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Der Habitus als kapitalismuskritisches Konzept: Rezeption und Redefinition im US-amerikanischen Diskurs

Bachelorarbeit 2013 28 Seiten

Soziologie - Individuum, Gruppe, Gesellschaft

Zusammenfassung

Kapitalistische Gesellschaften gelten als „Aufstiegsgesellschaften“, in denen jedem Menschen die Möglichkeit eines sozialen Aufstiegs suggeriert wird. Das Habituskonzept Pierre Bourdieus weist demgegenüber jedoch immaterielle Schranken auf, die den Angehörigen der Unterschicht den Weg nach oben erschweren oder gar versperren. Mit dem Habitus verweist Bourdieu auf die in die Körper einverleibten klassenspezifischen Herrschaftsbeziehungen und liefert somit eine Erklärung für die Aufrechterhaltung der kapitalistischen Machtverhältnisse.
In der vorliegenden Arbeit wird qualitativ die Anwendung des Habituskonzeptes in der US-amerikanischen Soziologie untersucht und der Frage nachgegangen, wie mit dem Konzept Machtbeziehungen thematisiert werden. Dabei tritt klar zutage, dass die Anwendung des Konstruktes ebenso zur Setzung neuer Schwerpunkte wie auch zur Entfernung und zur Verzerrung des ursprünglichen Verständnisses führen kann. So wird das kapitalismuskritische Konzept des Habitus in einigen hier analysierten Beispielen auf die Herrschaftsdimension zwischen hell- und dunkelhäutigen Personen übertragen, während in einem anderen Beispiel die Herrschaftsanalyse gar gänzlich übergangen und negiert wird.

Details

Seiten
28
Erscheinungsform
Erstausgabe
Jahr
2013
ISBN (eBook)
9783958206502
Dateigröße
541 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v298034
Institution / Hochschule
Universität Hamburg
Note
1,3
Schlagworte
Pierre Bourieu soziale Ungleichheit Gesellschaftskritik Herrschaftskritik US-amerikanische Soziologie

Autor

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Titel: Der Habitus als kapitalismuskritisches Konzept: Rezeption und Redefinition im US-amerikanischen Diskurs