, Trillmich Walter: Stadtbild und Ideologie : die Monumentalisierung hispanischer Städte zwischen Republik und Kaiserzeit; Kolloquium in Madrid vom 19. bis 23. Oktober 1987, 1990. S.23

[67] Gehrke, Hans-Joachim: Geschicht der Antike: Ein Studienbuch – Stuttgart: J.B.Metzler, 2010. S. 322ff

[68] Gehrke, Hans-Joachim: Geschicht der Antike: Ein Studienbuch – Stuttgart: J.B.Metzler, 2010. S. 333-407

[69] http://www.latein24.de/uebersetzungen_latein.htm (Datum des Aufrufes, 17. Mai.2011 )

[70] Petersmann, Gerhard : Cecini pascua, rura, duces: Die Dichtung Vergils : Vorlesungsunterlagen – Salzburg, WS 2010/11 S. 26

[71] http://www.latein24.de/uebersetzungen_latein.htm (Datum des Aufrufes, 17. Mai.2011 )

[72] Gehrke, Hans-Joachim: Geschicht der Antike: Ein Studienbuch – Stuttgart: J.B.Metzler, 2010. S. 333-407

[73] http://www.latein24.de/uebersetzungen_latein.htm (Datum des Aufrufes, 17. Mai.2011 )

Details

Seiten
48
Erscheinungsform
Erstausgabe
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783863419622
Dateigröße
271 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v296863
Institution / Hochschule
Universität Salzburg
Note
2
Schlagworte
Ausgrabung Kaiserzeit Monumentalisierung Propaganda Romanisierung

Autor

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Titel: Die römische Stadt: Ein Ort der Repräsentation und Ideologisierung der römischen Kaiser